Sacha Baron Cohan ist aktuell im neuen "Borat"-Film zu sehen.
Sacha Baron Cohan ist aktuell im neuen "Borat"-Film zu sehen.Bild: www.imago-images.de / Amazon Studios

"Borat"-Darsteller kontert Trump-Kritik und macht ihm Job-Angebot

25.10.2020, 17:22

Nachdem US-Präsident Donald Trump den britischen "Borat"-Darsteller Sacha Baron Cohen einen "verlogenen Typen" genannt hat und erklärte, ihn nicht witzig zu finden, hat dieser nun auf die beleidigenden Äußerungen des Präsidenten reagiert. Auf Twitter schrieb er an Trump gerichtet: "Donald – ich weiß die kostenlose Werbung für Borat zu schätzen! Ich gebe zu, dass ich Dich auch nicht lustig finde. Dennoch lacht die ganze Welt über Dich".

Gleichzeitig machte er dem Präsidenten ein sarkastisches Job-Angebot. Demnach würde Trump nach dem 20. Januar einen neuen Job benötigen und Cohen suche immer nach Leuten, die "rassistische Kasper" spielen, so der Schauspieler und Komiker.

Hintergrund der Äußerungen, die Trump zuvor getätigt hatte, ist eine Szene in Cohens neuem Film "Borat Anschluss Moviefilm", die Trumps Anwalt Rudy Giuliani in einer kompromittierenden Situation zeigt. In der am Freitag erschienenen "Borat"-Fortsetzung ist Giuliani während eines Flirts mit einer vorgeblich minderjährigen Frau auf einem Hotelbett zu sehen, die sich als Reporterin und Borat-Tochter ausgab. Dabei steckt sich der ehemalige New Yorker Bürgermeister scheinbar die Hand in die Hose. In dieser Sekunde stürmt Cohen als Borat verkleidet in das Zimmer und beendet die undurchsichtige Situation.

Trump-Anwalt Giuliani bezeichnet die Vorwürfe als "pure Fälschung".
Trump-Anwalt Giuliani bezeichnet die Vorwürfe als "pure Fälschung".Bild: www.imago-images.de / Chris Kleponis

Giuliani bezeichnete die Szene noch vor dem Erscheinen des Films als "pure Fälschung". Im Online-Dienst Twitter schrieb der 76-Jährige am Mittwoch, er habe nur sein Hemd in seine Hose gesteckt, nachdem er das Aufnahmegerät abgenommen habe; zu keinem Zeitpunkt habe er sich "unangemessen verhalten". Der Trump-Vertraute fügte hinzu, "wenn Sacha Baron Cohen etwas anderes behauptet, ist er ein eiskalter Lügner". Trump sagte zu der Szene: "Ich weiß nicht, was passiert ist." Außerdem erklärte er, Cohen habe vor etwa 15 Jahren versucht, ihn "auszutricksen". Er sei der "Einzige" gewesen, der Baron Cohen in die Schranken gewiesen habe.

Cohen reagiert auf "Fake-News"-Vorwürfe – als Borat

Cohen reagierte auf der Vorwürfe der angeblichen Manipulation – diesmal allerdings in der Rolle von Borat. In gewohnt sarkastischer Art sagte er in einem Video, das er auf Twitter veröffentlichte: "Was ein unschuldiger sexueller Moment zwischen einem einwilligenden Mann und meiner 15-jährigen Tochter war, wurde von den Fake-News-Medien in etwas Abscheuliches verwandelt."

(lau)

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