Sie wollen beide Kanzlerkandidat werden: CDU-Chef Armin Laschet (l.) und CSU-Chef Markus Söder.
Sie wollen beide Kanzlerkandidat werden: CDU-Chef Armin Laschet (l.) und CSU-Chef Markus Söder.
Bild: Getty Images Europe / Pool
Exklusiv

watson-Umfrage: 17 Bundestagsabgeordnete der CDU weichen ab und sprechen sich für Markus Söder als Kanzlerkandidaten aus – "Verteidigung des Kanzleramtes oder Gang in die Opposition – das ist die entscheidende Frage"

13.04.2021, 05:0014.04.2021, 07:25

Seit Sonntag ist es offiziell: Markus Söder möchte Kanzlerkandidat der Union werden. Damit tritt er nun auch ganz offen in Konkurrenz mit CDU-Chef Armin Laschet. Nachdem am Montagmorgen zunächst das CDU-Präsidium seine Unterstützung für NRW-Ministerpräsident Laschet als Kanzlerkandidaten klargemacht hat, hat sich nachmittags auch das CSU-Präsidium geschlossen hinter ihren Parteichef Söder gestellt. Markus Söder hat nun erklärt, er wolle die Kanzlerkandidatenfrage erst Ende der Woche klären.

Auch entscheidend wird daher sein, wie sich die CDU/CSU-Bundestagsfraktion verhält. Sollten genug Abgeordnete nach Markus Söder als Kanzlerkandidaten rufen, könnte das die Lage noch einmal zugunsten des CSU-Politikers ändern.

Aber wie stehen die Bundestagsabgeordneten der Union zu den beiden Kandidaten? Watson hat bei ihnen nachgefragt und erfahren, wen sie unterstützen und weshalb.

Alle Zahlen der watson-Umfrage im Überblick
Angefragt: alle 245 Abgeordneten der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag
Geantwortet: 59
Für Laschet: 10 (Alle aus der CDU)
Für Söder: 29 (17 aus der CDU, 12 aus der CSU)
Enthalten: 20 (18 aus der CDU, 2 aus der CSU)

Team Armin Laschet

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak (l.) stellt sich hinter seinen Parteichef Armin Laschet.
CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak (l.) stellt sich hinter seinen Parteichef Armin Laschet.
Bild: ap / Markus Schreiber

Das CDU-Präsidium

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak und Fraktionschef Ralph Brinkhaus wollten sich zu den beiden Kandidaten gegenüber watson nicht äußern, ebenso wie Parteivize Silvia Breher. Das CDU-Präsidium, dem alle drei angehören, hatte sich allerdings am Montagvormittag für Laschet als Kanzlerkandidaten ausgesprochen.

Thomas Rachel, CDU

"Im Gegensatz zu anderen Parteien hat die Union zwei Kandidaten, die ihre Bundesländer als Ministerpräsidenten erfolgreich führen. Armin Laschet wäre ein guter Kanzlerkandidat der Union. Er hat bereits bewiesen, wie man Wahlen gewinnt, ist nah bei den Menschen und führt als Regierungschef das größte Bundesland. Seine Werteorientierung und seine Politik der Mitte zeichnen ihn besonders aus. Ich traue ihm zu, die Partei zusammenzuführen und er hat viele Ideen, um die Zukunft unseres Landes zu gestalten. Am besten wäre es, wenn sich Laschet und Söder einigen und dann auch wirklich geschlossen hinter der dann gefällten Entscheidung stehen und den Wahlkampf gemeinsam führen."

"Armin Laschet hat bereits bewiesen, wie man Wahlen gewinnt, ist nah bei den Menschen und führt als Regierungschef das größte Bundesland."
Thomas Rachel, CDU

Katja Leikert, CDU

"Als CDU haben wir den Anspruch, auch nach der Bundestagswahl im September den Bundeskanzler zu stellen. Der CDU-Parteivorsitzende ist dabei innerhalb der Union immer auch der erste Anwärter auf die Kanzlerkandidatur. Armin Laschet hat in Nordrhein-Westfalen bereits bewiesen, dass er das größte Bundesland erfolgreich führen kann. Er besitzt eine große integrative Kraft und hat klargemacht, dass er nach der Pandemie für Deutschland ein Modernisierungsjahrzehnt anstrebt. Er ist ein überzeugter Pro-Europäer und Transatlantiker, der mit der richtigen Weitsicht agiert. Ich halte ihn deshalb für den richtigen Kanzlerkandidaten."

