Waldbrände in Portugal zerstören ein Gebiet so groß wie Düsseldorf

10.08.2018, 09:51

Feuerwehrleute und Soldaten kämpfen in der portugiesischen Urlaubsregion Algarve seit mehr als einer Woche gegen riesige Waldbrände. Schon jetzt wurden Wälder auf einer Fläche zerstört, die knapp größer ist als Düsseldorf.

In einem Umkreis von hundert Kilometern wurden die Flammen immer wieder durch Winde angefacht. Mit Löschflugzeugen und Hubschraubern versuchten die Einsatzkräfte, dagegen zu halten. Bereits jetzt sind 23.000 Hektar Eukalyptus- und Pinienwälder verbrannt.

1 / 14
Waldbrände in Portugal
quelle: andré vidigal/imago stock&people / andrã© vidigal/imago stock&people
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Die Lage entspannt sich

Der Bürgermeister des Ortes Monchique, Rui Andre, erklärte jedoch am Donnerstagabend, in seiner Region habe sich die Lage etwas entspannt. Er warnte allerdings davor, sich in Sicherheit zu wiegen. Der Wind könne wieder aufkommen und Brände anheizen. In der Gegend um Monchique waren die Feuer am vergangenen Freitag ausgebrochen.

Jüngsten Angaben der Zivilschutz-Sprecherin Patricia Gaspar zufolge wurden seitdem 36 Menschen verletzt, einer davon schwer. 19 der Verletzten waren Feuerwehrleute.

Rauchwolken über Touristen-Stränden

In Ortschaften nahe der mittelalterlichen Stadt Silves, auf die sich die Feuerwalze zubewegte, evakuierten Feuerwehrleute und Polizisten in der Nacht zum Donnerstag Häuser. Silves ist nur zehn Kilometer von dem vor allem bei Deutschen und Briten beliebten Badeort Portimão entfernt.

Am Donnerstagnachmittag beruhigte sich die Lage an der Feuerfront etwas, sodass die Bewohner wieder in ihre Häuser zurückkehren konnten. Sie waren vorübergehend in Schulen, Sporthallen und Empfangszentren untergekommen.

Über Stränden des beliebten Touristengebiets türmten sich tagsüber zeitweise schwarze Rauch- und Rußwolken auf. Die Brände hinterließen eine Spur der Verwüstung: verbrannte Wälder, verkohlte Häuser und Autowracks.

(fh/dpa)

Auch in Griechenland wüteten Brände:

Gefährliche Evakuierungs-Aktionen: Warum manche Menschen nicht mitwollten
Woche Zwei: Watson-Politikredakteurin Joana Rettig ist seit über einer Woche mit Patrick Münz von der Stuttgarter Organisation STELP in der Ukraine. Zusammen mit anderen verteilen sie Hilfsgüter, sprechen mit Helfenden vor Ort und evakuieren Menschen aus Kriegsgebieten. Ein Protokoll.

Von Mannheim über Lwiw nach Dnipro und weiter nach Mykolajiw. Ganz nah an die Frontlinie im Süden der Ukraine. Das ist die Route von Patrick Münz und Okan Baskonyali. Watson-Politikredakteurin Joana Rettig begleitet die beiden auf ihrer Mission.

Zur Story