screenshot ard

"Verteidigungsminister Spahn"? So reagierte AKK Stunden vor der Entscheidung auf die Frage

17.07.2019, 00:1117.07.2019, 08:33

Es war ein unruhiger Dienstagabend in Brüssel und in Berlin: Zunächst wurde im EU-Parlament Ursula von der Leyen zur EU-Kommissionschefin gewählt – was direkt die Frage aufwarf: Wer folgt denn auf von der Leyen im Verteidigungsministerium? Dort hatte die CDU-Politikerin zuletzt das Sagen.

  • Aufregung dann am Abend: Laut eines Medienberichts, der sich mittlerweile als falsch herausgestellt hat, soll der derzeitige Gesundheitsminister Jens Spahn das Amt des Verteidigungsministers übernehmen.
  • Doch um 21.30 Uhr die (richtige) Eilmeldung: CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer wird neue Verteidigungsministerin – und eben nicht Spahn.

Doch dann kamen die "Tagesthemen" und sorgten für eine kuriose Szene. In der Sendung um 22.30 Uhr wurde die CDU-Chefin AKK nämlich zu den Geschehnissen des Abends in einem vor der Eilmeldung aufgezeichneten Gespräch befragt.

Die ARD-Moderatorin hakt nach...

Im Interview mit Pinar Atalay weicht AKK erstmal aus: "Wir werden als CDU die Beratungen und natürlich auch das Ergebnis festlegen. In Gemeinsamkeit mit der Bundeskanzlerin, denn die Entscheidungen müssen dort auch schnell getroffen werden." Als die "Tagesthemen"-Moderatorin nachhakt, meint AKK: "Ich kommentiere keine Meldungen, die irgendwo entstanden sind und durch die Welt geistern. Ich treffe Entscheidungen zusammen mit der Regierungspartei."

Und mit einem leichten Lächeln fügt sie hinzu: "Und wenn diese Entscheidungen getroffen sind, werden wir sie auch entsprechend kommunizieren."

Kurios: Dabei stand zu diesem Zeitpunkt bereits fest, dass die Interviewte selbst, AKK nämlich, das Amt der Verteidigungsministerin erhalten würde – sie hatte offenbar selbst darum gekämpft.

Schon am Mittwoch soll AKK die Ministerurkunde von Berlins regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) erhalten.

(pb)

Analyse

Mächtigere CSU, halbierte Linke, erstarkte und junge SPD: Wie sich die Fraktionen im Bundestag verändert haben

Gut 46,3 Millionen Deutsche haben die wichtigste politische Entscheidung seit vier Jahren getroffen: Am Sonntag in den Wahllokalen und in den Wochen davor per Brief haben sie mit ihren gültigen Stimmzetteln einen neuen Bundestag gewählt, das mächtigste Parlament der Republik. Sie haben mit ihrer Erststimme entschieden, wer aus dem eigenen Wahlkreis in das Parlament einzieht – und mit der Zweitstimme, wie stark die einzelnen Fraktionen werden.

Die 735 Abgeordneten werden in den kommenden vier …

Artikel lesen
Link zum Artikel