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Iranische Frauen verkleiden sich als Männer, um ein Fußballspiel zu besuchen

30.04.2018, 10:3130.04.2018, 10:35

Im Iran hat gut die Hälfte der Bevölkerung von Geburt an Stadionverbot.

Seit der "islamischen Revolution" 1979 dürfen Frauen dort keine Fußballstadien betreten. Das ist nur eine der vielen Einschränkungen, denen Frauen in dem Land unterworfen sind. Sie sind verpflichtet, in der Öffentlichkeit ein Kopftuch zu tragen und sind Männern auch sonst rechtlich nicht gleichgestellt.

Dagegen regt sich jedoch immer mehr Widerstand. Am vergangenen Freitag haben sich mehrere iranische Frauen – mit Bärten als Männer verkleidet – in das Teheraner Azadi-Stadion geschmuggelt, um ihren Lieblingsverein Persepolis spielen zu sehen. Persepolis besiegte seinen Gegner Sepidrood Rasht mit 3:0. Zu den Internet-Stars des Spieltags wurden jedoch die verkleideten Frauen. 

Fotos und Videos der Frauen verbreiteten sich schnell auf Twitter und Reddit.

Erst im März versuchten 35 Frauen, ein Fußballspiel in Teheran zu besuchen. Sie wurden von der iranischen Polizei festgesetzt und während des Spiels in Gewahrsam genommen. (BBC)

Bei den jüngsten Protesten im Iran haben Frauen immer wieder für rechtliche Gleichstellung und gegen den Kopftuchzwang demonstriert.

Jessica Rosenthal schimpft auf Union wegen Erbschaftssteuer – "Hetzkampagne"

Erbschaften sind innerhalb der Bevölkerung sehr ungleich verteilt. Fast 25 Prozent der Erbschaften fallen zugunsten der oberen zehn Prozent aus. Gleichzeitig werden in vielen Fällen kaum Erbschaftssteuern gezahlt. Zum Beispiel, weil es sich um Schenkungen handelt – oder, weil der Wert der Immobilien zu gering bewertet worden ist.

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