Das von der Nationalen Katastrophenschutzbehörde in Sierra Leone veröffentlichte Foto zeigt den Unfallort am Tag danach.
Das von der Nationalen Katastrophenschutzbehörde in Sierra Leone veröffentlichte Foto zeigt den Unfallort am Tag danach.Bild: dpa / Uncredited

Mindestens 97 Tote nach Tanklaster-Explosion in Sierra Leone

06.11.2021, 15:39

Bei einer Kollision eines Tanklasters mit einem Lkw sind im westafrikanischen Sierra Leone mindestens 97 Menschen getötet worden. Mehr als 90 weitere Menschen seien verletzt worden, sagte Vizepräsident Mohamed Juldeh Jalloh am Samstag nach einem Besuch am Unfallort.

Geschäfte und Autos fingen Feuer

Der Unfall ereignete sich am Freitagabend in einer belebten Straße der Hauptstadt Freetown. Viele Menschen eilten Augenzeugenberichten zufolge nach der Kollision mit Behältern zu dem Tankfahrzeug, um Benzin abzuschöpfen. Kurz darauf sei der Laster explodiert. Einige umliegende Geschäfte und Autos hätten Feuer gefangen, hieß es. Der lokale Fernsehsender AYV sprach am Samstagmorgen von 400 Opfern.

Nach der Explosion am Freitagabend – Screenshot aus einem Video.
Nach der Explosion am Freitagabend – Screenshot aus einem Video.Bild: ap

Präsident Julius Maada Bio, der am Freitag an der UN-Klimakonferenz in Glasgow (COP26) teilgenommen hatte, werde in Kürze in Freetown erwartet, sagte ein Regierungssprecher. Aufgrund des "tragischen Unfalls" habe Bio eine geplante Reise zu einem Treffen der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas in Ghana abgesagt.

(andi/dpa)

Themen
Wieder gewalttätige Auseinandersetzungen an der polnisch-belarusischen Grenze

Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen polnischen Sicherheitskräften und Flüchtlingen an der belarusischen Grenze hat es mehrere Verletzte gegeben. Polnische Sicherheitskräfte setzten am Dienstag nach eigenen Angaben Tränengas und Wasserwerfer gegen Flüchtlinge ein, nachdem sie aus deren Reihen mit Steinen beworfen worden waren. Sieben Polizisten, ein Grenzschützer und ein Soldat wurden demnach verletzt. Nach belarusischen Angaben mussten auch mehrere Flüchtlinge medizinisch behandelt werden.

Zur Story