US-Präsident Donald Trump gibt als Vorsitzender im UN-Sicherheitsrat den Ankläger.
US-Präsident Donald Trump gibt als Vorsitzender im UN-Sicherheitsrat den Ankläger.Bild: FR61802 AP

US-Wahl – Trump wirft China (nicht Russland) Einflussnahme vor

26.09.2018, 21:2126.09.2018, 22:41

Der Ort der Anklage war ungewöhnlich. Zumindest für Diplomaten. Nicht aber für Donald Trump. Der US-Präsident saß am Mittwoch dem UN-Sicherheitsrat vor und holte gegen China aus. Er beschuldigte das Land, die Wahlen zum Kongress im November beeinflussen zu wollen.

Der Vorwurf des Präsidenten

"China hat versucht, die Wahlen zu untergraben. Zum Nachteil meiner Regierung."
Donald Trump

"Die Chinesen wollen nicht, dass ich die Wahl gewinne, weil ich der erste US-Präsident bin, der China erfolgreich angeht", sagte Trump mit Blick auf seine Strafzölle im Handelskonflikt mit China. Beweise indes legte er keine vor. 

Trump muss sich in den USA Nachforschungen eines Sonderermittlers der Justiz stellen, der den möglichen Einfluss von russischen Hackern auf die Präsidentschaftswahl 2016 untersucht. Enge Vertraute des Präsidenten hatte zuletzt auch Trump beschuldigt, über die Angriffe informiert gewesen zu sein. Der Präsident bestreitet das. 

Chinas Außenminister Wang Yi änderte im Sicherheitsrat kurzerhand seine Rede und wies Trumps Vorwürfe am Mittwochabend zurück. Das Land halte sich an das geltende Völkerrecht und achte das Gebot, sich nicht in innere Angelegenheiten eines anderen Staates einzumischen.

(dpa, afp, rtr)

Doha-Abkommen: Der Abzug der Truppen aus Afghanistan unter der Lupe

In Afghanistan herrscht aktuell eine der größten humanitären Notlagen dieser Welt. Seit der Machtübernahme der Taliban am 15. August 2021 hat sich die Situation in dem Land dramatisch geändert: Nicht nur die rechtliche Lage der Frauen ist verheerend. Menschen, die damals die Bundeswehr unterstützten, sind großen Gefahren ausgesetzt. Zudem hat das Land mit Armut und Hunger zu kämpfen.

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