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USA legen neue angebliche Beweisfotos gegen den Iran vor – und entsenden 1.000 Soldaten

18.06.2019, 03:1618.06.2019, 03:26

US-Präsident Donald Trump schickt im eskalierenden Konflikt mit dem Iran rund 1000 weitere Soldaten in den Nahen Osten. Die Soldaten würden zu "Verteidigungszwecken" in die Region entsandt, teilte der amtierende US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan am Montag (Ortszeit) in Washington mit. Shanahan betonte zugleich: "Die Vereinigten Staaten streben keinen Konflikt mit dem Iran an."

Die USA machen den Iran für die Angriffe auf zwei Öltanker im Golf von Oman am vergangenen Donnerstag verantwortlich. Teheran weist das zurück.

In der Mitteilung Shanahans hieß es, die jüngsten Angriffe bestätigten Geheimdienstinformationen über das feindselige Verhalten durch die iranischen Streitkräfte und ihre verbündeten Gruppen. Mit der Entsendung der zusätzlichen Truppen sollten US-Soldaten und nationale Interessen der USA in der Region geschützt werden.

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran nehmen seit Monaten zu. Bereits Ende Mai hatten die USA ihre Truppen im Nahen Osten wegen der "anhaltenden Bedrohung" durch iranische Kräfte um 1.500 Soldaten verstärkt. Zuvor hatte das US-Militär unter anderem einen Flugzeugträgerverband und eine Bomberstaffel in die Region verlegt, was Sorgen vor einem militärischen Konflikt aufkommen ließ.

Neue Fotos

Das US-Verteidigungsministerium veröffentlichte am Donnerstag neue Fotos zu den Angriffen auf die beiden Öltanker im Golf von Oman, die die Vorwürfe gegen die iranischen Revolutionsgarden belegen sollen.

Zwei der neuen Fotos vom Montag zeigen nach US-Darstellung Rückstände einer weiteren, nicht explodierten Haftmine, die nach dem Angriff von Soldaten der Revolutionsgarden vom Schiffsrumpf entfernt worden sein soll, um Beweise zu vernichten.
Zwei der neuen Fotos vom Montag zeigen nach US-Darstellung Rückstände einer weiteren, nicht explodierten Haftmine, die nach dem Angriff von Soldaten der Revolutionsgarden vom Schiffsrumpf entfernt worden sein soll, um Beweise zu vernichten.
Reuters/US NAVY
bild: reuters/ us navy
Das Foto zeigt offenbar die Reste eines Magneten, mit dem eine Mine an einem der Tanker befestigt worden sein soll.
Das Foto zeigt offenbar die Reste eines Magneten, mit dem eine Mine an einem der Tanker befestigt worden sein soll.
Bild: reuters/us navy
Das Foto soll laut US-Militär den Handabdruck einer Person zeigen, die eine nicht explodierte Mine von dem Boot entfernt hatte.
Das Foto soll laut US-Militär den Handabdruck einer Person zeigen, die eine nicht explodierte Mine von dem Boot entfernt hatte.
bidl: Reuters/ us navy
Die Aufnahme zeigt offenbar den Schaden nach der Explosion einer Mine am Rumpf des Bootes.
Die Aufnahme zeigt offenbar den Schaden nach der Explosion einer Mine am Rumpf des Bootes.
Bild: reuters/us navy
Die Bilder zeigen nach Pentagon-Angaben unter anderem auch das Loch, das eine Haftmine oberhalb der Wasserlinie in den Rumpf eines der Öltanker namens "Kokuka Courageous" gerissen haben soll.
Die Bilder zeigen nach Pentagon-Angaben unter anderem auch das Loch, das eine Haftmine oberhalb der Wasserlinie in den Rumpf eines der Öltanker namens "Kokuka Courageous" gerissen haben soll.
bild: Reuters/us navy
Auf einem von einem US-Hubschrauber aus aufgenommenen Foto soll das Schnellboot mit den Soldaten zu sehen sein, die die Mine entfernten.
Auf einem von einem US-Hubschrauber aus aufgenommenen Foto soll das Schnellboot mit den Soldaten zu sehen sein, die die Mine entfernten.
bild: reuters/ us navy
Bild: Reuters/us navy
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Das Pentagon machte am Montag erneut den Iran für die Angriffe verantwortlich. Als Begründung führte das Ministerium das Video an – und die "Ressourcen und Kenntnisse, die nötig sind, um die nicht explodierte Haftmine zu entfernen".Die US-Regierung hatte den Iran bereits am Tag der Angriffe für die Attacken verantwortlich gemacht. In der EU zeichnet sich aber keine geschlossene Unterstützung für die Haltung der USA ab.

Bereits am Donnerstag hatte das US-Zentralkommando Centcom, das die amerikanischen Truppen im Nahen Osten führt, ein Video veröffentlicht, das die Entfernung der Haftmine zeigen sollte.

(aj/dpa)

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