Hunderttausende setzen Zeichen bei #unteilbar-Demo – der Tag im watson-Ticker

13.10.2018, 12:4514.10.2018, 11:06
team watson

"Für eine offene und freie Gesellschaft – Solidarität statt Ausgrenzung" sind am Samstag in Berlin Zehntausende auf die Straße gegangen. Das Bündnis "Unteilbar" hatte dazu aufgerufen – ein Bündnis aus tausenden Vereinen, Verbänden und Organisationen.

Mehr als 240.000 Menschen haben nach Veranstalterangaben ein deutliches Zeichen gegen Hass und Ausgrenzung gesetzt. Die Demonstration startete mit einer Auftaktveranstaltung am Alexanderplatz. Die Strecke führte über die Leipziger Straße, den Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor und dann zur Siegessäule.

Bild: imago stock&people
"Sagt es laut, sagt es klar, wir sind alle unteilbar"

Das skandierte die Menschenmenge bei der Demonstration. Auf Plakaten war etwa zu lesen "Seenotrettung ist kein Verbrechen", auch an die Opfer der rassistisch motivierten NSU-Morde erinnerten Teilnehmer mit Bannern. Mancherorts wirkte die Veranstaltung wie eine große Party: Technomusik tönte aus Boxen, mit Glitzer beschmierte Menschen tanzten und tranken Bier. Studierende liefen neben Familien mit Kinderwagen, alteingesessene Berliner neben Geflüchteten.

Die Polizei war nach eigenen Angaben mit rund 900 Beamten im Einsatz und berichtete bis zum späten Nachmittag von keinen größeren Zwischenfällen.

Auch in anderen deutschen Städten gab es am Samstag Demonstrationen. Unter dem Motto "Wir sind mehr" demonstrierten etwa in Frankfurt einige Tausend Menschen auch gegen die AfD. In Hessen wird in zwei Wochen ein neues Landesparlament gewählt. In Karlsruhe gingen rund 2000 Menschen "gegen nationalistische und rassistische Hetze" auf die Straße.

Die Ereignisse der #unteilbar-Demo zum Nachlesen im watson-Ticker:

Liveticker: #Unteilbar-Demonstration in Berlin

Schicke uns deinen Input
18:15
Und weiter mit Musik
Bei der Abschlussveranstaltung der #unteilbar-Demo spielt jetzt Konstantin Wecker. „Ich hab’s dem Björn Höcke angeboten. Wenn er aufhört mit seinem Schmarrn, würd‘ ich ihn umarmen", ruft Wecker den Tausenden zu. Später am Abend wird Herbert Grönemeyer erwartet. Zu sehen im Livestream.

17:59
Sogar Kängurus sind unteilbar

17:39
Langfinger aufgepasst: Die Polizei reimt...

17:24
Für die Demo um 2 Uhr morgens aufgestanden

17:13
Veranstalter spricht von über 240.000 Teilnehmern


Die Veranstalter der "Unteilbar"-Demonstration in Berlin für eine solidarische Gesellschaft haben die Zahl der Teilnehmer am späten Samstagnachmittag deutlich nach oben korrigiert. Belastbaren Zahlen zufolge hätten mindestens 242.000 Menschen gegen einen Rechtsruck in Deutschland demonstriert, erklärte das Bündnis. (afp)
17:11
Ryanair? Ja, Ryanair.

16:56
Nur mal so
Ihr wisst das natürlich. Die Eindrücke unserer Reporterin von der #unteilbar-Demo könnt ihr auch bei Instagram verfolgen.
16:53
Ein Service-Tweet der Polizei
"Wählen Sie weise."

16:26
Sie kommen mit Booten
Bild: imago stock&people
Und mit Reimschemata:

15:53
Unteilbar groß!
Sagt auch die Polizei:





"Berlin, auf Dich ist Verlass!"

Menschenmassen bei #unteilbar
Bislang gibt es noch keine offiziellen Zahlen zu den Teilnehmern, aber es sind definitiv sehr viele Menschen unterwegs!


Schon jetzt mindestens 150.000 Menschen bei #unteilbar
Die Veranstalter haben es gerade verkündet: Schon jetzt sollen mehr als 150.000 Menschen bei der Demo sein.


