Bild: AP

Sexuelle Belästigung: Zweite Frau erhebt Vorwürfe gegen Trumps Richterkandidaten

24.09.2018, 06:1524.09.2018, 08:21

Eine weitere Frau beschuldigt den Supreme-Court-Kandidaten Brett Kavanaugh, dass er sie vor vielen Jahren sexuell belästigt haben soll. Eine frühere Kommilitonin Kavanaughs an der Universität Yale sagte dem Magazin "The New Yorker", Kavanaugh habe sie Anfang der 80er Jahre bei einer kleinen Party mit anderen Studenten belästigt. Er soll sich in der Runde plötzlich vor ihr ausgezogen und ihr seinen Penis entgegengestreckt haben.

  • Zuerst warf die Psychologie-Professorin Christine Blasey Ford aus Kalifornien Kavanaugh vor, er habe sie vor mehr als 30 Jahren am Rande einer Schülerparty versucht zu vergewaltigen.
  • Kavanaugh weist Fords Vorwürfe vehement zurück.
  • Am Donnerstag sollen Kavanaugh und Ford vor dem Justizausschuss des US-Senats zu den Anschuldigungen aussagen.
  • US-Präsident Donald Trump hatte den Richter im Juli für den Supreme Court vorgeschlagen.

Der Vorfall habe sie lange verstört, sagte die heute 53-Jährige Deborah Ramirez dem Magazin. Damit an die Öffentlichkeit zu gehen, falle ihr schwer. Sie hoffe aber, dass ihre Geschichte auch jene von Christine Blasey Ford stütze.

Kavanaugh wehrte sich umgehend gegen die Anschuldigungen von Ramirez. In einer schriftlichen Stellungnahme bezeichnete er diese am Sonntagabend (Ortszeit) als Verleumdung und erklärte: "Dieser angebliche Vorfall vor 35 Jahren hat nicht stattgefunden." Er freue sich darauf, am Donnerstag vor dem US-Senat zu den Anschuldigungen auszusagen und seinen "guten Namen" zu verteidigen.

Auch das Weiße Haus sah sich zu einer Stellungnahme bemüßigt und bezeichnete die Anschuldigungen als Verleumdungskampagne. Man stehe voll und ganz hinter Kavanaugh.

(aj/dpa/afp)

Keine EU-Lösung für Umgang mit russischen Kriegsdienst-Verweigerern

Fast sieben Monate nach Beginn des russischen Angriffskrieges konnte Kiew in einer großen Gegenoffensive weite Gebiete im Osten und Süden der Ukraine zurückerobern. Russland hat darauf mit einer Teilmobilisierung seiner Bevölkerung reagiert und will so 300.000 Reservisten in den Krieg schicken.

Zur Story