Martin Patzelt, CDU

"Nachdem ich ursprünglich sehr entschieden für Norbert Röttgen als Kanzlerkandidat eingetreten bin, werde ich nunmehr den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet unterstützen. Gegen den bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder spricht in meinen Augen dessen Sprunghaftigkeit in wesentlichen politischen Fragen.

"Gegen den bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder spricht in meinen Augen dessen Sprunghaftigkeit in wesentlichen politischen Fragen."
Martin Patzelt, CDU

Augenblickstimmungen von befragten Wählern sind keine Garantie für Kontinuität einer jahrzehntelangen, erfolgreichen, nachhaltigen Politik, die wir angesichts der wachsenden politischen Herausforderungen brauchen. Mehr als ein starker Mann zählt Teamstärke. Im Übrigen werden die Zahlen für die Union wieder steigen, wenn im Sommer mehr als die Hälfte der Bevölkerung geimpft ist, wir die Herdenimmunität erreicht haben und eine Erleichterung Befreiungsgefühlen Raum gibt."

Karsten Möring, CDU

"Beide Kandidaten haben ihre eigenen aber unterschiedlichen Qualitäten. Ich könnte deshalb mit beiden Kandidaten gerne in den Wahlkampf ziehen. Aber für mich ist auch klar, dass Armin Laschet bei weitem die besseren Möglichkeiten hat, eine breite Wählerschicht anzusprechen. Da ist Differenzierung und Sensibilität gefragt. Und als Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen hat er sein Können gezeigt, auch mit einer knappen Mehrheit zu regieren und seinen Koalitionspartner nicht zu überfahren."

Heribert Hirte, CDU

"Ich begleite Armin Laschet seit langem, ich vertraue ihm. Er bringt alle nötigen Fähigkeiten mit, dieses Land gut zu regieren. Als Repräsentant einer CDU der Mitte verfolgt er seit Jahrzehnten einen pro-europäischen Kurs, er fördert die integrativen Kräfte in unserer Gesellschaft und vermittelt klug zwischen Ökonomie und Ökologie. Seine ausgleichende Art, sein klarer Wertekompass sowie seine Geduld gepaart mit seiner Zielstrebigkeit, seinem Verantwortungsbewusstsein und seinem Ideenhunger machen Armin Laschet zum richtigen Kanzlerkandidaten."

Roderich Kiesewetter unterstützt Armin Laschets Kandidatur.
Roderich Kiesewetter unterstützt Armin Laschets Kandidatur.
Bild: Getty Images Europe / Adam Berry

Roderich Kiesewetter, CDU

"Für mich entscheidend ist, wer ist für Deutschland nachhaltig der bessere Kandidat, wer bringt die entscheidenden Eigenschaften mit, Deutschland nach der Pandemie zu regieren. Hier werden andere Fähigkeiten benötigt, als jetzt vielleicht kurzfristig in der Pandemie von der Bevölkerung gewünscht erscheinen. Eine ausgleichende Kraft für unsere Bevölkerung, Kompromissfähigkeit mit möglichen Koalitionspartnern, Vermittlungsgeschick für einen Neuaufbruch der EU in einer Post-Corona-Zeit. Das sind Fähigkeiten, die entscheidend sind und wichtig für unser Land.

"Wichtig ist, dass die Entscheidung von allen Mitgliedern und allen Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfern beherzt mitgetragen wird und die Union sich vereint hinter den Kanzlerkandidaten stellt."

Es gilt also, vorausschauend zu entscheiden und nicht aufgrund kurzfristiger Stimmungen. Auch für das Kräfteverhältnis in der Union ist die Entscheidung wichtig. Geeignet sind grundsätzlich beide, aber unter Berücksichtigung der genannten Aspekte spreche ich mich persönlich für Armin Laschet aus. Wichtig ist, dass die Entscheidung von allen Mitgliedern und allen Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfern beherzt mitgetragen wird und die Union sich vereint hinter den Kanzlerkandidaten stellt."

