Das Bild "Alltagsleben von Soldaten und freiwilligen Verteidigern an der Front der Ostukraine" von der rumänischen Fotojournalistin Ioana Moldovan wird in einem Museum in der Ostukraine ausgestellt.
Das Bild "Alltagsleben von Soldaten und freiwilligen Verteidigern an der Front der Ostukraine" von der rumänischen Fotojournalistin Ioana Moldovan wird in einem Museum in der Ostukraine ausgestellt.Bild: picture alliance / Photoshot
Geschichte

Osten oder Westen? Der Ukraine-Konflikt ist ein Streit um politische Himmelsrichtungen – eine Chronik

Seinen Ursprung fand der Konflikt in der Ukraine 2013, als sich der damalige Präsident weigerte, ein Abkommen mit der EU zu unterzeichnen. Das Volk wurde unzufrieden, Russland zielstrebiger und die NATO hilfloser. Zehntausende Menschen starben. Watson hat den Verlauf des Krieges zusammengefasst.
05.01.2022, 16:1113.02.2022, 10:19

2013

Seinen Ursprung findet der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine in einer Frage der politischen Ausrichtung: Will sich die Ukraine eher Richtung Westen oder Richtung Osten orientieren?

Ende 2013 verweigert der damalige, prorussische Präsident der Ukraine, Wiktor Janukowitsch, die Unterzeichnung des sogenannten Assoziierungsabkommens. Dieses Abkommen hätte die Ukraine stärker an die EU gebunden, denn es hätte eine umfassende Freihandelszone beinhaltet und die Ukraine in Sachen Korruptionsbekämpfung, Sicherheits- und Steuerpolitik der EU angenähert.

Statt dieses Abkommen zu unterzeichnen, orientiert sich Janukowitsch lieber an Russland – und geht ein Abkommen unter russischer Führung ein. Doch der Präsident unterschätzt dabei den Willen vieler Ukrainerinnen und Ukrainer: Die meisten wollen offenbar enger mit dem Westen verbunden sein. Das wird vor allem durch heftige Proteste deutlich, die seit November 2013 in der Ukraine toben.

Mehrere tausend Menschen versammeln sich am 5. Dezember 2013 Maidan in Kiew, um gegen die Regierung zu protestieren.
Mehrere tausend Menschen versammeln sich am 5. Dezember 2013 Maidan in Kiew, um gegen die Regierung zu protestieren.Bild: dpa / Jan A. Nicolas

2014

Januar – Februar

Vor allem auf dem Maidan in Kiew, dem zentralen Platz der ukrainischen Hauptstadt, finden die Demonstrationen statt. Seither wird dieser Platz Euromaidan genannt.

Hunderttausende Menschen nehmen an diesen Protesten teil. Es kommt zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen prowestlichen und prorussischen Teilnehmern und den Sicherheitskräften.

Mehr als 100 Menschen sterben, allein am 20. Februar werden 48 Maidan-Aktivistinnen und Aktivisten getötet.

Ein verletzter Demonstrant auf dem Maidan in Kiew.
Ein verletzter Demonstrant auf dem Maidan in Kiew.Bild: imageBROKER / Florian Bachmeier

Janukowitsch steht allerdings auch schon vor diesen Vorfällen in der Kritik – bei den Vorwürfen handelt es sich einerseits um Korruption, andererseits darum, Oppositionelle zu unterdrücken. Die Proteste brechen nach mehreren Wochen nicht ab – selbst der ukrainische Sicherheitsapparat wendet sich nun von Janukowitsch ab. Er wird als Präsident abgesetzt, taucht zunächst im Osten der Ukraine unter und flieht später nach Russland.

Der russische Präsident Wladimir Putin ordnet eine Militärübung an der Grenze zur Ukraine an. Auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern der neuen ukrainischen Führung.

März – April

Kurz darauf annektiert Russland die Krim, die rechtlich gesehen zur Ukraine gehört. Im März 2014 votiert das Parlament auf der Krim für die Loslösung der Halbinsel von der Ukraine.

