Der US-Sender NBC zeigte dieses Foto, das den Bin-Laden-Sohn Hamsa zeigen soll.
Der US-Sender NBC zeigte dieses Foto, das den Bin-Laden-Sohn Hamsa zeigen soll.nbc

Bin-Laden-Sohn soll offenbar tot sein: Er hatte mehrfach die USA bedroht

31.07.2019, 23:2001.08.2019, 06:21

Erst im Februar hatten die USA eine Million US-Dollar Belohnung auf Hinweise zum Aufenthaltsort von Hamsa Bin Laden, dem Sohn des Al-Kaida-Gründers Osama Bin Laden, ausgesetzt.

  • Nun hat die US-Regierung laut einem Medienbericht Hinweise auf den Tod eines Sohnes von Al-Kaida-Gründer Osama bin Laden erhalten. (NBC)
  • Hamsa habe sich "zu einem der Anführer" des Terrornetzwerks Al-Kaida entwickelt, erklärte das Außenministerium noch im Frühjahr.
  • Es lägen Geheimdienstinformationen vor, wonach Hamsa bin Laden tot sei, berichtete der US-Sender NBC am Mittwoch unter Berufung auf drei namentlich nicht genannte Regierungsvertreter.

US-Präsident Donald Trump lehnte eine Stellungnahme ab. "Ich möchte das nicht kommentieren", sagte er auf Nachfrage von Journalisten im Weißen Haus.

In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Gerüchte gegeben, wonach sich Hamsa bin Laden in Pakistan, Afghanistan, Syrien oder dem Iran versteckt halte. Er galt als möglicher Nachfolger von Al-Kaida-Anführer Aiman al-Sawahiri.

Hamsa Bin-Laden und Al-Kaida
Al-Kaida-Gründer Osama bin Laden war 2011 von US-Sondereinsatzkräften in seinem Versteck in Pakistan aufgespürt und getötet worden. Hamsa bin Laden ist das 15. von etwa 20 Kindern bin Ladens und Sohn von dessen dritter Frau.

In den vergangenen Jahren tauchte Hamsa bin Laden verstärkt in der Al-Kaida-Propaganda auf. So verbreitete das Terrornetzwerk zum 16. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 eine Fotomontage, die die Gesichter von Osama und Hamsa bin Laden in den Flammen des New Yorker World Trade Centers zeigt.

2015 rief Hamsa bin Laden die Dschihadisten in Syrien in einer Audiobotschaft zur Einheit auf, die zur "Befreiung Palästinas" führen werde. Im gleichen Jahr drohte er mit Anschlägen in den USA, Europa und aller Welt, um die Tötung seines Vaters zu rächen. Auch rief er zum Sturz der Monarchie in Saudi-Arabien auf, dem Heimatland seiner Familie.

(pb/afp)

Proteste in Kasachstan: Regierung spricht von 26 getöteten "bewaffneten Kriminellen"

Bei den gewaltsamen Proteste in Kasachstan haben die Sicherheitskräfte nach Angaben der Regierung 26 "bewaffnete Kriminelle" getötet. 18 weitere seien in den vergangenen Tagen verletzt worden, teilte das Innenministerium am Freitag mit. Alle Regionen des Landes seien "befreit und unter verstärkten Schutz gestellt" und landesweit 70 Kontrollpunkte errichtet worden. Präsident Kassym-Schomart Tokajew erklärte, die verfassungsmäßige Ordnung sei "in allen Regionen weitgehend wiederhergestellt". Die Einsätze der Sicherheitskräfte würden "bis zur vollständigen Vernichtung" militanter Gruppen fortgesetzt.

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