Erwin Rüddel, CDU

"Ich habe Armin Laschet mit zum Bundesvorsitzenden der CDU gewählt. Damit hat er das erste Zugriffsrecht. Es gibt viele weitere strategische Überlegungen abzuwägen, darum ist es gut, dass wir jetzt zwei hervorragende Kandidaten haben. Wie Helmut Kohl einst gesagt hat: 'Wichtig ist, was nachher hinten rauskommt!' Ich vertraue da auf unsere Kandidaten und unsere Gremien. Ich werde loyal und engagiert die Entscheidung mittragen und für unseren Wahlsieg kämpfen.

"Wie Helmut Kohl einst gesagt hat: 'Wichtig ist, was nachher hinten rauskommt!'"
Erwin Rüddel, CDU

Der Kanzlerkandidat steht für einen erfolgreichen Wahlausgang vor der Herausforderung, seinen Führungsanspruch zu erheben, ohne dabei die Gestaltungsmacht der Kanzlerin zu schmälern. Dazu braucht es Gestaltungswillen für die Zukunft, keine Vergangenheitsbewältigung. Anders als bei der SPD müssen bei uns Kandidat und Programm absolut übereinstimmen. Die Union wird ein Programm für wirtschaftliche Stabilität, persönliche Freiheiten und innere Sicherheit beschließen gegenüber steigender Steuerbelastungen, Quoten und Verboten bei der SPD. Wir werden in den nächsten Wochen den passenden Kandidaten mit den besten Zukunftschancen für die Union nach einem innerparteilichen Prozess bestimmen."

Außerdem sprechen sich für Laschet aus: Uwe Schummer (CDU), Antje Tillmann (CDU) und Rüdiger Kruse (CDU).

Fazit

Insgesamt haben sich gegenüber watson 10 CDU-Abgeordnete für Armin Laschet als Kanzlerkandidaten ausgesprochen.

Team Markus Söder

Das CSU-Präsidium

Das CSU-Präsidium steht geschlossen hinter seinem Parteichef. Wie es am Montagnachmittag verkündete, unterstützt es einstimmig eine Kandidatur von Markus Söder.

Dorothee Bär, CSU

Digitalstaatsministerin Dorothee Bär spricht sich für ihren Parteichef Markus Söder aus.
Digitalstaatsministerin Dorothee Bär spricht sich für ihren Parteichef Markus Söder aus.
Bild: Getty Images Europe / Handout

"Viele Bürgerinnen und Bürger schätzen Markus Söder für sein tatkräftiges politisches Geschick, sein Gespür für Zukunftsfragen und seine strategischen Fähigkeiten. Markus Söder weiß, was die Menschen bewegt. Ich würde mich deshalb sehr freuen, wenn er seine erfolgreiche Arbeit für ganz Deutschland fortsetzt.

"Markus Söder weiß, was die Menschen bewegt."
Dorothee Bär, CSU

Er hat als Parteivorsitzender und Ministerpräsident bewiesen, dass er einen Plan für die großen Herausforderungen unserer Zeit wie Digitalisierung, Globalisierung und Klimakrise hat, einen Plan für die Zukunft unseres Landes. Zeitgleich stellt er auch die wichtigsten Menschen unseres Landes in den Mittelpunkt seines Handelns: unsere Kinder und Jugendlichen. Deshalb wäre er der ideale Kandidat."

Thomas Erndl, CSU

"Als CSU stehen wir natürlich voll hinter unserem Vorsitzenden Markus Söder. Das CSU-Präsidium hat das gerade auch nochmal deutlich gemacht. Ich bin davon überzeugt, dass Markus Söder die Vision, Kraft und Führungsstärke besitzt, Deutschland einen kräftigen Modernisierungsschub zu verpassen. Wichtig ist jetzt, dass die Stimmung in der gesamten CDU/CSU-Fraktion in die Beratungen mit einbezogen wird und wir am Ende alle an einem Strang ziehen – unabhängig wer von den beiden Kandidaten im Herbst antreten wird."

Marco Wanderwitz, CDU

Marco Wanderwitz ist Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer.
Marco Wanderwitz ist Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer.
Bild: www.imago-images.de / Christian Spicker

"Wir haben mit den beiden Parteivorsitzenden von CDU und CSU die beiden erfolgreichen Ministerpräsidenten der beiden größten Bundesländer als Kandidaten. Eine schöne Situation sozusagen. 'Nur' einigen müssen die beiden sich jetzt natürlich. Mein Pendel schlägt ob der herausragenden Beliebtheitswerte für Markus Söder aus."

