"Wir werden sie vermissen" – Die UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley, ist zurückgetreten

09.10.2018, 16:2609.10.2018, 20:42

Nikki Haley, UN-Botschafterin der USA, ist überraschend zurückgetreten. 

Bild: REUTERS/Jeenah Moon

Haley werde ihr Amt zum Jahresende niederlegen, sagte US-Präsident Donald Trump am Dienstag nach einem Treffen mit der Botschafterin im Weißen Haus. In der Ankündigung zum Treffen hatte der US-Präsident Haley als seine "Freundin" bezeichnet.

Haley habe ihm bereits vor rund sechs Monaten angekündigt, dass sie zum Jahresende – rund zwei Jahre nach Trumps Amtsübernahme – eine Pause einlegen wolle. "Sie hat einen fantastischen Job gemacht und wir haben zusammen einen fantastischen Job gemacht."

Eine "einmalige Ehre"

Haley dankte dem Präsidenten. "Es war eine einmalige Ehre im Leben." Trump sagte, er freue sich für Haley, sei aber traurig, sie als seine Botschafterin bei den Vereinten Nationen zu verlieren. "Wir werden Sie vermissen." Trump sagte, es gebe mehrere Anwärter für den Posten. Voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen werde er einen Nachfolger verkünden. 

Derzeit noch keine neue Aufgabe

Haley sagte, sie habe derzeit keine konkreten Pläne für eine neue Aufgabe. Die Arbeit als Uno-Botschafterin der USA sei eine grosse Ehre für sie gewesen. "Es war ein Segen." Haley fügte hinzu: "Die USA sind wieder stark. Das sollte alle Amerikaner stolz machen." Haley betonte: "Andere Länder mögen vielleicht nicht immer, was wir tun. Aber sie respektieren, was wir tun."

Es seien sehr intensive Jahre gewesen, sagte Haley. Es sei wichtig zu verstehen, wann es an der Zeit sei, zur Seite zu treten und die Aufgabe an jemand anderen zu übergeben. "Es war ein Segen, jeden Tag in die Uno zu gehen - in einer Rüstung, um Amerika zu verteidigen."

Haley galt als eine der engsten Vertrauten von US-Präsident Donald Trump. 

Seit Trumps Amtsantritt im Januar 2017 ist es zu zahlreichen prominenten Personalwechseln in der US-Regierung gekommen. Haley hatte im vergangenen Monat in einem Beitrag für die "Washington Post" geschrieben, sie stimme nicht in allen Punkten mit Trump überein. Sie sei aber stolz, seiner Regierung zu dienen.

(mit watson.ch)

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