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AfD-Politiker tritt aus der Partei aus und wirft ihr "Verschleiern der Spendenaffäre" vor

29.06.2019, 11:54

Der Bundesvorsitzende des AfD-Mittelstandsforums, Matthias Gellner, hat die Partei am Freitag verlassen. "Den Austritt aus der AfD kann ich bestätigen", teilte er am Samstag der Deutschen Presse-Agentur mit. Zuvor hatte "Die Welt" darüber berichtet.

  • "Gründe für den Austritt sind unter anderem die ständigen innerparteilichen Querelen", erläuterte der Immobilienunternehmer aus Bottrop im Ruhrgebiet.
  • Auch Werte wie Mut zur Wahrheit und strikte Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit seien verloren gegangen.
  • Gellner warf der AfD ein "Verschleiern der Spendenaffäre" vor.

Was der AfD-Aussteiger über die Partei sagt:

Der innerparteiliche Umgang miteinander sei "mehr als erschreckend". Die AfD stelle Ansprüche an andere Parteien, werde ihnen aber selbst nicht gerecht. "Auch die Wertschätzung gegenüber den Unternehmern innerhalb der Partei war eher mäßig, und die Arbeit des Mittelstandsforums wurde selten wertgeschätzt."

Nach nunmehr sechs Jahren in der AfD müsse er feststellen, dass er zwar sympathische und engagierte Leute kennengelernt habe, diese aber "zwischen den ständigen Grabenkämpfen zerrieben" würden. Im Landesverband Nordrhein-Westfalen seien die Gräben besonders tief.

Wer ist Matthias Gellner?

Matthias Gellner war neben seinem Posten als Bundesvorsitzender des Mittelstandsforums der AfD auch stellvertretender Sprecher im Kreisverband Bottrop. 2017 stand er auf der Liste der AfD für die Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen.

Ein früherer Geschäftspartner attestierte Gellner gegenüber dem Recherche-Portal "Correctiv" 2017 keine rechtschaffenen Qualitäten: "Seitdem er mich beschissen hat, habe ich keinen Kontakt mehr zu ihm", sagte der Mann, der anonym bleiben wollte.

(ll/mit dpa)

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