Warum Trumps früherer Wahlkampfchef nun ins Gefängnis muss

15.06.2018, 18:0115.06.2018, 19:52

Der frühere Wahlkampfchef von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, muss bis zum Beginn seines Prozess ins Gefängnis. Das ordnete ein Richter im US-Bundesstaat Washington am Freitag an. 

Manafort war bereits im Oktober des vergangenen Jahres wegen verschiedener Vergehen, darunter Geldwäsche und unangemeldetes Arbeiten für eine ausländische Regierung, angeklagt worden. Seitdem lebt er quasi unter Hausarrest und trägt eine elektronische Fußfessel.

Die Verhandlung am Freitag hätte eigentlich dazu dienen sollen, seine Bedingungen zu verbessern. Das Gericht ging jedoch von dem Verdacht aus, dass Manafort seit der gegen ihn erhobenen Anklage weitere Straftaten begangen haben könnte.

Muss hinter schwedische Gardinen, Paul Manafort.
Muss hinter schwedische Gardinen, Paul Manafort.Bild: JONATHAN ERNST/reuters

Worum geht es bei den Ermittlungen?

Manafort muss sich vor Gericht unter anderem wegen krimineller Verschwörung, Steuerhinterziehung und Geldwäsche in Höhe von 30 Millionen US-Dollar verantworten. Er hat auf "nicht schuldig" plädiert.

Dem US-Amerikaner wird zudem vorgeworfen, Zeugen in der Untersuchung der Russland-Affäre um die Wahl von US-Präsident Trump beeinflusst zu haben. 

Die Anklage stützt sich auf die Ermittlungen von Robert Mueller. Der FBI-Sonderermittler führt Untersuchungen wegen der mutmaßlich russischen Beeinflussung der US-Präsidentschaftswahl 2016.

(pb/dpa)

Schmerzhafte Niederlage für Biden: Warum das Wahlergebnis im US-Bundesstaat Virginia so wichtig ist

Seit dem Sommer läuft es nicht besonders gut für Joe Biden. Der US-Präsident hat im August den chaotischen Abzug der US-Truppen aus Afghanistan mitverantwortet, die Machtergreifung der radikalislamischen Taliban, die zu späte Hilfe für früherer Helfer der US-Truppen.

Zur Story