Emmi Zeulner, CSU

Frau Zeulner spricht sich für Markus Söder aus, "weil er für einen Neuanfang in Berlin steht und doch mit der Vergangenheit der Union nicht bricht".

Andreas Lenz, CSU

"Ich bin der Meinung, dass wir mit dem Kandidaten antreten sollten, der die besten Wahlchancen hat. Das ist Markus Söder. Wir brauchen dazu aber auch ein inhaltlich passendes Wahlprogramm, das Zukunft und Aufbruch vermittelt."

Christoph Bernstiel, CDU

Christoph Bernstiel spricht sich für Markus Söder als Kanzlerkandidaten der Union aus: "Der Kandidat der Union darf nicht nur innerhalb der CDU, sondern muss in der gesamten Bevölkerung überzeugen."

Sylvia Pantel, CDU

"Wir sollten auf Basis objektiver Daten denjenigen zum Kanzlerkandidaten nominieren, der die höchsten Zustimmungswerte erzielt. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage wollen nur 3 Prozent der Befragten Armin Laschet als Kanzler sehen, für Markus Söder dagegen votierten 36 Prozent. Aufgrund dieser langanhaltenden Werte, ähnlich so auch in anderen Umfragen, würde ich mich für Markus Söder aussprechen. Mit ihm könnten wir offenbar im Herbst das bestmögliche Wahlergebnis erzielen."

"Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage wollen nur 3 Prozent der Befragten Armin Laschet als Kanzler sehen, für Markus Söder dagegen votierten 36 Prozent."
Sylvia Pantel, CDU

Carsten Körber, CDU

"Mit Armin Laschet und Markus Söder stehen zwei sehr erfahrene Persönlichkeiten an den Spitzen der Unionsparteien CDU und CSU. Beide sind regierungserfahrene Ministerpräsidenten in den größten Bundesländern Deutschlands. Beide können Kanzler.

Jede Zeit verlangt nach ihrem eigenen Politikstil. Unser Land ist die vergangenen Jahre gut mit einem ruhigen und moderierenden Stil gefahren. Deutschland war und ist der Ruhepol in einer unruhigen Welt. Spätestens mit dem Beginn der Corona-Pandemie haben sich die Anforderungen an die Art und Weise, wie Politik gestaltet wird, geändert. Die Erwartungen an Führungsstärke und ein klares Profil sind deutlich gestiegen.

Als Regierungspartei müssen wir die richtigen Antworten auf die Fragen der Zeit geben. Wir erhalten nur das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger, wenn wir unsere Vorstellung von einer guten Zukunft ausformulieren. Niemand wird für seine Erfolge in der Vergangenheit gewählt.

Deshalb unterstütze ich den bayerischen Ministerpräsidenten als gemeinsamen Kanzlerkandidat von CDU und CSU. Markus Söder verfügt nach meiner Überzeugung über ein klares Profil und Führungsstärke. Markus Söder verkörpert genau die Eigenschaften, von denen unser Land und unsere Partei in dieser Zeit profitieren können. Deshalb sage ich: Markus Söder ist der richtige Kanzler für diese herausfordernde Zeit."

Alois Gerig, CDU

"Die Union wird sich bald auf einen Kanzlerkandidaten einigen. Mit Markus Söder und Armin Laschet haben wir zwei richtig starke, regierungserfahrene Kandidaten.

Ich tendiere zu Markus Söder – er ist in der Corona-Krise gewachsen und hat mit klaren Aussagen viel Vertrauen gewonnen. Man weiß dadurch, woran man ist.

Egal wie die Wahl ausfällt – ich kann guten Gewissens hinter unserem Kandidaten stehen!"

Silke Launert, CSU

Frau Launert steht hinter Herrn Söder. "Er steht für frische und neue Ideen, die unseren Wohlstand auch in Zukunft sichern können und die heimische Wirtschaft voranbringen. Sein selbstbewusstes Auftreten und seine Ausstrahlung sind wichtige Voraussetzungen um im politischen Weltgeschehen Deutschland gut zu repräsentieren und als starker Partner anerkannt zu werden."

