"Die Schlampe lügt'" – Chris Brown streitet Vergewaltigungsvorwurf ab

23.01.2019, 10:1323.01.2019, 15:29

US-Rapper Chris Brown ist in Paris wegen Vergewaltigungsverdachts vorübergehend festgenommen worden, sei nach einem Verhör am Dienstag aber wieder freigelassen worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Ein Verfahren gegen Brown sei zunächst nicht eingeleitet worden. Die Untersuchungen in dem Fall dauerten aber an. Eine Frau hatte Brown beschuldigt, sie gemeinsam mit einem Freund und seinem Leibwächter missbraucht zu haben.

Auf Instagram pochte der Sänger auf seine Unschuld. Er postete mehrere Schlagzeilen aus Medien, die besagten, dass er freigelassen wurde und kein Verfahren gegen ihn laufe. Außerdem stellte er ein Bild online, auf dem stand: "This Bitch lyin'".

"Die Schlampe lügt"

Darunter schrieb Brown, er wolle ausdrücklich klarstellen, dass die Anschuldigungen falsch sind und seinem Charakter und seiner Moral widersprächen. Der Post ist inzwischen gelöscht.

Nach Angaben der Frau soll sich die Gruppenvergewaltigung in der Nacht zum 16. Januar in einem Hotel im Zentrum der Stadt ereignet haben. Die 25-Jährige hatte nach eigenen Angaben zuvor mit dem Musiker und weiteren Frauen in einem Club der französischen Hauptstadt gefeiert und ihn dann zum Hotel begleitet. Browns Anwalt Raphael Chiche erklärte, sein Mandant beteuere "energisch" seine Unschuld und wolle eine Verleumdungsklage einreichen.

Brown hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Ärger mit der Justiz. 2009 wurde er von einem kalifornischen Gericht wegen eines Angriffs auf seine damalige Freundin, R&B-Star Rihanna, zu fünf Jahren Haft auf Bewährung und 180 Tagen gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Seine Prügelattacke sorgte damals weltweit für Schlagzeilen: Der Rapper hatte kurz vor der Grammy-Verleihung im Streit so schwer auf Rihanna eingeprügelt, dass sie ihren Auftritt bei der Gala absagen musste. Polizeifotos der verletzten Rihanna gingen um die Welt.

2014 bekannte Brown sich schuldig, in Washington einen Fan angegriffen zu haben. Zwei Jahre später wurde er von zwei Frauen in Las Vegas und Los Angeles wegen Gewalttaten angezeigt.

Vor der Prügelattacke, die öffentlich wurde: Chris Brown und Rihanna bei einem Spiel der LA Lakers
Vor der Prügelattacke, die öffentlich wurde: Chris Brown und Rihanna bei einem Spiel der LA Lakersimago

(dpa/afp)

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