Bild: The News & Observer

Sturmausläufer von Hurrikan "Florence" treffen auf US-Küste – Tausende wappnen sich

13.09.2018, 20:5814.09.2018, 05:36

Mit peitschendem Regen und Windgeschwindigkeiten von mehr als 150 Kilometern pro Stunde hat Hurrikan "Florence" noch vor seinem eigentlichen Auftreffen die US-Ostküste heimgesucht. 

  • Als eine der ersten Gegenden wurde der Nationalpark Outer Banks getroffen, eine dem Festland vorgelagerte Insel im Bundesstaat North Carolina.
  • Auch New Bern wurde von einer Sturmflut getroffen. Erste Flüsse traten über die Ufer, Uferstraßen wurden überspielt. In etlichen Haushalten fiel bereits der Strom aus.
  • Die Situation werde sich in den nächsten Stunden und Tagen drastisch verschlechtern, sagten die Meteorologen voraus.
  • ach Angaben des Nationalen Hurrikan-Zentrums in Miami bewegte sich der Wirbelsturm extrem langsam mit nicht einmal zehn Kilometern pro Stunde auf die Küstenregion um die Stadt Wilmington (North Carolina) zu. Dies bedeutet, dass das Zentrum des Sturms mit starkem Wind und ergiebigen Regenfällen lange über der Küstenregion bleiben dürfte.
  • Die Experten rechnen damit, dass sich die Wasserlast von "Florence" bis zu vier Tage lang auf das Land ergießt.
  • Wichtiger als die auf Kategorie 2 heruntergestufte Stärke des Sturms und der genaue Ort des Eintreffens sind für die Experten inzwischen jedoch sein Ausmaß und die erwarteten Folgen.

Die Behörden rechnen damit, dass insgesamt fünf Millionen Menschen in einem riesigen Einzugsgebiet im gesamten Südosten der USA von Überschwemmungen betroffen sein könnten. Sturmfluten, die vom Ozean in die Flüsse und damit ins Hinterland drängen sowie ergiebiger Regen mit Billionen Litern Wasser könnten gemeinsam große zerstörerische Kraft entfalten.

Vorsorglich wurden am Donnerstag die beiden Blöcke des Atomkraftwerks Brunswick abgeschaltet.

 

3 Fakten über den Sturm – und warum er auch für Donald Trump gefährlich werden kann:

Welche Gefahren drohen?

Nach Angaben der Behörden handelt es sich um "einen der stärksten Hurrikane der vergangenen Jahrzehnte". Die Behörden warnten vor lebensgefährlichen meterhohen Überschwemmungen und Sturzfluten, massiven Regenfällen sowie wochenlangen Stromausfällen und Straßenblockaden. Der Gouverneur von North Carolina warnte davor, dass die Sturmfluten bis zu vier Meter Höhe erreichen könnten. Bis Montag könnten in gewissen Gebieten fast 200 Liter Niederschlag pro Quadratmeter niedergehen.

Jeff Byard von der US-Katastrophenschutzbehörde Fema mahnte die Bevölkerung, die Warnungen ernst zu nehmen, "Florence"  werde kein bloßes Lüftchen sein. Der Hurrikan werde zwar über Land schnell an Kraft verlieren, starken Regen aber auch in Gebiete bringen, die nicht an der Küste liegen. Es sei absehbar, dass der Sturm die Stromversorgung unterbrechen, Häuser zerstören und Straßen und Brücken beschädigen werde.

Die Energieversorger in North- und South Carolina warnten vor Stromausfällen.

So sieht Astronaut Alex Gerst den Sturm:

Ein Land macht mobil

Mehr als zehn Millionen Menschen aus drei Bundesstaaten leben laut dem US-Wetterdienst im Gefahrengebiet. Für insgesamt rund 1,7 Millionen Bewohner der Bundesstaaten North Carolina, South Carolina und Virginia galten Evakuierungsanordnungen oder -empfehlungen.

Der Notstand wurde am Mittwoch auch für den weiter südlich gelegenen Staat Georgia ausgerufen. In den vergangenen Tagen hatten die örtlichen Behörden zudem bereits den Notstand für die Hauptstadt Washington und den dort angrenzenden Bundesstaat Maryland erklärt.

Und was hat Trump damit schon wieder zu tun?

Nichts, außer, dass seine Politik nicht wirklich klimafreundilich ist. US-Präsident Donald Trump warnte die Bevölkerung erneut in dramatische Worten vor dem Sturm: "Geht ihm aus dem Weg, spielt keine Spiele mit ihm." Zugleich versicherte er, die Behörden seien ausreichend gewappnet: "Wir sind bereit, wir sind fähig."

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Trump steht wegen des Umgangs mit dem Hurrikan "Maria" im US-Außenterritorium Puerto Rico vor einem Jahr in der Kritik. Bei diesem Sturm waren nach einer kürzlich veröffentlichten Studie rund 3.000 Menschen ums Leben gekommen. Der Präsident bezeichnete diese Opferbilanz jedoch als massiv übertrieben: Zum Zeitpunkt seines damaligen Besuchs der Karibikinsel habe es etwa sechs bis 18 Tote gegeben, teilte er am Donnerstag mit.

(aj,dpa, afp, rtr)

Trump soll Merkel im Telefonat mit ihr als "dumm" bezeichnet haben

US-Präsident Donald Trump genießt nicht unbedingt den Ruf, besonders feinfühlig zu sein. Dass allerdings selbst seine eigenen Berater ihn aufgrund seiner Telefongespräche mit den Staatschefs anderer Länder als "wahnhaft" bezeichnen, ist dann doch eine neue Dimension. Von dieser Einschätzung berichtet CNN unter Berufung auf zwei Insider.

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