Florian Oßner, CSU

"Als Ministerpräsidenten der größten Bundesländer in Deutschland haben beide bereits starke Führungsqualitäten bewiesen. Damit wären auch beide geeignete Kanzlerkandidaten. Als Bayer steht mir Markus Söder natürlich sehr nahe, weshalb ich seine Kandidatur begrüßen würde. Wir brauchen auch in Zukunft jemand an der Spitze der Bundesregierung, der weder grün-ideologisch noch mit den roten Rezepten von gestern unterwegs ist, sondern mit innovativen Ideen unser Land voranbringt und gleichzeitig klug sowie besonnen Gegenwind in schwierigen Zeiten aushalten kann. Markus Söder ist da der absolut Richtige."

"Wir brauchen auch in Zukunft jemand an der Spitze der Bundesregierung, der weder grün-ideologisch noch mit den roten Rezepten von gestern unterwegs ist."
Florian Oßner, CSU

Katrin Staffler, CSU

"Bei der Bundestagswahl im September 2021 geht es um nichts weniger als die Frage: Wie können wir unser Land aus der Pandemie in eine nachhaltige und erfolgreiche Zukunft führen und wie können wir international wettbewerbsfähig bleiben. Damit wir dieses Ziel erreichen, brauchen wir die besten Ideen für die Weiterentwicklung Deutschlands. Und wir brauchen die besten Köpfe, um diese Ideen voranzutreiben und umzusetzen. Ich bin überzeugt: Markus Söder ist dieser Kopf, der uns in eine erfolgreiche Zukunft führen kann. Daher unterstütze ich ihn als Kanzlerkandidaten aus voller Überzeugung und mit ganzem Herzen."

Kai Wegner, CDU

"Markus Söder ist der zupackende, erfolgreiche Krisenmanager, der Deutschland aus der Pandemie führen und das Land zukunftsfest machen kann. Ich begrüße es daher sehr, dass Markus Söder gestern ebenfalls seine Bereitschaft erklärt hat, für Deutschland Verantwortung zu übernehmen.

Mit Armin Laschet und Markus Söder haben wir zwei starke Ministerpräsidenten als Vorsitzende von CDU und CSU, die beide das Zeug zum Bundeskanzler haben. Das unterscheidet uns von den anderen Parteien.

Ich bin überzeugt, dass die Menschen noch stärker Markus Söder zutrauen, Deutschland gut zu führen."

Peter Aumer, CSU

"Markus Söder hat bewiesen, dass er unser Land auch in schwierigen Zeiten verantwortungsvoll und zielstrebig führen kann. Markus Söder steht für einen innovativen, transparenten und glaubhaften Politikstil. Aus meinen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern weiß ich, dass viele von seiner Arbeit positiv beeindruckt sind. Er ist das starke Zugpferd, das die Union für eine erfolgreiche Wahl braucht!"

Paul Lehrieder, CSU

"Es wird definitiv eine spannende Woche. Aus meiner Sicht wäre ein Mitgliederentscheid die fairste Möglichkeit, die Kandidatenfrage zu klären. Ich bedauere sehr, dass dies aus zeitlichen Gründen keine Option sein kann. Daher plädiere ich dafür, dass sich Markus Söder und Armin Laschet einem Meinungsbild der Fraktion stellen und im Anschluss auf einen Kandidaten einigen. Persönlich halte ich den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder für die bessere Wahl."

"Aus meiner Sicht wäre ein Mitgliederentscheid die fairste Möglichkeit, die Kandidatenfrage zu klären."
Paul Lehrieder, CSU

Marc Biadacz, CDU

"Markus Söder steht für Stabilität und Zuversicht. Die Umfragen zeigen, dass er in diesen unsicheren Zeiten großes Vertrauen in der Bevölkerung als Macher genießt. Mit ihm als Kanzlerkandidaten haben wir die größten Chancen, dass die Union im Wettbewerb um das Kanzleramt im September vorne liegt. Es ist wichtig, dass die Union jetzt schnell und gemeinschaftlich entscheidet, wer Kanzlerkandidat wird."

Artur Auernhammer, CSU

"Klares 'JA' für Söder."

