Bild: www.imago-images.de

Boris Johnson gewinnt 2. Runde im Rennen um Theresa Mays Nachfolge

18.06.2019, 19:1318.06.2019, 19:31

Boris Johnson hat seine Führung im Rennen um die Nachfolge von Theresa Johnson zementiert. Im zweiten Wahlgang am Dienstag im Prozess zur Suche des neuen Tory-Chefs erreichte der Ex-Außenminister 126 der 313 Stimmen aus der Tory-Fraktion und zieht damit als haushoher Favorit in die nächste Wahlrunde am Mittwoch.

Ex-Brexitminister Dominic Raab schafft es nicht in die nächste Runde. Er bekam nur 30 Stimmen aus der Tory-Fraktion im Unterhaus, 33 wären nötig gewesen.

Eine Runde weiter sind Außenminister Jeremy Hunt, Umweltminister Michael Gove, Innenminister Sajid Javid sowie Überraschungskandidat Rory Stewart.

So geht es jetzt weiter:

Johnson muss sich nun am Abend in einer TV-Debatte im BBC-Fernsehen den anderen Kandidaten stellen. Bisher hatte sich der für seine verbalen Fehltritte berüchtigte Johnson auffällig zurückgehalten. Er gilt jedoch als kaum noch zu schlagen. Gefährlich werden könnte ihm Spekulationen zufolge allenfalls noch Stewart, der sich als Stimme der Vernunft und Kandidat der Mitte positioniert hat.

Johnson war einer der Wortführer für den Brexit vor der Volksabstimmung im Jahr 2016. Die Briten hatten sich damals mit knapper Mehrheit für den EU-Austritt ausgesprochen.

Bis Donnerstag soll die Zahl der Bewerber in weiteren Wahlrunden, bei denen jeweils der Letztplatzierte rausfliegt, von der Fraktion auf zwei reduziert werden. Wer von den beiden Parteichef und damit Premierminister wird, sollen dann die rund 160.000 konservativen Parteimitglieder entscheiden.

Umfragen zufolge ist Johnson an der Basis unangefochtener Spitzenreiter. Viele trauen ihm zu, enttäuschte Brexit-Wähler, die sich von den Tories abgewendet haben, zurückzugewinnen. Bis zur Woche vom 22. Juli soll feststehen, wer neuer Regierungschef in Großbritannien wird.

(ll/dpa)

Transit nach Kaliningrad: Warum Russland seinen Willen bekommen könnte und Litauen nun angefressen ist

Russland ist stinkig. Dass der russische Präsident Wladimir Putin, der seit Februar einen Angriffskrieg in der Ukraine führt, ein Problem mit dem Westen hat, ist nicht neu. Gerade aber stört ihn ganz besonders ein EU-Mitgliedsstaat: Litauen.

Zur Story