Protesters gather to the "#unteilbar", demonstration which aims to "rise up against discrimination, poverty, racism, sexism, disenfranchisement, and nationalism" in Berlin, Germany, October 13, 2018. REUTERS/Michele Tantussi
Bild: MICHELE TANTUSSI/REUTERS
14:44
Sind Primzahlen teilbar?
Während die Demospitze schon am Brandenburgertor angekommen ist, wird am Alex noch gerechnet.
Nach Einschätzung unserer Reporterin sind es mehr als die angekündigten 40.000.

14:32
"Es gibt auch Leute, die können es sich nicht leisten, nicht zu protestieren"

14:26
"Sind als bürgerliches Bündnis hier"

14:09
Panda!
13:56
Katze oder Waschbär?
Was meint ihr?
13:46
"Schade, dass ihr nicht hier seid. Wir sind unteilbar"

13:30
Unteilbar bunt
Auf dem Berliner Alexanderplatz versammeln sich die Demonstranten zum Auftakt der #unteilbar-Demo mit Transparenten, Plakaten und Luftballons.
Bild: Gunda Windmüller
Bild: Gunda Windmüller
Bild: Gunda Windmüller
Bild: Gunda Windmüller
13:16
Letzte Grüße, dann setzt sich Demo in Bewegung

13:10
Demo-Teilnehmer berichten
"Wir gehören ja eigentlich alle zusammen."



„Es gibt keinen Grund, nicht hier zu sein.“

12:49
"Wir lassen uns nicht teilen"
"An all die, die nicht da sind. Ganz herzliche Grüße."

12:40
Vom Außenminister bis zum Taxifahrer
Das Bündnis der Unteilbar-Demo ist offenbar ein sehr breites:




12:38
Berlin ist bereit, watson-Reporterin vor Ort
Unsere Reporterin hat vor allem zwei Fragen im Gepäck: Warum seid ihr auf der Demo? Und: Was sagt ihr jenen, die bewusst nicht teilnehmen?

12:35
Berliner CDU will nicht teilnehmen
Auch die Berliner CDU unterstützt die Großdemonstration ausdrücklich nicht. Anmelder sei ein Anwalt der "Roten Hilfe", also einer Organisation, die "linksextremistische Verbrecher" unterstütze, sagte Generalsekretär Stefan Evers zum Auftakt eines CDU-Landesparteitags. "Wenn heute demokratische Politiker oder gar Minister Seite an Seite mit linksextremistischen Organisationen durch die Stadt ziehen, dann ist das entweder naiv oder politisch unverantwortlich."
12:33
Wagenknecht verteidigt Kritik an Aufruf zu "Unteilbar"-Demo
Die Vorsitzende der Linken im Bundestag, Sahra Wagenknecht, weist Berichte zurück, sie habe der "Unteilbar"-Demonstration gegen Ausgrenzung am Samstag in Berlin eine Absage erteilt. Die von ihr gegründete linke Sammlungsbewegung "Aufstehen" erklärte am Freitag, dass Wagenknecht den Aufruf zu der Demo zwar inhaltlich kritisiert habe, aber unabhängig davon befürworte, "dass möglichst viele Menschen gegen Rechtsentwicklung und Rassismus auf die Straße gehen". Zugleich werbe sie dafür, in Zukunft auch Menschen in diesen Protest einzubeziehen, "die für eine Regulierung der Migration eintreten".

Die Initiatoren der Demonstration rufen dazu auf, für das Recht auf Schutz und Asyl und gegen die Abschottung Europas zu streiten. Wagenknecht hatte zuletzt öfter vor offenen Grenzen für alle und einer unbegrenzten Migration in den deutschen Arbeitsmarkt gewarnt.

Kritik an Wagenknecht kommt inzwischen auch aus der von ihr gegründeten Sammlungsbewegung "Aufstehen". Deren Mitbegründer, der frühere Grünen-Politiker Ludger Volmer, stellte klar, dass die Mehrheit der "Aufstehen"-Mitglieder für die Teilnahme an der "Unteilbar"-Demonstration eintrete. Auch der Sozialwissenschaftler und Mitunterzeichner des "Aufstehen"-Gründungsdokuments, Franz Segbers, kritisierte Wagenknecht scharf. Die Unterstützer der Bewegung hätten kein Verständnis für deren Vorgehen, sagte er der "FAZ" und stellte die Frage, wer Wagenknecht eigentlich zu ihren Äußerungen im Namen von "Aufstehen" legitimiert habe.

Definitiv teilbar: Der watson-Überschlagsimulator-Test...

Video: watson/Marius Notter, Johanna Rummel

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