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Großbritannien: Erster Staatssekretär tritt aus Protest gegen Boris Johnson zurück

22.07.2019, 12:1722.07.2019, 12:43

Alan Duncan, Staatssekretär im Außenministerium, ist an diesem Montag zurückgetreten. Das verkündete der britische Politiker auf Twitter und teilte auch seinen Rücktrittsgesuch an die britische Premierministerin Theresa May.

  • Duncan ist ein bekennender Kritiker von Boris Johnson. Dieser wird aller Voraussicht nach am Dienstag als Gewinner des Rennens um die Nachfolge von May verkündet.
  • Duncan begründete seinen Rücktritt in dem Schreiben mit der Aussicht auf "die Veränderung am Mittwoch", also den Wechsel an der Spitze der britischen Regierung.
  • Der Brief enthält auch eine harte Beurteilung der gegenwärtigen politischen Lage in Großbritannien: "Das Vereinigte Königreich tut so viel Gutes in der Welt. Es ist tragisch, dass wir nun, wo wir die treibende intellektuelle und politische Kraft in Europa und darüber hinaus sein könnten, jeden Tag unter der dunklen Wolke des Brexit verbringen müssen."

Was der Rücktritt für Großbritannien bedeutet:

Duncan ist der erste Staatsminister, vergleichbar mit dem Amt des Staatssekretärs in Deutschland, in Großbritannien, der aus Protest gegen Johnson zurücktritt. Zwei weitere Minister haben ihren Rücktritt bereits angekündigt, sollte Johnson gewinnen.

Der Brexit-Hardliner und Ex-Außenminister will Großbritannien auch ohne Vertrag aus der EU führen – und ist daher in seiner Partei umstritten.

G7-Staaten wollen weg vom Kohle-Strom

Die Industrienationen der G7 wollen aus der Stromgewinnung aus Kohle aussteigen. Zum Abschluss des Treffens der Klima-, Energie- und Umweltminister in Berlin verpflichteten sich die G7-Staaten am Freitag erstmalig zum Ziel einer überwiegend CO2-freien Stromversorgung bis zum Jahr 2035. Auch zum Klima- und Artenschutz und zu Finanzhilfen für ärmere Länder trafen sie Absprachen.

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