Unwetter auf Mallorca – mindestens acht Menschen sterben, mehrere werden vermisst

10.10.2018, 08:3210.10.2018, 12:39

Bei den schweren Unwettern und Überflutungen auf der spanischen Ferieninsel Mallorca sind nach jüngsten Angaben acht Menschen getötet worden. Die Rettungsdienste teilten am Mittwoch mit, darüber hinaus würden noch mehrere Menschen vermisst. Unter den Opfern waren nach Behördenangaben mindestens zwei britische Touristen. Betroffen war vor allem der Osten der Urlaubsinsel, wo am Dienstag auch ein Sturzbach über die Ufer getreten war.

Dort wurden am Abend zahlreiche Autos mitgerissen, wie auf Bildern und Videoaufnahmen von Medien und des Wetterdienstes der Balearen zu sehen war. "Es war eine harte Nacht, aber ich denke, dass der Tag noch heftiger wird", zitierte die Zeitung "El Mundo" eine Lokalpolitikerin. In der Region seien mehr als 220 Liter pro Quadratmeter gefallen, so das Blatt.

Einige Autofahrer seien am späten Abend wegen der Überschwemmungen noch in ihren Fahrzeugen gefangen gewesen, berichteten Medien. Das Unwetter verursachte auch in anderen Regionen der Insel Chaos und Überschwemmungen. Betroffen war aber vor allem der Osten Mallorcas. Mehrere Landstraßen und Häuser waren dort unter Wasser.

Ein Tourist, der seinen Urlaub in einem Hotel im Küstenort Cala Mandia verbringt, wurde in der Onlineausgabe der "Mallorca Zeitung" mit den Worten zitiert:

"Hier waren heute zwei Wirbelstürme zu sehen, zum Glück nur auf dem Meer. Zwischendurch geht im Hotel der Strom aus, und aus einigen Lampen kommt Wasser heraus."

Auf Mallorca hatte es schon seit Montag sehr heftig geregnet, ortsweise auch gehagelt. Durch das Unwetter kam es nach Medienberichten auf dem Flughafen von Palma am Montag und Dienstag zu Verzögerungen. Aus Sicherheitsgründen sei der zeitliche Abstand zwischen den Landungen vergrößert worden, hieß es. In der Hauptstadt und auch am sogenannten "Ballermann" östlich von Palma war die Lage aber weitgehend normal. Am Donnerstag kehre das Strandwetter zurück, schrieb die "Mallorca Zeitung".

(sg/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Alle Storys anzeigen
Ein junger Russe verließ fluchtartig seine Heimat: "Ich will nie mehr zurück"
Der 30-jährige Russe Sergey Nechaev (*) flüchtete diese Woche Hals über Kopf aus Russland. Aus Angst, in den Krieg ziehen zu müssen.

Sergey, wo bist du gerade?
Sergey Nechaev:
Ich sitze in einem Hostel in Berlin.

Zur Story