Die beiden Präsidenten Trump und Snow.
Die beiden Präsidenten Trump und Snow.imago/trailer/collage
International

12 Trump-Videos, die das Weiße Haus im Style von "The Hunger Games" inszeniert hat

09.05.2018, 15:4309.05.2018, 16:53

Die Musik stimmt, die Stimme brummt tief, sie schafft Vertrauen. Ein Mann Eine Institution gibt den Weg vor. Der Präsident führt sein Land durch einen epischen Moment in der Geschichte. Gemeinsam gegen das Böse, das ist die Botschaft.

So macht es Präsident Snow im Kinofilm zu "The Hunger Games":

Amerikanische Politik inszeniert ihre Protagonisten bekanntlich gerne und viel. Schon die Komödie "Wag the Dog" nahm das im Jahr 1997 aufs Korn. Sie zeigte, wie ein Präsident mit Hilfe von Musik und TV-Produktionen einfach mal einen Krieg erfand, um von einem Seitensprung vor der Wahl abzulenken. (Eine Anspielung auf die Affäre des damaligen Präsidenten Bill Clinton und seiner Praktikantin Monica Lewinsky)

Ob Präsident Trump diesen Film wohl gesehen hat?

Das Weiße Haus betreibt solche Inszenierungen noch immer. Ob jetzt Fakten erfunden werden wie im Film, lassen wir mal dahingestellt. Aber auch mit seinen emotionalen Videos hat Capitol Hill auf Twitter einen dankbaren Abnehmer gefunden. Die Absage an den Iran ist nur ein Beispiel. Mittlerweile wird regelmäßig gepostet.

Meistens geht es um heroische Videos des Präsidenten (und seiner First Lady). Um Staatsbesuche, um Feiertage, um Sport. Immer lassen die kurzen Clips den US-Präsidenten in einem bestimmten Licht da stehen. Sie erzählen eine Heldengeschichte über einen Mann, der alles im Griff hat.

In Deutschland wäre solch eine Einflussnahme undenkbar. In den USA ist sie Alltag. Hier 11 Beispiele für pathetische Propaganda-Clips aus dem Weißen Haus, keine zwei Monate alt und garantiert quer durch alle Themen. Mit epischer Musik und wortgewaltig: 

Nur zur Erinnerung: So sieht die Wahrheit über das Ämter-Chaos im Weißen Haus aus:

Nur mal zum Vergleich: Solche Videos postete das Weiße Haus während der  Obama-Regierung:

Russische Frauen berichten: "Fernsehsender sagen, dass alles perfekt ist"
Die Aussagen zweier Ehefrauen von russischen Soldaten in einem Interview mit der "Washington Post" zeigen, wie die Propaganda in Russland verfängt – und sie erneuern die Darstellung einer Armee, in der vieles nicht nach Plan läuft.

Ende Oktober ruft ihr Ehemann Irina Sokolowa aus einem Wald in der Ukraine an. "Sie lügen im Fernsehen", erzählt er ihr mit weinerlicher Stimme und meinte damit die Propagandisten des staatlichen russischen Fernsehens. Dort werden russische Rückschläge in der Ukraine heruntergespielt, der Krieg mit kruden Narrativen einer großen westlichen Bedrohung Russlands durch die Vereinigten Staaten und Europa legitimiert.

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