Auch Studenten haben mit finanziellen Schwierigkeiten in der Corona-Krise zu kämpfen.
Auch Studenten haben mit finanziellen Schwierigkeiten in der Corona-Krise zu kämpfen.bild: getty

Bund will Studenten in Corona-Krise mit Notkrediten helfen

30.04.2020, 12:40

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) will Studenten mit Notkrediten durch die Corona-Krise helfen. Das kündigte die Ministerin am Donnerstag in Berlin an.

  • Ab dem 8. Mai können Studentinnen und Studenten bei der staatlichen Förderbank KfW ein zunächst zinsloses Darlehen von bis zu 650 Euro im Monat beantragen.
  • Sowohl laufende KfW-Studienkredite als auch neue Anträge sollen für inländische Studierende bis Ende März kommenden Jahres zinslos bleiben. Ausländische Studentinnen und Studenten können den Kredit ab Juli erhalten.

Das Versprechen: unbürokratische Hilfe

Der Antrag soll unbürokratisch über ein Online-Formular möglich sein, wie das Ministerium verspricht. Wie bei KfW-Studienkrediten üblich, muss man erst nach einer Karenzphase von 18 bis 23 Monaten mit der Rückzahlung beginnen. Karliczek geht von einem Darlehensvolumen von bis zu einer Milliarde Euro aus.

Wer in einer besonders akuten Notlage ist und keine andere Hilfe etwa von den Eltern bekommt, kann bei seinem örtlichen Studentenwerk auch einen Zuschuss beantragen, der nicht zurückgezahlt werden muss. Der Bund will dafür den Nothilfefonds des Deutschen Studentenwerks mit 100 Millionen Euro aufstocken.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hatte das Vorhaben der Bildungsministerin gegenüber watson bereits vorige Woche scharf kritisiert: "Frau Karliczek beweist mal wieder kein bis gar kein Gespür. " Der Vorschlag gehe "meilenweit an der Realität vorbei". Studenten könnten das Darlehen nach der Krise womöglich nicht zurückzahlen. Er forderte stattdessen "das BAföG jetzt vorübergehend für alle Studierenden" zu öffnen.

(ll/dpa)

"Angesichts der aktuellen Entwicklung notwendig" – mehr als 150 Politiker sprechen sich bei watson für allgemeine Impfpflicht aus, 50 lehnen sie ab

Die Zeichen stehen auf Impfpflicht. Und das so stark wie nie seit Beginn der Corona-Pandemie. Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz plädiert dafür, dass in Deutschland ab spätestens Anfang März eine allgemeine Impfpflicht gilt. "Mein Vorschlag ist ja, dass der Zeitpunkt, bis zu dem dann jeder und jede sich hat impfen lassen, auch nicht allzu fern liegt, also mein Vorschlag: Anfang Februar oder Anfang März", sagte Scholz am Dienstag nach einer Bund-Länder-Konferenz beim Fernsehsender Bild.

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