Bild: unsplash/gaycenter

"Ist doch witzig" – Kellner in Rom beleidigt schwules Paar auf der Quittung

21.07.2018, 19:42

Für ein homosexuelles Paar in Rom endete ein Restaurantbesuch mit einer homophoben Beleidigung. Als der 21-jährige Italiener und sein fester Freund die Quittung bekamen, stand auf dieser zuerst der Sonderwunsch "kein Schafskäse" und dann "Schwuchtel" notiert ("Frocio"). 

Als das Paar den Kellner darauf ansprach, soll dieser behauptet haben, das Ganze sei ein Computerfehler, der doch witzig sei. "Keiner lacht", soll der römische Gast geantwortet haben. "Ich lasse mich von niemandem so beleidigen." 

Das Gay Center Rom veröffentlichte daraufhin am Donnerstag ein Foto der Quittung. "Leider erhalten wir jedes Jahr mehr als 20.000 Beschwerden wegen Homophobie-Episoden, und viele dieser Episoden werden von den Angreifern als lustig angesehen", berichtet Fabrizio Marrazzo, der Sprecher der Organisation in einer Stellungsnahme auf der Website. "Es ist nicht akzeptabel, dass ein schwules Paar nicht in ein Restaurant in der Hauptstadt gehen kann, ohne sich den Abend durch eine Beleidigung verderben lassen zu müssen."

Er ruft Römer und Touristen dazu auf, das Lokal zu boykottieren. Die Bürgermeisterin der Hauptstadt, Virginia Raggi, müsse ihm die Lizenz entziehen, forderte er weiter. Die Stadtverwaltung sprach von einem "schwerwiegenden Vorfall" und kündigte eine Untersuchung an.

(jd/dpa)

Die LGBTQ-Community hält zusammen:

Video: watson/Felix Huesmann, Lia Haubner
Kein "starkes Signal" der G20-Staaten zur Weltklimakonferenz

Die großen Wirtschaftsmächte haben sich zum Abschluss ihres G20-Gipfels in Rom nicht auf eine ehrgeizige Erklärung zum Klimaschutz verständigen können. Wie aus dem ausgehandelten Text für das Kommuniqué hervorgeht, gibt es weiter kein klares Zieldatum für die wichtige Kohlendioxidneutralität und den Ausstieg aus der Kohleverstromung. Das Dokument lag der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag vor. Statt des erhofften "starken Signals" zum Auftakt der Weltklimakonferenz (COP26) in Glasgow, herrschte bis zuletzt Uneinigkeit. Klimaschützer äußerten sich "enttäuscht", weil die G20-Gruppe für 80 Prozent der Emissionen verantwortlich ist.

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