Gehört TikTok bald zu Microsoft? Oder wird es in den USA sogar verboten? Noch ist vieles unklar.
Gehört TikTok bald zu Microsoft? Oder wird es in den USA sogar verboten? Noch ist vieles unklar.Bild: imago images / ZUMA Wire

Tiktok kündigt Klage gegen Vorgehen der Trump-Regierung an

23.08.2020, 11:11

Die Betreiber der chinesischen Video-App Tiktok wollen sich gegen die US-Regierung wehren und haben eine Klage wegen des gegen sie gerichteten Vorgehens angekündigt.

Um sicherzustellen, dass "das Recht nicht weggeworfen wird und unsere Firma und Nutzer fair behandelt werden", bleibe dem Unternehmen keine andere Wahl, als gegen ein von Präsident Donald Trump unterzeichnetes Dekret juristisch vorzugehen, erklärte Tiktok am Samstag. Das Unternehmen will die Klage nach eigenen Angaben am Montag einreichen.

Per Dekret: Mutterkonzern muss TikTok verkaufen

Trump hatte ein Dekret unterzeichnet, das auf ein Verbot von Tiktok ab Mitte September hinausläuft, sollte der chinesische Mutterkonzern Bytedance die Plattform bis dahin nicht verkauft haben. Ein weiteres Dekret setzte US-Bürgern eine Frist von 45 Tagen, sämtliche Geschäftsbeziehungen zu Bytedance zu kappen. Gegen diese Anordnung soll sich die von Tiktok angekündigte Klage richten.

Zur Begründung für sein Vorgehen hatte der US-Präsident auf eine Gefährdung der nationalen Sicherheit durch Bytedance und Tiktok verwiesen. So könnten mithilfe der App Bewegungsprofile von Bundesbeamten erstellt und Firmen ausspioniert werden.

Die Video-App wurde allein in den USA bereits rund 175 Millionen Mal heruntergeladen – weltweit wurden mehr als eine Milliarde Downloads gezählt. Sie ist vor allem bei jungen Nutzern sehr beliebt.

Bytedance bestreitet, Nutzerdaten an die chinesische Regierung weiterzugeben, und verhandelt mit Microsoft über eine Übernahme seines US-Geschäfts.

(vdv/afp)

Facebook: Erneute Anschuldigungen eines Ex-Mitarbeiters

Der US-Internetriese Facebook sieht sich nach den Vorwürfen der Whistleblowerin Frances Haugen einem Bericht zufolge mit Anschuldigungen eines weiteren Ex-Mitarbeiters konfrontiert. Der namentlich nicht genannte Informant habe Beschwerde bei US-Börsenaufsicht SEC eingelegt, berichtete die "Washington Post" am Freitag. Demnach wirft er Facebook vor, im Umgang mit problematischen Inhalten eigene Geschäftsinteressen in den Vordergrund gestellt zu haben.

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