Viele Kinder weltweit werden wie Sklaven behandelt.
Viele Kinder weltweit werden wie Sklaven behandelt.Bild: dpa / Eduardo Verdugo

Corona-Pandemie drängt hunderttausende Kinder in die Kinderarbeit

25.03.2021, 08:09

Die Corona-Pandemie drängt nach den Worten von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hunderttausende Kinder weltweit in die Kinderarbeit. "Das ist moderne Sklaverei", sagte Müller der Zeitung "Augsburger Allgemeine" (Donnerstagsausgabe). Dabei gehöre Sklaverei "schon lange in die Geschichtsbücher und nicht in eine globalisierte Welt".

Müller äußerte sich anlässlich des Tags zum Gedenken an die Opfer der Sklaverei. "Die bittere Realität ist: Über 70 Millionen Kinder schuften unter ausbeuterischen Bedingungen, auf den Kakao- und Kaffeeplantagen Afrikas, in Fabriken und Minen – auch für unseren Wohlstand", sagte er.

Gerd Müller hofft auf das neue Lieferkettengesetz

Das von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Lieferkettengesetz könne beitragen, die Verhältnisse zu ändern. Es lege verbindliche Standards zur Einhaltung von Menschenrechten in den Lieferketten fest. "Eine gerechte Globalisierung ist die soziale Frage des 21. Jahrhunderts", betonte Müller.

(lfr/afp)

EU-Beitrittsgesuch der Ukraine: Was bedeutet das für den Krieg und für uns?

Es war Ende Februar, nur wenige Tage nach dem russischen Einmarsch, als der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den Antrag auf EU-Mitgliedschaft unterzeichnete. Schon damals zeigte sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) zuversichtlich, dass ein Beitritt realisiert werden könnte. Knapp zwei Monate später übergibt Selenskyj den Fragebogen, der die Grundlage für Beitrittsgespräche darstellt, an die Europäische Union. Eine Antwort wird im Juni erwartet.

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