Politik
International

Hoffnung auf Impfstoff: Zulassung vielleicht noch 2020

ARCHIV - 28.08.2019, Niedersachsen, Hannover: Ein Kinderarzt impft ein Kind mit einem 6-fach-Kombinationsimpfstoff gegen Diphtherie, Tetanus (Wundstarrkrampf), Kinderl
Einer Person wird geimpft.Bild: dpa / Julian Stratenschulte
International

Hoffnung auf Impfstoff: Zulassung vielleicht noch 2020

26.08.2020, 08:0126.08.2020, 08:01

Die Zulassung eines britisch-schwedischen Corona-Impfstoffes kann Forschern zufolge möglicherweise noch in diesem Jahr beantragt werden. Bis dahin könnten genügend Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit des Mittels vorliegen, berichtete am Dienstag Andrew Pollard von der Universität Oxford dem Sender BBC. Er ist mit einer Forschungsgruppe an der Entwicklung des Vakzins beteiligt.

Es handelt sich um ein Mittel des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca und der Universität Oxford, das zum Kreis der erfolgversprechenden Impfstoffkandidaten zählt. Nach einer eventuellen Zulassung müsste der Impfstoff aber erst noch in großen Mengen produziert werden, bis große Bevölkerungsgruppen damit versorgt werden könnten.

Wann kommt ein Impftstoff?​

Derzeit befinden sich weltweit einige wenige Impfstoff-Kandidaten in der entscheidenden klinischen Erprobungsphase, darunter das Mittel von AstraZeneca und der Uni Oxford. Das deutsche Paul-Ehrlich-Institut (PEI) schätzt, dass frühestens Ende dieses, Anfang nächsten Jahres ein Mittel zugelassen werden könnte.

Der britisch-schwedische Impfstoff werde in Großbritannien, Brasilien und Südafrika an insgesamt 20 000 Menschen getestet, berichtete Pollard. Auch in den USA soll das Vakzin erprobt werden. Der Wissenschaftler geht insgesamt von etwa 50 000 Personen aus, die den Impfstoff erhalten.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte kürzlich erste Studien-Ergebnisse zu dem Impfstoff als "gute Nachricht" begrüßt. "Dennoch ist es noch ein langer Weg", sagte ein WHO-Experte.

Experten hatten zuvor in der britischen Medizin-Zeitschrift "The Lancet" berichtet, dass der Impfstoff sicher zu sein scheint und das Immunsystem ankurbelt. Das Mittel wirkt den Angaben zufolge gleich zweifach: Es fördert sowohl die Bildung von spezifischen Antikörpern als auch von T-Zellen - beide sind für die Immunabwehr wichtig. Ob das Mittel aber tatsächlich vor einer Coronainfektion schützt, ist noch nicht nachgewiesen.

(lin/dpa)

Rechtsextremismus in Deutschland: Zeit, dass Faschisten wieder Angst haben müssen
Jette Nietzard macht sich Sorgen wegen des Rechtsrucks in Deutschland. Die Ex-Sprecherin der Grünen Jugend wendet sich mit einer klaren Botschaft an Demokrat:innen: Wir müssen handeln, bevor es zu spät ist.
Wir haben nicht genug Angst. Wir haben nicht genug Angst davor, dass im Bund spätestens 2029 die AfD regieren könnte. Auf Länderebene dauert es vielleicht nicht einmal so lange. In Sachsen-Anhalt könnte im ungünstigsten Fall schon im kommenden Jahr eine AfD-Regierung an die Macht kommen. Wir haben nicht genug Angst davor, dass der Faschismus Deutschland übernimmt.
Zur Story