Bild: X90145

Olaf Scholz will jetzt offenbar doch SPD-Chef werden

16.08.2019, 11:4316.08.2019, 14:05

Rolle rückwärts im Rennen um die SPD-Spitze. Was über Wochen hinweg zäh ablief, hat am Freitag neuen Schwung bekommen.

  • Bundesfinanzminister Olaf Scholz ist nach Spiegel-Informationen jetzt doch bereit, für den SPD-Vorsitz zu kandidieren.
  • Scholz habe seine Kandidatur diese Woche in einer Telefonschaltkonferenz mit den drei Interimsvorsitzenden angeboten, berichtete das Blatt am Freitag.

So kam es zur plötzlichen Scholz-Kandidatur

"Ich bin bereit anzutreten, wenn ihr das wollt", habe Scholz in einem Telefonat mit der provisorischen Parteiführung gesagt. Widerspruch habe sich dabei nicht geregt. Seitdem sondiere Scholz im Hintergrund das Feld und suche eine Partnerin, mit der er als Doppelspitze antreten könne.

Scholz hatte zuletzt stets erklärt, aus zeitlichen Gründen nicht zur Verfügung zu stehen. Auch andere prominente SPD-Politiker haben sich bislang zurückgehalten, was der Partei Kritik am Verfahren eingebracht hat. Die Bewerbungsfrist endet am 1. September. Gewählt werden soll die neue SPD-Führung auf einem Parteitag Anfang Dezember.

(mbi/hd/rtr)

Analyse

"Meine Stimme zählt eh nicht": Warum manche Menschen nicht wählen gehen – und wie du sie noch überzeugen kannst

Nichtwählerinnen und Nichtwähler bilden zusammen die zweitgrößte Partei. Doch der politische Einfluss fehlt ihnen – denn wer nicht wählt, entscheidet nicht mit, sondern lässt geschehen. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa fragt bei seiner Sonntagsfrage zur Bundestagswahl auch nach Nichtwählenden und Unentschlossenen. Laut der aktuellsten Umfrage wären das 25 Prozent, genauso viele Prozentpunkte hat die SPD, die zurzeit die stärkste Partei bei den Umfragen ist.

Gerade junge Menschen wählen …

Artikel lesen
Link zum Artikel