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Langya-Henipavirus in China: Was bisher über das neue Virus bekannt ist

ARCHIV - 06.10.2015, Hessen, Ro
Das neue Henipa-Virus, das bisher vor allem in Spitzmäusen entdeckt wurde, kann nach aktuellem Stand von Tieren auf den Menschen übertragen werden. Bild: dpa / Frank Rumpenhorst
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Neues Virus in China entdeckt: Was bisher über das Langya-Henipavirus bekannt ist

11.08.2022, 10:32
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Die Meldung, dass in China ein neues Virus entdeckt wurde, hat viele Menschen nervös gemacht. Schließlich hatte das Corona-Virus, das die Welt seit über zwei Jahren beschäftigt, seinen Ursprung wohl auf einem Tiermarkt in der chinesischen Stadt Wuhan. Zu diesem Schluss sind mehrere Studien gekommen.

An dem neu nachgewiesenen Erreger namens Langya-Henipavirus (LayV) sind laut einem Team von Wissenschaftler:innen aus China, Singapur und Australien bisher 35 Menschen erkrankt. Die Ansteckungen traten in den chinesischen Provinzen Shangdong und Henan vor allem bei Farmer:innen auf, die zuvor engen Kontakt mit Tieren hatten, berichtet das Forschungsteam im Fachmagazin "New England Journal of Medicine". Die Infektionen wurden demnach im Zeitraum zwischen Ende 2018 und Anfang 2021 entdeckt.

Leber- und Nierenschäden bei Betroffenen

Hinweise auf eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch seien nicht gefunden worden. Auch von Todesfällen berichteten die Forscher:innen nichts. Unter den 35 Betroffenen waren 26 ausschließlich mit LayV infiziert. Diese litten unter Symptomen wie Fieber, Müdigkeit, Husten und Muskelschmerzen. Bei einem Teil gab es Hinweise auf Leber- und Nierenschäden.

Das neuartige Virus wurde bisher vor allem bei chinesischen Farmer:innen festgestellt.
Das neuartige Virus wurde bisher vor allem bei chinesischen Farmer:innen festgestellt.Bild: imago / xinhua

Bei Tests an Tieren wurde das Virus vorwiegend in Spitzmäusen entdeckt, wie die Forscher:innen um Wei Liu vom Institute of Microbiology and Epidemiology in Peking berichten. Das Virus sei wahrscheinlich tierischen Ursprungs und trete wohl nur sporadisch bei Menschen auf. Jedoch seien weitere Untersuchungen notwendig, um den Erreger und die damit verbundenen menschlichen Krankheiten besser zu verstehen.

Laut dem stellvertretenden Generaldirektor des Taiwanesischen Zentrums für Seuchenkontrolle, Chuang Jen-hsiang, wird gerade eine Testmethode für das neuartige Virus entwickelt.

(nik/mit Material von dpa)

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