Ein Weißes Haus und ein weißes Weißes Haus.
Ein Weißes Haus und ein weißes Weißes Haus. Bild: Screenshot Twitter

Zwei Fotos zeigen, wie sehr sich Trump und Obama unterscheiden

11.06.2020, 15:57

Es sind zwei auf den ersten Blick unverdächtige Bilder, die sich gerade bei Twitter rasant verbreiten. Das eine zeigt eine Abschlussklasse mit Praktikanten im Weißen Haus der Obama-Regierung – das andere eine ähnliche Abschlussklasse unter der Trump-Regierung.

Schon beim zweiten Blick fällt auf: Der Anteil Schwarzer und People of Colour in der einen Aufnahme geht gegen null (am linken Rand der Aufnahme aus dem Trump-Weißen-Haus sind zwei PoC zu erkennen) – während in der anderen das Verhältnis zwischen Weißen und Schwarzen/PoC ungefähr gleich ist.

Die Geschichte zweier Präsidenten

Die Aufnahmen und auch deren Gegenüberstellung sind nicht neu. 2018 schon hatte der US-Diplomat James Costos einen ähnlichen Tweet abgesetzt. Auch der Vorwurf, die Trump-Regierung sei "farbenblind" wird in beiden Tweets erhoben.

Neu ist hingegen die Verbreitung, die diese Gegenüberstellung erfährt. Costos Tweet brachte es in mehr als zwei Jahren auf 1586 Likes und 850 Retweets. Fernand R. Amandi hingegen schaffte schon innerhalb eines Tages 155.000 Retweets und fast eine halbe Million Likes.

Es zeigt sich: Die USA reden aktuell – noch immer unter dem Eindruck des Tods von George Floyd – offenbar noch mehr über Rassismus und Ungleichbehandlung von Weißen und Schwarzen/PoC, als das 2018 der Fall war.

Nutzer finden Unterschiede zwischen Obama und Trump

Auch der Reaktionen unter dem Tweet Amandis sprechen in dieser Hinsicht Bände. User kommentierten ihrerseits Bild-Gegenüberstellungen darunter. Auf einer ist US-Präsident Barack Obama zu sehen, wie er Hand in Hand mit seiner Familie einen Protestmarsch anführt, während Trump alleine und umringt von Sicherheitskräften gezeigt wird.

Die Kritik bei Amandi und den anderen Nutzern aus seiner Twitter-Blase scheint einhellig: Obama war Präsident aller US-Bürger – Trump ist vor allem sein eigener Präsident.

Diese Kritik teilen freilich nicht alle US-Amerikaner. Bei seiner überwiegend weißen Wählerschaft ist der Präsident nach wie vor beliebt. Auch wenn, bedingt durch die hohe Arbeitslosigkeit und den von Covid-19 verursachten wirtschaftlichen Schäden, hier und da der Rückhalt schwindet, wie Umfragen zeigen.

(pcl)

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Bei Vorwahlen im US-amerikanischen Bundesstaat Wyoming könnte die konservative Republikanerin Liz Cheney und erbitterte Widersacherin von Ex-Präsident Donald Trump am Dienstag ihren Sitz im US-Kongress verlieren. Allgemein wird damit gerechnet, dass die von Trump unterstützte Gegenkandidatin Harriet Hageman die Vorwahl gewinnt und damit am 8. November bei den Zwischenwahlen (Midterms) zum Kongress antritt.

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