Wladimir Putin, Russlands Präsident, leitet eine Sitzung des Sicherheitsrates. Russland hat seine Liste von Personen und Institutionen der EU verlängert, die nicht in das Land einreisen dürfen.
Wladimir Putin, Russlands Präsident, leitet eine Sitzung des Sicherheitsrates. Russland hat seine Liste von Personen und Institutionen der EU verlängert, die nicht in das Land einreisen dürfen.Bild: dpa / Alexei Nikolsky

Russland verhängt Einreiseverbot für mehrere EU-Vertreter

28.01.2022, 17:3728.01.2022, 18:39

Russland hat Einreiseverbote gegen mehrere Vertreter aus der Europäischen Union verhängt. Das Außenministerium in Moskau erklärte am Freitag, es handele sich um eine Reaktion auf eine "absurde" Politik "einseitiger Restriktionen" aus Brüssel. Die Einreiseverbote beträfen vor allem Vertreter einiger EU-Länder, "die persönlich verantwortlich sind für die Propagierung antirussischer Politik".

"Geleitet vom Prinzip der Gegenseitigkeit und Gleichheit" habe die russische Seite beschlossen, eine Liste von Vertretern von EU-Mitgliedstaaten und -Institutionen zu verlängern, denen die Einreise nach Russland untersagt sei, hieß es in einer Mitteilung des Außenministeriums.

Spannungen zwischen EU und Russland weiter verschärft

Die Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts, der die Spannungen zwischen Brüssel und Moskau verschärft. Die USA und die EU haben Russland massive Wirtschaftssanktionen angedroht, sollte das Land in der Ukraine einmarschieren.

Moskau hat nach US-Angaben an der Grenze zum Nachbarland rund 100.000 Truppen sowie Panzer und anderes militärisches Gerät aufgezogen. Die Regierung in Moskau bestreitet Angriffspläne und fordert unter anderem schriftliche Zusagen, dass die Nato etwa auf eine fortgesetzte Osterweiterung verzichtet.

(andi/AFP)

Massengräber, zerstückelte Leichen und Vermisste: Bericht über Gräueltaten von Butscha veröffentlicht
Kurz nachdem Russland Ende Februar in die Ukraine eingefallen war, wurde die Kleinstadt Butscha zur Hölle auf Erden. Einen Monat lang wurde im Vorort Kiews gemordet und gefoltert. Nach viermonatigen Ermittlungen liegen nun neue erschreckende Zahlen vor.

Einst war es ein ruhiges, unbekanntes Pendlerstädtchen nahe der ukrainischen Hauptstadt: Butscha. Spätestens seit dem April dieses Jahres ist dieser Name allen ein Begriff. Denn die Bilder, die nach dem Abzug der Russen gemacht wurden, gingen um die Welt: Leichen, die mitten auf der Strasse liegen, teilweise mit noch zusammengebundenen Händen.

Zur Story