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Bei den Unter-30-Jährigen schneiden die Grünen als bestes ab. Bild: imago images/Chris Emil Janßen

So haben die jungen Wähler in Hamburg abgestimmt

Es ist in vielen Dingen eine bemerkenswerte Wahl in Hamburg: Die SPD darf sich über ein starkes Ergebnis freuen, die CDU schneidet historisch schlecht ab. FDP und AfD mussten lange zittern, schafften es am Ende knapp.

Blickt man auf die jungen Wähler, dann zeigt sich ein etwas anderes Bild. Würden nur Wählerinnen und Wähler unter 30 Jahren abstimmen, würde die AfD in hohem Bogen aus der Hamburger Bürgerschaft fliegen. Die Partei landet hier laut den Nachwahlbefragungen der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF bei drei Prozent – also deutlich unter der Fünf-Prozent-Hürde. Anders das Ergebnis für alle Altersgruppen: Auch wenn es lange Zeit am Wahlabend spannend war, die AfD hat am Ende doch in die Bürgerschaft geschafft.

Klarer Sieger bei den jungen Menschen sind die Grünen, sie landen bei 33 Prozent. Dahinter kommen die SPD mit 26 und danach die Linken mit 15 Prozent. Zusammen kommen die linken Parteien auf 74 Prozent.

Übrigens: Auch über alle Altersgruppen kommen die drei Parteien laut den Hochrechnungen auf über 70 Prozent. Hamburg wählt also links, ob jung oder alt.

Die CDU schafft bei den U30-Wählern gerade einmal sieben Prozent, die FDP schneidet mit sechs Prozent etwas besser ab als beim Ergebnis für alle Altersgruppen.

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Bild: watson

Hier zum Vergleich das vorläufige Ergebnis für alle Altersgruppen:

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Bild: screenshot

Übrigens: Entscheidend für den Erfolg der SPD war eine andere Generation. Bei den Wählern über 60 konnte die SPD 55 Prozent holen. Bei den Unter-60-Jährigen liegen die Sozialdemokraten mit 32 Prozent nur noch ganz knapp vor den Grünen, die hier 31 Prozent einfahren.

(ll)

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Die Umfragewerte der Grünen sind momentan sensationell – aber nur, wenn man sie vergleicht mit ihrem Ergebnis bei der Bundestagswahl 2017. Zwischen 15 und 17 Prozent der Wähler würden nach Stand der Befragungen die Partei wählen. Das Problem für die Partei: Seit Mai hat sie rund 10 Prozentpunkte an Zustimmung verloren. Das Ziel, die nächste Bundesregierung anzuführen, scheint zum unerreichbaren Traum geworden zu sein.

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