Carola Rackete ist kein Fan von Sebastian Kurz.
Carola Rackete ist kein Fan von Sebastian Kurz. Bild: imago images / Eibner Europa/Future Image/getty/watson

Carola Rackete erklärt, warum Sebastian Kurz für sie ein "Öko-Faschist" ist

06.01.2020, 18:58

Österreich wird künftig von einer konservativ-grünen Koalition regiert. "Es ist möglich, gleichzeitig das Klima und die Grenzen zu schützen", sagte der alte und neue Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) über das Bündnis.

  • Die Aktivistin Carola Rackete hatte vergangene Woche auf Twitter diesen Satz aufgegriffen und den österreichischen Politiker scharf kritisiert: "Österreich auf dem Weg zur 'grünen' Festung Europa? Man könnte ein solches Statement ökofaschistisch nennen."
  • Ein Sprecher von Rackete erklärte diese Äußerung nun in einer Stellungnahme gegenüber der "Bild"-Zeitung am Montag ausführlicher: "Wenn Kurz nur an die Gletscher in Österreich denkt und nicht an die globalen Folgen der Erderwärmung, dann könnte man das vielleicht schon Öko-Faschismus nennen."
  • Entweder gelten Menschenrechte für alle "oder sie sind nichts wert".

Kurz als "Baby-Hitler" bezeichnet

Am Wochenende hatte Sebastian Kurz erneut für Aufregung gesorgt. In einem Interview mit der "Bild am Sonntag" hatte der Österreicher behauptet, dass die Zahl der Toten im Mittelmeer durch private Seenotrettung steige. Einen Beleg für diese These, die in der Forschung hoch umstritten ist, lieferte Kurz nicht.

Die Dresdner Organisation Lifeline nannte Kurz daraufhin in Anlehnung auf ein Cover des Satire-Magazins "Titanic" auf Twitter als "Baby-Hitler".

Kapitän und Aktivist bei Lifeline, Claus-Peter Reisch, kritisierte den Tweet im Gespräch mit der "Bild": "Ich distanziere mich von allen unglaublichen Entgleisungen, die dort bei Lifeline zu lesen sind, lehne jede Art von Agitation ab und halte es für maximal schädlich in der Debatte."

(ll)

Polens Ministerpräsident befürchtet Eskalation des Konflikts mit Belarus

Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki befürchtet eine Eskalation des Konflikts mit Belarus. "Die Situation ist derzeit stabil, aber sie wird immer bedrohlicher", sagte Morawiecki der "Bild"-Zeitung vom Donnerstag. "Ich hoffe, alle behalten die Nerven", fügte der polnische Regierungschef vor einem Besuch von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) in Warschau hinzu.

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