Unterstützung bekommt die Ukraine mit ihrer neuen Regierung vom Westen. Sowohl die USA als auch die Europäische Union entsenden Diplomaten, aber auch Soldaten und verurteilen die Handlungen Russlands.

Immer wieder kommt es im Osten der Ukraine zu blutigen Auseinandersetzungen.

Mitte April gibt es ein Krisentreffen in Genf. Vertreter der USA, Russlands, der Ukraine und der EU einigen sich auf eine gemeinsame Erklärung, die eine schrittweise Deeskalation in der Ukraine vorsieht. Illegale bewaffnete Gruppen sollen entwaffnet werden, eine Amnestie für bewaffnete Demonstranten soll in Kraft treten. Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) wollen die Umsetzung überprüfen.

Keine Seite hält sich an die Vereinbarung. Eine Waffenruhe über Ostern beendet die ukrainische Regierung schnell und kündigt neue Vorstöße gegen die prorussischen Separatisten im Osten an.

Die Lage spitzt sich immer weiter zu. Die Gegenparteien bekämpfen sich mit Panzern, die Separatisten halten OSZE-Inspekteure gefangen.

Mai – Juni

Die Lage im Osten der Ukraine verschlimmert sich, immer mehr Gebiete werden von Separatisten eingenommen. Es gibt zahlreiche Tote und Verletzte.

Die gegeißelten OSZE-Inspekteure werden wieder freigelassen.

Wenig später gibt es ein Referendum, also eine Volksbefragung: Soll die Krim an Russland angeschlossen werden? Nach ukrainischem Recht ist diese Wahl illegal – offensichtlich ist sie auch von Russland inszeniert. Nach offiziellen Angaben spricht sich die große Mehrheit für eine Eingliederung in die Russische Föderation aus.

Der Westen, darunter auch die EU-Mitgliedsstaaten, verurteilen die Annexion als völkerrechtswidrig und verhängen wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland.

Auch im Juni gehen die Kämpfe in der Ostukraine weiter.

Ein russischer Soldaten patrouilliert dort, wo kurze Zeit vorher ukrainische Militärtransportflugzeuge von pro-russischen Separatisten abgeschossen wurden. Alle 49 Besatzungsmitglieder der Flugzeuge sterben.
Ein russischer Soldaten patrouilliert dort, wo kurze Zeit vorher ukrainische Militärtransportflugzeuge von pro-russischen Separatisten abgeschossen wurden. Alle 49 Besatzungsmitglieder der Flugzeuge sterben.Bild: picture alliance / abaca / AA

Wieder findet ein G7-Treffen in Brüssel statt, bei dem die Staats- und Regierungschefs der führenden westlichen Industrienationen – erstmals seit 16 Jahren ohne die Beteiligung Russlands – eine Erklärung zur Ukraine-Krise abgeben. Sie schließen weitere und schärfere Sanktionen gegen Russland nicht aus, falls Russland Forderungen etwa zur Sicherung der Gasversorgung oder zur Waffenlieferung an die Separatisten nicht erfüllt.

Der neue ukrainische Präsident Petro Poroschenko bemüht sich um einer Waffenruhe in der Ostukraine. Auch Russland will das – verlangt aber von der Ukraine, dabei den ersten Schritt zu machen.

Das Assoziierungsabkommen, das der ukrainische Ex-Präsident Janukowitsch 2013 noch verweigert hat, schließt Poroschenko nun mit der EU ab.

Russland und die Ukraine beschließen eine Waffenruhe.

Die Halbinsel Krim

Eine feste Landesgrenze zwischen der Krim un der Ukraine zieht Google Maps noch nicht – allerdings weist man mit einer gestrichelten Linie auf Unsicherheiten hin.

Juli – August

Die Waffenruhe zwischen ukrainischen Militär und pro-russischen Separatisten läuft aus. Eigentlich wollte Putin diese verlängern, doch so weit kommt es nicht. Die Kämpfe zwischen dem ukrainischen Militär und prorussischen Separatisten beginnen wieder.