Christoph de Vries, CDU

"Bei der K-Frage geht es nicht um persönliche Karrierepläne oder Sympathien, sondern allein um den Erfolg der Union bei der Bundestagswahl. Verteidigung des Kanzleramtes oder Gang in die Opposition. Das ist die entscheidende Frage. Eine Entscheidung nach dem Prinzip Hoffnung wäre weder klug noch verantwortungsvoll. Aus diesem Grund wünsche ich mir Markus Söder als Kanzlerkandidaten der Union."

Daniela Ludwig ist Drogenbeauftragte der Bundesregierung.
Daniela Ludwig ist Drogenbeauftragte der Bundesregierung.
Bild: www.imago-images.de / Reiner Zensen

Daniela Ludwig, CSU

"Ich halte es für ein ausgezeichnetes Signal, dass die Union gleich zwei hochrangige und kompetente Kandidaten in das Rennen um das Kanzleramt schicken könnte.

"Ich bin der Meinung, dass mehr Bayern Berlin guttun würde."
Daniela Ludwig, CSU

Selbstredend unterstütze ich aus vollem Herzen Markus Söder, unseren Ministerpräsidenten und Parteivorsitzenden aus meiner Heimat Bayern, der als starker Charakter, engagierter Arbeiter und durchsetzungskräftiger Leitwolf das Profil der Union klar schärfen und uns noch besser von den Mitbewerbern abgrenzen kann. Ich bin der Meinung, dass mehr Bayern Berlin guttun würde."

Michael von Abercron, CDU

"Die Union hat mit Markus Söder und Armin Laschet immerhin die Auswahl zwischen zwei Persönlichkeiten mit Regierungserfahrung in erfolgreichen Landesregierungen. Markus Söder konnte mich in den letzten Wochen mehr überzeugen. Wenn die Bundestagsfraktion, wie von einigen Kollegen und mir gefordert, das letzte Wort bei der Kandidatensuche haben sollte, werde ich mich für Markus Söder aussprechen."

Marian Wendt, CDU

"In der CDU/CSU-Bundestagsfraktion haben mittlerweile 63 Abgeordnete eine Erklärung für Markus Söder als gemeinsamen Kanzlerkandidaten der CDU und CSU abgegeben. Auch ich gehöre zu den Unterzeichnern dieser Erklärung pro Söder. Persönlich halte ich Markus Söder für etwas geeigneter. Viele Menschen in meinem Wahlkreis Nordsachsen haben mir mitgeteilt, dass sie gern Markus Söder an der Spitze eines engagierten Wahlkampfes sehen möchten. Ihren Beweggründen kann ich folgen.

Deswegen unterstütze ich Markus Söder, auch wenn ich ebenso Armin Laschet als für das Kanzleramt geeignet ansehe. Auch er wird mit einem guten Team und Wahlprogramm deutlich machen, warum die Union die bessere Regierungspartei ist. Wichtig für den anstehenden Bundestagswahlkampf ist eine geschlossen auftretende Union, die zeigt, dass nur wir die anstehenden Herausforderungen ohne ideologische Verblendungen, zupackend und ausgleichend für die unterschiedlichen Interessen der Menschen angehen."

Michael Donth, CDU

"Der Vorsitzende der CDU trägt eine besondere Verantwortung für die gesamte Union in Deutschland. Diese beinhaltet auch, dass persönliche Ambitionen für die Kanzlerkandidatur zurückgestellt werden müssen, wenn ersichtlich ist, dass jemand anderes eine höhere Akzeptanz in der Bevölkerung hat. Markus Söder genießt in weiten Teilen der Bevölkerung ein großes Vertrauen. Deshalb wäre er ein kraftvoller und aussichtsreicher Kanzlerkandidat für die gesamte Union. Wir würden es begrüßen, wenn beide Parteivorsitzenden zeitnah ein Gespräch dazu führen und die jeweilige Rollenverteilung im Sinne einer starken Union klarstellen."

Außerdem sprechen sich für Markus Söder aus: Maik Beermann (CDU), Markus Grübel (CDU), Ronja Kemmer (CDU), Karin Maag (CDU), Matern von Marschall (CDU), Alexander Thromund (CDU) und Erich Irlstorfer (CSU).

Fazit

Insgesamt sprechen sich gegenüber watson 29 Mitglieder der Unionsfraktion, darunter 17 CDU-Abgeordnete, für Markus Söder als Kanzlerkandidaten aus.

