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Menschenrechtlerin Liu Xia reist nach Deutschland aus

10.07.2018, 09:2110.07.2018, 09:56

Die Dichterin Liu Xia, Witwe des chinesischen Friedensnobelpreis-Trägers Liu Xiaobo, hat China verlassen und befindet auf dem Weg nach Deutschland. Das bestätigte das chinesische Außenministerium am Dienstag. Zuvor hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrer China-Reise im April für eine Freilassung der Menschenrechtlerin eingesetzt. Am Montag hatte Merkel Chinas Ministerpräsident Li Keqiang zu Gesprächen im Rahmen der Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen in Berlin empfangen.

Liu habe am Dienstag gegen 11.00 Uhr ein Flugzeug der Linie Finnair in Richtung der finnischen Hauptstadt Helsinki bestiegen und damit Peking verlassen, sagte Ye Du, ein Freund der Familie. Nach Angaben von Amnesty International will Liu, die in China jahrelang unter Hausarrest stand, nach Berlin weiterreisen.

Der im Berliner Exil lebende chinesische Schriftsteller Liao Yiwu werde Liu in der deutschen Hauptstadt in Empfang nehmen.

Liu stand seit der Verleihung des Friedensnobelpreises an ihren Mann im Jahr 2010 unter Hausarrest. Die deutsche Botschaft hatte ihr im April Hilfe für eine Ausreise in die Bundesrepublik angeboten. 

Bislang hatte China die Aufhebung des Arrests abgelehnt, obwohl Liu nie eines Vergehens angeklagt wurde. Die Dichterin war gesundheitlich angeschlagen und hatte 2014 nach Angaben einer Menschenrechtsorganisation einen Herzanfall erlitten.

(afp)

Hunger, Krieg, Massaker – die bittere Geschichte Charkiws

Die Offensive kam überraschend – vor allem für die russischen Truppen, die innerhalb weniger Tage dutzende von Kilometern zurückgeworfen wurden und ihre Stellungen zum Teil fluchtartig verlassen mussten. Mit ihrem meisterhaft geplanten und durchgeführten Vorstoß gelang es der ukrainischen Armee, die Invasoren bis zum 12. September aus der gesamten Oblast Charkiw westlich des Flusses Oskil zu werfen und damit die Bedrohung dieser Großstadt durch russische Truppen vorerst aus dem Weg zu räumen.

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