Migranten, die meisten von ihnen aus Eritrea, bekommen Hilfe von Seenotrettern der spanischen Organisation "Open Arms" (r), nachdem sie auf einem überfüllten Holzboot im Mittelmeer, etwa 85 Meilen nördlich von Libyen, treibend geortet wurden. Die «Open Arms» ist derzeit das einzige Schiff, das im zentralen Mittelmeer versucht, schiffbrüchige Migranten zu retten.
Migranten, die meisten von ihnen aus Eritrea, bekommen Hilfe von Seenotrettern der spanischen Organisation "Open Arms" (r), nachdem sie auf einem überfüllten Holzboot im Mittelmeer, etwa 85 Meilen nördlich von Libyen, treibend geortet wurden. Die «Open Arms» ist derzeit das einzige Schiff, das im zentralen Mittelmeer versucht, schiffbrüchige Migranten zu retten.Bild: dpa / Joan Mateu

"Open Arms" nimmt fast 170 Bootsmigranten im Mittelmeer an Bord

01.01.2021, 14:0101.01.2021, 18:55

Das spanische Rettungsschiff "Open Arms" hat nach Angaben der Helfer im Mittelmeer knapp 170 Bootsmigranten an Bord genommen. Wie eine Sprecherin der gleichnamigen Organisation am Freitag bestätigte, wurden die Menschen nördlich von Libyen in internationalen Gewässern aufgenommen. Die italienische Insel Lampedusa, die viele Migranten von Nordafrika aus in kleinen Booten ansteuern, sei nicht sehr weit.

Menschen trieben in überfülltem Holzboot

Die Seenotretter hätten die Menschen in einem überfüllten Holzboot im Meer gesichtet, hieß es in Berichten. Die Rettung fand nach Angaben von "Open Arms" schon am Silvestertag statt. Unter den Geretteten seien auch mehrere Frauen und Kinder.

Das private Schiff war kurz vor Weihnachten von Spanien aus zu seiner neuen Mission ins zentrale Mittelmeer ausgelaufen. Zuvor hatte die "Open Arms" nach mehreren Rettungsaktionen im November andere Bootsmigranten nach Trapani auf der italienischen Insel Sizilien gebracht. Die Regierung in Rom hatte die Aufnahme von Migranten von verschiedenen privaten Rettungsschiffen im vergangenen Jahr wiederholt verzögert, dann aber doch die Freigabe zum Einlaufen in eigene Häfen gegeben.

(mse/dpa)

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