Bild: operation götterfunken / imago / watson-montage

Die krassesten Plakate zur Europawahl kommen nicht von den Parteien

13.05.2019, 14:55

Es ist leicht, sich über Wahlplakate lustig zu machen. Haben wir auch schon getan. Inhaltslose Slogans, gestellte Fotos, Photoshop-Fails: Wahlplakate From Hell eben.

Es könnte auch anders gehen. Das zeigt eine Kampagne des Berliner Gemeinschaftsprojekts "Operation Götterfunken" (Beethoven, Europahymne, ihr wisst schon). Ihr Ziel ist es, wie auf ihrer Webseite steht: "Wir wollen die junge Generation Europa zur Wahl bewegen."

Das sieht dann so aus:

Hinter der Kampagne steckt der Pariser Thinktank Argo und die deutsche Initiative "Offene Gesellschaft". Zu der zählen etwa der Soziologe Harald Welzer oder Esra Küçük, Gründerin der Jungen Islamkonferenz und Leiterin des Gorki Forums.

Die Ausrichtung von "Operation Götterfunken" ist daher auch progressiv. Auf der Webseite heißt es daher wenig überraschend:

"Wer nicht wählt, wählt ein Europa mit starren Grenzen zwischen Deutschland und Österreich, Portugal und Spanien. Wer nicht wählt, wählt Verlangsamung und Rückschritt, wählt Starrsinn und Roaminggebühren. Wer nicht wählt, wählt Praktika in Essen und Eberswalde statt Amsterdam und Athen."

"Operation Götterfunke" informiert auf ihrer Webseite nicht nur, wie man bei der Europawahl teilnimmt und wie die EU eigentlich funktioniert. Die Aktivisten bieten auch einen Meme-Generator, mit dem jeder sagen kann, wie ein Europa ohne EU wäre.

Hier noch ein Beispiel:

Bild: operation götterfunke

Auch auf Englisch:

Bild: operation götterfunke

Falls ihr bisher also nicht wusstest, wie ihr eure Freunde zum Wählen gehen motivieren könnt, dann schickt ihnen doch ein Meme!

Europawahlkampf: Auftakt der Partei DIE PARTEI

"Die Partei": Semsrott geht zu Grünen – was macht Sonneborn?

Es handelt sich um einen gewohnt witzigen Spruch, den "Die Partei"-Politiker und Satiriker Nico Semsrott da in die Welt feuerte.

Die Grünen machen also beim Ein-Mann-Realo-Flügel der Satire-Partei mit? Schon klar. In Wahrheit verhielt es sich genau anders herum. Kurz zuvor war Semsrott der Grünen-Fraktion im Europaparlament beigetreten. Auch das passierte allerdings nicht ohne Grund.

Richtig, der besonders prominente Cheffe der Partei, Martin Sonneborn, selbst fehlt auf dem Bild. Auch ein Tweet …

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