Bisher unentschlossen

Josef Oster, CDU

"Die Festlegung der Kanzlerkandidatur für die kommende Bundestagswahl ist für CDU und CSU die vielleicht wichtigste Entscheidung der letzten 20 Jahre. Die Auswahl sollte schnell und möglichst noch in dieser Woche getroffen werden. Ein weiterer parteiinterner Kandidatenwettbewerb würde sowohl der Union wie auch unserem Land insgesamt schaden. Die Entscheidung sollte allerdings auf einer möglichst breiten Basis getroffen werden.

"Ich plädiere daher gemeinsam mit vielen weiteren Abgeordnetenkollegen für die Einbeziehung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in die Entscheidungsfindung."

Ich plädiere daher gemeinsam mit vielen weiteren Abgeordnetenkollegen für die Einbeziehung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in die Entscheidungsfindung. Das wäre noch in der laufenden Woche möglich. Eine in diesem Zusammenhang diskutierte Mitgliederbefragung wäre zwar wünschenswert, weniger als sechs Monate vor dem Wahltermin fehlt dafür aber die Zeit. Vor allem unsere inhaltliche Kampagne muss möglichst bald beginnen. Die entscheidende Frage ist doch, wie wir die Zukunft unseres Landes gestalten wollen.

Unabhängig von diesen Verfahrensfragen traue ich sowohl Armin Laschet wie auch Markus Söder einen erfolgreichen Bundestagswahlkampf zu. Beide haben bewiesen, dass sie Wahlen gewinnen können. Natürlich habe ich einen persönlichen Favoriten. Eine öffentlich ausgetragene Personaldiskussion würde aber der Union nur schaden. Daher halte ich mich mit einer öffentlichen Festlegung zurück und führe die Diskussion umso engagierter intern."

Marc Henrichmann, CDU

"Wir haben zwei Ministerpräsidenten, die beide Kanzler können. Wir reden aber jetzt schon viel zu lange über Namen statt über Programme. Beide Bewerber haben zugesagt, sich abzusprechen und zu einigen. Daran sollten sie sich halten und nicht noch weitere Runden einbeziehen wollen. Jetzt muss eine schnelle Entscheidung her.

"Wir reden jetzt schon viel zu lange über Namen statt über Programme."
Marc Henrichmann, CDU

Das ist meine klare Erwartung an die Beteiligten, aber auch an die Vorstände von CDU und CSU. Die Unterstützung für Armin Laschet im CDU-Präsidium ist ein starkes Signal. Mit dem ausgerufenen Modernisierungsjahrzehnt hat er einen Nerv getroffen. Egal, wie die Entscheidung ausfällt: Die Union wird sich geschlossen hinter demjenigen versammeln, der eine klare inhaltliche Linie in Richtung 'Aufbruch' vorgibt."

Volkmar Vogel, CDU

"Für mich sind beide Kandidaten, also sowohl Armin Laschet als auch Markus Söder, kanzlertauglich, denn beide haben Regierungserfahrung sammeln können und sich auch in der Krise bewährt. Für die Bundestagswahl ist aber nicht die Spitzenkandidatur allein entscheidend, sondern auch die Positionen des Wahlprogramms."

Antje Lezius, CDU

"Die Kanzlerfrage ist sicherlich eine der spannendsten politischen Fragen, die aktuell diskutiert werden. Sowohl Armin Laschet als auch Markus Söder haben Gründe, die für und die gegen sie sprechen. Ich schätze beide sehr.

Bei Markus Söder habe ich bereits mehrfach gesagt, dass er ein hervorragender Ministerpräsident für Bayern ist. Seine aktuelle Performance im Hinblick auf die Corona-Bekämpfung finde ich sehr gut. Er ist bedacht und versucht, Entscheidungen mit Weitblick zu treffen. Auch Armin Laschet liefert eine solide Regierungsarbeit ab. Er hat gezeigt, dass Umfrageergebnisse keine Wahlergebnisse sind, und dass er in der entscheidenden Phase einer Wahl auch einen Rückstand aufholen kann.

