Nerze, die auf einem Bauernhof in Farre im südlichen Teil von Jütland, Dänemark, getötet wurden (Symbolbild).
Nerze, die auf einem Bauernhof in Farre im südlichen Teil von Jütland, Dänemark, getötet wurden (Symbolbild).Bild: Ritzau Scanpix/AP / Mette Moerk

Begrabene Nerz-Kadaver in Dänemark wieder an Erdoberfläche aufgetaucht

26.11.2020, 08:1726.11.2020, 09:47

Millionen Nerze in Dänemark wurden in aller Eile gekeult, weil sie potenziell ein mutiertes Coronavirus in sich trugen. Doch nun sind einige von ihnen unerwartet wieder aufgetaucht: In einem auf einem Militärgelände angelegten provisorischen Massengrab für die Pelztiere wurden die Kadaver aufgrund von Fäulnisgasen wieder an die Erdoberfläche getrieben, wie Bilder des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders DR zeigen.

Nach Angaben der Polizei im westdänischen Holstebro sind die gekeulten Nerze nur noch mit einer dünnen Sand-Kalkschicht bedeckt. Ein Internetnutzer sprach bereits ironisch vom "Jahr der mutierten Zombie-Nerze".

Der Sender DR warf dem dänischen Umwelt- und Landwirtschaftsministerium vor, die Kadaver nicht tief genug begraben zu haben. Das Ministerium sprach hingegen von einem "vorübergehenden Problem", das mit dem Verwesungsprozess der Tiere zusammenhänge. Das Gebiet werden nun Tag und Nacht kontrolliert und aufgetauchte Kadaver erneut mit Erde bedeckt.

Geschlachtete Nerze werden in einem Graben entsorgt.
Geschlachtete Nerze werden in einem Graben entsorgt.Bild: Ritzau Scanpix/AP / Morten Stricker

Die dänische Regierung hatte Anfang November die Keulung der bis zu 17 Millionen Nerze im Land angeordnet, nachdem auf einigen Zuchtfarmen im Norden Jütlands eine mutierte und auf den Menschen übertragbare Form von Sars-CoV-2 entdeckt worden war. Es bestand demnach die Gefahr, dass die Mutation "Cluster 5" künftige Impfungen unwirksam machen könnte. Die Regierung geht inzwischen davon aus, dass das "Cluster 5" wieder "ausgemerzt" werden konnte.

(lau/afp)

Trotz russischer Offensive: Evakuierung von 41 Menschen aus Bachmut geglückt – darunter 18 Kinder
Woche Zwei: Watson-Politikredakteurin Joana Rettig ist seit über einer Woche mit Patrick Münz von der Stuttgarter Organisation STELP in der Ukraine. Sie verteilen Hilfsgüter, sprechen mit Helfenden vor Ort und evakuieren Menschen aus Kriegsgebieten. Ein Protokoll.

Von Mannheim über Lwiw nach Dnipro und weiter nach Mykolajiw. Ganz nah an die Frontlinie im Süden der Ukraine. Das ist die Route von Patrick Münz und Okan Baskonyali. Watson-Politikredakteurin Joana Rettig begleitet die beiden auf ihrer Mission.

Zur Story