Laschet tritt in einem Team mit Spahn an, wobei der Ministerpräsident die Nummer eins ist.
Laschet tritt in einem Team mit Spahn an, wobei der Ministerpräsident die Nummer eins ist.Bild: dpa / Federico Gambarini

Spahn rät Laschet zu mehr Offensive in Wettbewerb um CDU-Vorsitz

04.12.2020, 11:0204.12.2020, 15:00

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat seinem Parteikollegen und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet im Kampf um den CDU-Vorsitz zu mehr Offensive geraten. "Wahlkampf heißt auch deswegen Wahlkampf, weil die Leute sehen wollen, dass man kämpft", sagte Spahn dem Nachrichtenportal "ThePioneer" in einem am Freitag veröffentlichten Podcast.

Laschet tritt in einem Team mit Spahn an, wobei der Ministerpräsident die Nummer eins ist. Wegen der besseren Beliebtheitswerte von Spahn wurde immer wieder spekuliert, dass die beiden die Rollen tauschen könnten.

"Wir sind ein Team. Armin Laschet kandidiert"

Auf die Frage, ob er sich die Kanzlerschaft zutraue, antwortete Spahn demnach: "Ich traue mir erst einmal den CDU-Vorsitz zu, aber auch alles, was daraus folgt." Sonst wäre er 2018 nicht angetreten.

Seine Entscheidung aus dem Februar, ein Team mit Laschet zu bilden und sich nicht erneut um den CDU-Vorsitz zu bewerben, bezeichnet er in den Podcast jedoch als richtig: "Wir sind ein Team. Armin Laschet kandidiert." Natürlich habe er mit sich gerungen, doch wenn jeder sich "absolut stelle", könne eine Partei nicht erfolgreich sein.

Neben Laschet bewerben sich auch Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen um den CDU-Vorsitz. Die Entscheidung soll auf einem Parteitag im Januar fallen; voraussichtlich wird anschließend noch eine Briefwahl abgehalten.

(mse/afp)

Themen
Habeck rastet bei Bundestag-Streit um Gasumlage aus: "Sind wir hier im Fußballstadion?"

Die geplante Gasumlage wird für Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck immer mehr zum Fallstrick. Sein Plan, den Gasimporteuren zu erlauben, ihre durch die ausgefallenen russischen Gaslieferungen entstandenen Mehrkosten ab Oktober an die Versorger-Unternehmen und dadurch an die Verbraucher:innen weitergeben zu können, stößt nicht nur auf Widerstand in der Opposition, sondern wirft auch rechtliche Zweifel auf.

Zur Story