Beamte der Spurensicherung stehen im August an einem Faltpavillon am Tatort im Kleinen Tiergarten.
Beamte der Spurensicherung stehen im August an einem Faltpavillon am Tatort im Kleinen Tiergarten. bild: Foto: Christoph Soeder/dpa

Mord in Berlin: Moskau weist deutsche Diplomaten aus

12.12.2019, 14:13

Der Mord an einem Georgier in Berlin wird zu einer diplomatischen Krise zwischen der deutschen und der russischen Regierung.

  • Nach der Ausweisung zweier russischer Diplomaten aus Deutschland müssen nun auch zwei deutsche Diplomaten Russland verlassen, wie das Außenministerium in Moskau am Donnerstag ankündigte.
  • Das russische Außenministerium hatte am Vormittag den deutschen Botschafter Géza Andreas von Geyr einbestellt. Dabei wurde ihm mitgeteilt, dass zwei deutsche Diplomaten Russland binnen sieben Tagen verlassen müssten.
  • Die Bundesregierung kritisierte die Ausweisung der deutschen Diplomaten scharf. "Sie sendet das falsche Signal und ist ungerechtfertigt", erklärte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts. Die Bundesregierung behalte sich im Lichte der Ermittlungen des Generalbundesanwalts zu dem Mord "weitere Schritte" vor.
  • Zugleich forderte sie erneut eine "ernsthafte und unverzügliche Mitwirkung der russischen Behörden" an der Aufklärung des Falls.

Worum geht es in dem Streit zwischen Berlin und Moskau genau?

Hintergrund des diplomatischen Streits ist der Mord im August im Kleinen Tiergarten in Berlin. Dort war ein 40 Jahre alter Georgier erschossen worden. Ein russischer Verdächtiger wurde festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Laut dem Investigativnetzwerk "Bellingcat" handelt es sich um den im heutigen Kasachstan aufgewachsenen 54-jährigen Vadim K.

Der Generalbundesanwalt verfolgt den Anfangsverdacht, dass staatliche Stellen in Russland hinter dem Mord stecken.

Russland weist jede Einmischung in die Tat zurück. Die Ausweisung der deutschen Diplomaten ist eine Vergeltungsmaßnahme Moskaus für die Ausweisung zweier russische Diplomaten aus Deutschland. Die Bundesregierung warf der russischen Regierung vor, die Mithilfe an der Aufklärung des Mords zu verweigern.

(ll/afp)

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