ARCHIV - 01.03.2019, Brasilien, Rio De Janeiro: Eine Karnevalsparade in den Stra
Rio de Janeiro hat seinen wegen der Corona-Pandemie bislang auf den Juli verschobenen Karneval komplett für dieses Jahr abgesagt.Bild: dpa / Marcelo Theobald
International

Weltbekannter Karneval von Rio fällt dieses Jahr aus

22.01.2021, 07:29

Rio de Janeiro hat seinen wegen der Corona-Pandemie bislang auf den Juli verschobenen Karneval komplett für dieses Jahr abgesagt. Es sei "unsinnig", weiter darauf zu hoffen, dass im Juli die Voraussetzungen für den Karneval bestünden, sagte am Donnerstag der Bürgermeister der brasilianischen Millionenmetropole, Eduardo Paes. Die nächsten offiziellen Karnevalsfeiern in Rio werden nach seinen Angaben deshalb erst wieder kommendes Jahr stattfinden.

"Im Jahr 2022 können wir - wenn wir alle richtig geimpft sind - das Leben und unsere Kultur mit all der Intensität feiern, die sie verdienen", sagte Paes. Er stellte zugleich Finanzhilfen für all die Menschen und Vereine in Aussicht, die monatelang an der Vorbereitung des Karnevals gearbeitet hatten.

Auf Juli-Verschiebung folgt nun Absage

Der weltberühmte Karneval von Rio findet normalerweise im Februar oder März statt. Wegen der Corona-Pandemie hatten die Sambaschulen, welche die prachtvollen Umzüge organisieren, im September beschlossen, den Karneval 2021 auf den Juli zu verschieben. Dabei hatten sie auf die Entwicklung und Auslieferung von Impfstoffen gesetzt.

Paes nannte es nun aber "unmöglich", inmitten der fortdauernden Ausbreitung des Virus den Karneval zu organisieren. Brasilien verzeichnet nach den USA die weltweit höchste Zahl von Todesopfern der Corona-Pandemie. In dem südamerikanischen Land wurden bereits mehr als 213.000 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona-Infektionen registriert.

(mse/afp)

Themen
Apple schränkt wichtige iPhone-Funktion für Demonstrierende in China ein
Ausgerechnet als in China die Proteste gegen das Regime zunehmen, schränkt der US-Techkonzern die AirDrop-Funktion ein. Das steckt dahinter.

Wer sich in China negativ über den Despoten Xi Jinping und die Kommunistische Partei äußert, muss mit dem Schlimmsten rechnen. Das gilt auch während der neu entflammten Anti-Lockdown- und Corona-Maßnahmen-Proteste.

Zur Story