Ich bin der Meinung, dass sich beide intern abstimmen sollten. Viel wichtiger als die Personalfrage finde ich derzeit inhaltliche Fragen. Es sind viele Fragen, welche die Union beantworten muss, wie zum Beispiel: Wie wollen wir nach der Pandemie unsere Wirtschaft in Schwung bringen? Wie können wir Innovationen weiter fördern? Wie verändert die Digitalisierung unsere Gesellschaft? Ich bin mir sicher, dass die Union geschlossen hinter ihrem Kanzlerkandidaten stehen und gemeinsam Herausforderungen unserer Zeit angehen wird."

Thorsten Frei, CDU

"Wir haben mit Armin Laschet und Markus Söder zwei sehr erfahrene und sehr gute Ministerpräsidenten, die uns beide hervorragend in die Bundestagswahl führen könnten. Entscheidend ist, dass sich beide wie angekündigt nun rasch und einvernehmlich einigen und dass sich CDU und CSU dann geschlossen hinter dem Spitzenkandidaten versammeln. Nach unserer gestrigen Klausur des geschäftsführenden Fraktionsvorstandes, bei dem sich beide noch einmal präsentiert haben, bin ich überzeugt, dass dies gelingt."

Anja Weisgerber, CSU

"Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich mich zur K-Frage derzeit nicht öffentlich äußern möchte. Die Union wird in den nächsten Tagen dazu eine Entscheidung treffen."

Christoph Ploß, CDU

"Wir haben als Union zwei hervorragende Bewerber, die beide für das Kanzleramt geeignet sind. Allen in der CDU und CSU muss im Jahr der Bundestagswahl klar sein: Nur gemeinsam werden wir einen erfolgreichen Wahlkampf bestreiten. Ich erwarte nun eine schnelle Entscheidung zwischen den Parteivorsitzenden von CDU und CSU, die dann alle geschlossen mittragen sollten. Der Zusammenhalt zwischen CDU und CSU ist ein hohes Gut, dem sich alle Beteiligten verpflichtet fühlen müssen."

Michael Meister, CDU

"Ich halte sowohl Armin Laschet als auch Markus Söder für absolut geeignete Kanzler-Kandidaten.

"Mit Blick auf die Kandidatenkür sollten wir uns an den Grünen orientieren. Die Partei wartet so lange und schweigt, bis Robert Habeck und Annalena Baerbock sich entschieden haben."
Michael Meister, CDU

Mit Blick auf die Kandidatenkür sollten wir uns an den Grünen orientieren. Die Partei wartet so lange und schweigt, bis Robert Habeck und Annalena Baerbock sich entschieden haben, wer von den beiden Kanzler-Kandidat beziehungsweise -Kandidatin der Grünen wird. Das Ergebnis wollen die Grünen bekanntlich am 19. April bekannt geben. Erst danach wollen die Grünen diskutieren. Dieses Verfahren sollten CDU und CSU auch beherzigen, wobei wir uns das Datum 19. April allerdings nicht zu eigen machen müssen."

Eberhard Gienger, CDU

"Wir haben mit Armin Laschet und Markus Söder zwei starke Ministerpräsidenten, die das Zeug zum Bundeskanzler hätten. Erst nach den Gremiensitzungen werde ich mich abschließend positionieren."

Außerdem wollen sich nicht festlegen oder bisher keine Aussage treffen: Kerstin Vieregge (CDU), Hansjörg Durz (CSU), Albert Weiler (CDU), Jürgen Hardt (CDU), Detlef Seif (CDU), Norbert Barthle (CDU), Marcus Weinberg (CDU), Volker Kauder, Annette Widmann-Mauz (CDU), Dietrich Monstadt (CDU) und Michael Grosse-Brömer (CDU).

Fazit

Insgesamt 20 Unionsabgeordnete wollen sich bisher noch nicht festlegen oder geben gegenüber watson an, sich zur Sache nicht äußern zu wollen.

Exklusiv

SPD-Generalsekretär Klingbeil fordert Laschet auf, Maaßen-Kandidatur zu verhindern

Am Mittwoch wurde bekannt, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz nun bundesweit Teile der "Querdenken"-Bewegung beobachtet. Das bedeutet, dass Mitglieder und Akteure mit nachrichtendienstlichen Mitteln beobachtet werden können. Zuvor war die "Querdenken"-Bewegung bereits in einigen Bundesländern wie Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg und zuletzt auch Berlin unter Beobachtung des Verfassungsschutzes geraten.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil ist froh über die Entscheidung. Gegenüber watson …

Artikel lesen
Link zum Artikel