Politik

Söder legt deutlich an Beliebtheit zu – zur Kanzlerin fehlt nicht mehr viel

02.08.2019, 14:25

CDU/CSU und Grüne liegen im aktuellen ARD-"Deutschlandtrend" gleichauf. Der am Donnerstagabend veröffentlichten Umfrage des Instituts Infratest dimap zufolge könnten sie bei einer Bundestagswahl jeweils mit 26 Prozent der Stimmen rechnen. Für die Union ist das ein Plus von einem Prozentpunkt, die Grünen blieben unverändert.

  • Auf dem dritten Platz liegt die AfD mit 14 Prozent (plus eins).
  • Gefolgt von der SPD mit nur noch zwölf Prozent (minus eins).
  • Die FDP bleibt bei acht Prozent.
  • Die Linke verliert einen Punkt auf sieben Prozent.

Mit der Arbeit der Bundesregierung äußerten sich 32 Prozent der Befragten zufrieden. Das sind drei Prozentpunkte mehr als Anfang Juli. Die deutliche Mehrheit bleibt allerdings mit 67 Prozent eher unzufrieden.

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt auf einen Zufriedenheitswert von 56 Prozent (plus zwei).
  • Außenminister Heiko Maas (SPD) folgt mit 51 Prozent (plus sechs) vor Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit 48 Prozent (plus zwölf).
  • Mit der Arbeit von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sind 42 Prozent zufrieden (plus zwei).
  • Der Zufriedenheitswert mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) schnellt um 17 Punkte nach oben auf nun ebenfalls 42 Prozent.
  • Grünen-Chef Robert Habeck erreicht 40 Prozent (plus drei). Es folgen FDP-Chef Christian Lindner mit 37 Prozent (plus sechs) und die Ko-Chefin der Grünen Annalena Baerbock mit 30 Prozent (plus vier). Die beiden Grünen-Vorsitzenden waren allerdings vielen Befragten noch unbekannt.
  • CDU-Chefin und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer legt sechs Punkte zu, bleibt aber mit 28 Prozent auf einem der hinteren Plätze. Auch sagten 65 Prozent der Befragten, sie hielten die CDU-Politikerin für keine gute Besetzung an der Spitze des Verteidigungsressorts. Sogar bei den Unionsanhängern überwiegt mit 49 zu 38 Prozent die Skepsis.
Für die Sonntagsfrage befragte Infratest Dimap von Montag bis Mittwoch 1503 Wahlberechtigte, für die übrigen Fragen am Montag und Dienstag 1003 Wahlberechtigte. Die Fehlerquote wurde mit 1.4 bis 3.1 Prozentpunkte angegeben.

(hd/afp)

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