Zwischenzeitlich gibt es immer wieder Annäherungsbemühungen zwischen der Ukraine und Russland – doch diese laufen ins Leere. Die ukrainische Regierung lehnt Verhandlungen mit den Separatisten ab, wenn diese nicht ihre Waffen niederlegen. Hunderte Menschen sterben bei vielen weiteren Gefechten – darunter sind auch viele Zivilisten.

Die USA verhängen weitere Sanktionen gegen Russland. Vor allem ist dabei die Gazprombank betroffen.

Über der Ostukraine wird Flug MH17, ein Passagierflugzeug der Malaysia Airlines, auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur abgeschossen. An Bord sind fast 300 Menschen – alle sterben. Darunter sind 193 Reisende aus den Niederlanden und vier Deutsche. Die Ukraine und Russland schieben sich gegenseitig die Schuld zu.

Die ukrainische Regierung tritt mitten in der Krise zurück. Allerdings wird der Rücktritt wenig später nicht anerkannt. Das ukrainische Parlament lehnt den Rücktritt von Ministerpräsident Arseni Jazenjuk mit großer Mehrheit ab.

Zwischenzeitlich reißen die Kämpfe nicht ein. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch wirft der Ukraine Kriegsverbrechen vor: Das Militär habe Zivilisten in Donezk mit Raketen beschossen.

Die USA und die EU verschärfen indes ihre Sanktionen gegen Russland.

Mehrere Krisentreffen, unter anderem auch zwischen Poroschenko und Putin, laufen ins Leere.

September – Oktober

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko kündigt nach einem weiteren Telefongespräch mit Kremlchef Wladimir Putin eine Waffenruhe an. Putin stellt einen Sieben-Punkte-Plan zur Beendigung der Krise vor.

Die Ukraine will einen mehrstufigen Friedensplan für die Ostukraine unterzeichnen. Erster Schritt: eine Waffenruhe mit den Separatisten. Auch diese sind offenbar zu einer Waffenruhe bereit.

Wenig später vereinbaren Unterhändler der Regierung in Kiew, den prorussischen Separatisten, Russlands und der OSZE im Protokoll von Minsk eine Feuerpause für das Gebiet Donbass. Sie tritt am Abend in Kraft.

Indes werden die Sanktionen gegen Russland weiter verschärft: Darin geht es um weitere Wirtschaftssanktionen und Reiseverbote. Weitere Konten russischer Oligarchen werden eingefroren.

Russland reagiert auf die Sanktionen mit Vorwürfen, die EU würde eine "Kriegspartei" unterstützen. Die Feuerpause in Donbass beginnt, wenige Tage nach Beginn, schon wieder zu bröckeln.

Die ukrainische Regierung und prorussische Separatisten einigen sich bei einem weiteren Treffen in Minsk darauf, eine demilitarisierte Zone im Osten der Ukraine einzurichten.

Trotz Waffenruhe und Aktionsplan gibt es neue Gefechte und Explosionen. Wieder sterben dutzende Menschen.

Alexander Sachartschenko wird in Donezk als Chef der selbsternannten Volksrepublik Donezk vereidigt. Seine Wahl wird international nicht anerkannt.
Alexander Sachartschenko wird in Donezk als Chef der selbsternannten Volksrepublik Donezk vereidigt. Seine Wahl wird international nicht anerkannt.Bild: ITAR-TASS / Pochuyev Mikhail

Prorussische Separatisten kündigen eigene Wahlen in den selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk für den 2. November an. Die Ukraine will diese nicht anerkennen.

Immer wieder gibt es Gefechte in der Ostukraine. Russland zieht indes 17.600 Soldaten aus der Grenzregion zur Ukraine ab.

Am 26. Oktober finden Parlamentswahlen in der Ukraine statt: Die Bürgerinnen und Bürger entscheiden sich für Europa und gegen Links- und Rechtspopulisten.

Um Druck auszuüben, hatte der russische Präsident Putin in den Monaten zuvor immer wieder den Gashahn zugedreht. Ende Oktober verkündet der Kremlchef allerdings eine Einigung im Gasstreit – zumindest für den Winter.

