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Das sagt Gretas Vater zum Foto mit den Hambach-Aktivisten

13.08.2019, 20:2613.08.2019, 23:23

Es war der große Aufreger des Wochenendes. Für einige zumindest. Greta Thunberg hatte am Samstag den Tagebau in Hambach und die Aktivisten, die den Hambacher Forst besetzen, besucht.

Dabei entstand auch ein Foto, das die schwedische Klima-Aktivistin neben einer vermummten Hambach-Aktivistin zeigt. Skandal im "Bild"-Bezirk.

Auch der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) kritisierte, dass Greta "sich mit den falschen Leuten umgibt".

Greta Thunbergs Vater antwortet auf die Kritik

Über den Umgang einer 16-Jährigen bestimmen aber auch die Eltern. Gretas Vater hat nun in einem Bericht des "Stern"-Magazins auch auf die Kritik an diesem Foto geantwortet. Svante Thunberg, von Beruf Schauspieler und Autor, sagte:

"Bei so vielen Terminen können wir doch nicht alles wissen. Wir kommen dort an und dann gibt es einen Termin und eben Bilder."

Auf die Frage, wie das Foto zustande kam, erklärte er: "Das war eine Überraschung. Es ist passiert. Sie hat es sich nicht ausgesucht."

Warum ist das Foto von Greta in der Kritik?

Die Aussagen von Svante Thunberg klingen fast etwas defensiv. Die Vermummung im Hambacher Forst zu diesem Zeitpunkt jedenfalls war nicht verboten.

Eine andere Frage ist, ob Greta mit ihrem Besuch die umstrittenen Aktionen des Bündnisses "Ende Gelände" gewissermaßen legitimierte. Die Aktivistinnen und Aktivisten praktizieren den zivilen Ungehorsam – und wurden dabei in der Vergangenheit von RWE bei der Besetzung von Tagebau-Gruben wegen Landfriedensbruch angezeigt. Die Verfahren gegen die Aktivisten wurden aber entweder eingestellt – oder die betroffenen Personen wurden freigesprochen.

Das sagt Greta Thunberg über den Einfluss ihres Vaters

Bild: Christopher Hunt/GQ Magazine/picture alliance / Press Associa

Greta ist außerdem aktuell auf dem Cover des Männer-Magazins "GQ" zu sehen. In einem Video-Interview erklärt sie auch, welchen Einfluss ihr Vater auf sie habe.

Sie sagt etwa: "Ich schreibe alle meine Reden selbst."

Aber: "Manchmal versucht mein Vater sie ein bisschen abzuschwächen. Er hat ein wenig Angst, dass ich etwas Schlimmes sagen könnte, was ich eh schon mache, aber er hat trotzdem Angst."

Dafür nennt die Aktivistin auch ein Beispiel. Eine Passage über den Sinn, in die Schule zu gehen, habe ihr Vater etwas einmal herausgestrichen: "Was ist der Sinn zur Schule zu gehen, wenn wir keine Zukunft haben?‘ Er war sehr besorgt (...) Ich habe es rausgestrichen und ohne den Teil ausgedruckt."

Hier seht ihr das Interview

(ll)

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