November – Dezember

In den nicht anerkannten, selbsternannten Republiken in Donezk und Lugansk werden Volksvertreter gewählt.

Der ukrainische Präsident Poroschenko sucht nach diesen Wahlen die Konfrontation: Er will weitere Soldaten entsenden, um die Städte im Osten und Südosten des Landes zu schützen. Wieder kommt es zu Kämpfen. Mindestens zwölf Menschen sterben dabei.

Die Waffenruhe in Donezk und Lugansk wird gebrochen. Wieder schieben sich die Parteien gegenseitig die Schuld zu. Russland wirft der Ukraine vor, das Genfer Abkommen, in dem die schrittweise Befriedung festgehalten wurde, gebrochen zu haben.

Im Dezember wird wieder eine Waffenruhe verhandelt und ausgerufen.

Der damalige ukrainische Präsident Petro Poroshenko trifft den damaligen Außenminister Frank-Walter Steinmeier in Kiew.
Der damalige ukrainische Präsident Petro Poroshenko trifft den damaligen Außenminister Frank-Walter Steinmeier in Kiew.Bild: PRESIDENTIAL PRESS SERVICE POOL / Mykola Lazarenko / Pool

2015

Die Waffenruhe hält nicht.

Im Januar greifen ukrainische Regierungstruppen den Flughafen in Donezk an. Auch die Separatisten starten wieder eine Offensive.

Am 2. Februar gibt es erneut Kämpfe, die ein heftiges Blutvergießen mit sich ziehen. Bei den Auseinandersetzungen zwischen pro-russischen Separatisten und Regierungstruppen kommen wieder dutzende Zivilisten ums Leben.

Russland unterstützt die Separatisten weiter mit modernem Kriegsgerät – diese wollen bis zu 100.000 Kämpfer mobilisieren.

Später einigen sich die Konfliktparteien allerdings in einem neuen Abkommen in Minsk auf einen Waffenstillstand im Donbass. Schwere Waffen sollen zudem abgezogen und eine entmilitarisierte Pufferzone eingerichtet werden.

Doch auch dieses Abkommen wird nicht von allen Seiten eingehalten. In der Ostukraine kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen.

Wieder wird über eine entmilitarisierte Zone verhandelt. Im Juli stimmen die Konfliktparteien dieser zu. Eine 30 Kilometer breite Zone im Donbass soll die Eskalation entschärfen.

Indes verlängert die Europäische Union die Wirtschaftssanktionen gegen Russland.

2016

Die Zahl der getöteten Zivilisten steigt im Sommer 2016 stark an. UN-Angaben zufolge sind Opferzahlen für Juni die höchsten seit August 2015 und fast doppelt so hoch wie die Zahlen im Mai 2016.

Im Oktober findet ein Ukraine-Gipfel in Berlin statt. Die Teilnehmer einigen nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Poroschenko auf eine sogenannte Roadmap zu einer Friedenslösung. Die Außenminister Russlands, der Ukraine, Frankreichs und Deutschlands sollen das Dokument demnach bis spätestens Ende November ausarbeiten.

2017

Auch 2017 kommt es wieder zu Kämpfen in der Ostukraine. Diesmal geht es um die Städte Awdijiwka und Makijiwka. Beide Seiten beschießen sich mit schweren Waffen. 15 Menschen sterben, darunter auch wieder Zivilisten. In Awdijiwka ist die Strom- und Wasserversorgung durch die zerstörte Stadt nicht mehr gewährleistet. Zehntausende Menschen stehen bei eisigen Temperaturen vor dem Nichts. Im Februar wird daher eine Evakuierung von tausenden Zivilisten eingeleitet.

Wirtschaftssanktionen gegen Russland werden indes weiter fortgeführt und verschärft.

2018

Wieder eskaliert der Konflikt: Die russische Küstenwache verweigert im November Patrouillenbooten der ukrainischen Marine die Durchfahrt durch eine Meerenge vor der Halbinsel Krim. Dabei rammt sie auch eines der Schiffe. Drei ukrainische Schiffe werden beschlagnahmt. Drei ukrainische Marinesoldaten werden angeschossen.

Russland gibt wieder der Ukraine die Schuld: Die ukrainischen Boote hätten ohne Genehmigung "gefährliche Manöver" durchgeführt und nicht auf die Forderungen der russischen Behörden reagiert.

Das Kriegsrecht wird für 30 Tage vom ukrainischen Präsidenten Poroschenko im Asowschen Meer verhängt.

2019

Der ehemalige ukrainische Präsident Wiktor Janukowitsch wird von einem Gericht in Kiew des Hochverrats schuldig gesprochen. Es sei erwiesen, dass er Russland Beihilfe zur Führung eines Angriffskrieges geleistet habe, heißt es in dem Urteil. Das Strafmaß: 13 Jahre Haft. Allerdings ist Janukowitsch bereits vor Jahren in Russland untergetaucht, die Strafe wird er wohl nie absitzen.

Wiktor Janukowitsch im Jahr 2017 bei einer Pressekonferenz in Moskau.
Wiktor Janukowitsch im Jahr 2017 bei einer Pressekonferenz in Moskau.Bild: Russian Look / Komsomolskaya Pravda

Im April wird der neue ukrainische Präsident gewählt. Der Schauspieler und Komiker Wolodymyr Selenskyj gewinnt gegen Poroschenko.

Selenskyjs erste Amtshandlung: Er löst das Parlament auf. Neuwahlen könne es schon in zwei Monaten geben, sagt er bei seiner Antrittsrede.

Das Normandie-Format wird ins Leben gerufen: Im Dezember treffen sich die Regierungschefs der Ukraine, Russlands, Deutschlands und Frankreichs in Paris. Deutschland und Frankreich wollen zwischen den Konfliktparteien vermitteln: Es werden konkrete Schritte zur Beilegung des Konflikts festgesetzt. Darunter eine konsequente Umsetzung des Waffenstillstands, der weitere Rückzug von Militärs und der Austausch von Kriegsgefangenen.

Noch im selben Jahr werden 200 Gefangene ausgetauscht.

Schon 2017 werden erste Gefangene ausgetauscht.
Schon 2017 werden erste Gefangene ausgetauscht.Bild: ZUMA Wire / Serg Glovny

2020

Schon kurze Zeit nach dem Hoffnungsschimmer von Paris gibt es wieder Grund zur Sorge: Russland wirft der Ukraine vor, zu wenig für eine Umsetzung der Vereinbarungen von Paris zu tun. Der russische Vizeaußenminister Andrej Rudenko droht, ein weiteres Treffen im Normandie-Format platzen zu lassen.

Erneut wird beiderseitig gegen eine neu vereinbarte Waffenruhe verstoßen.

Im April wird ein weiterer Gefangenenaustausch vorbereitet, der im Herbst durchgeführt wird.

Auf dem EU-Ukraine-Gipfeltreffen versichert die EU der Ukraine erneut ihre unerschütterliche Unterstützung für die Unabhängigkeit, Souveränität und territoriale Unversehrtheit des Landes. Sie verurteilt die rechtswidrige Annexion der Krim und Sewastopols durch Russland, die Militarisierung der Halbinsel und die Verschlechterung der Menschenrechtslage in Gebieten, die nicht unter der Kontrolle der ukrainischen Regierung stehen.

Mehr als 13.000 Menschen sind nach UN-Schätzungen im Donbass seit 2014 bei Kämpfen zwischen ukrainischen Regierungstruppen und den von Russland unterstützten Separatisten getötet worden.

Nach massiver Kritik: Annalena Baerbock bezieht Stellung zum Kampf der Iranerinnen

Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hatte schon vor Beginn ihrer Amtszeit die feministische Außenpolitik in den Mittelpunkt ihrer Arbeit gestellt. Wenn es Frauen auf der Welt schlecht geht, sie weniger Rechte haben oder sie um ihr Leben fürchten müssen, dann geht es allen auf der Welt schlecht, ist ihre Devise.

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