Harte Worte... Gegen wen die sich wohl richten?
Harte Worte... Gegen wen die sich wohl richten?screenshot: twitter
International

"Vote the Assholes out": Patagonia näht Seitenhieb in Hose ein – Trump-Gegner feiern es

21.09.2020, 19:3628.09.2020, 11:30

Am 3. November ist US-Wahl. Ein Thema, das aktuell nicht nur Politiker beschäftigt. Unzählige Prominente aus den USA, Schauspieler, Moderatoren oder Sänger betreiben aktiv Werbung für die Wahl. Häufig richtet sich diese gegen Donald Trump.

Aktuell geht ein Bild viral, das ein Produkt der Modemarke "Patagonia" zeigt, das viele nun ebenfalls als Anti-Trump-Statement feiern.

Das US-amerikanische Unternehmen hat auf der Rückseite des Etiketts, wo sonst steht, wie man das Produkt waschen soll, eine deutliche Botschaft genäht. "Vote the Assholes out", ("Wählt die Arschlöcher ab") schreibt Patagonia in kurze Hosen aus dem eigenen Sortiment.

Twitter-Nutzer feiern Aktion

In den sozialen Netzen ist die Aktion schnell viral gegangen. Auf Twitter feiern viele Nutzer die Aktion und wollen unbedingt Produkte mit dem Etikett kaufen.

Auch US-Schauspielerin Kerry Washington ist überzeugt von der Aktion und wirbt für den Einkauf im Online-Shop der Marke. "Ich brauche eine neue Jacke. Du auch? Geh zu Patagonia.com", schreibt die 43-Jährige.

"So sieht wahrer Aktivismus aus – Sie lassen wirklich ihren Worten Taten folgen!", schreibt ein weiterer Nutzer auf Twitter.

Patagonia setzt auf starke politische Positionierung

Patagonia ist bekannt dafür, sich politisch eindeutig zu positionieren. Ein Sprecher des Unternehmens sagte zu CNN: "Wir haben den Klimaverweigerern fast so lange Paroli geboten, wie wir diese Shorts herstellen".

Auch der "Vote the Assholes out"-Spruch ist nicht ganz neu. Wie eine Sprecherin gegenüber CNN sagte, verwendet das Unternehmen diesen schon seit Jahren. "Es bezieht sich auf Politiker jeder Partei, die die Klimakrise leugnen oder ignorieren und die Wissenschaft ignorieren."

Der Kampf gegen die Klimakrise ist das zentrale politische Anliegen des Unternehmens. Deshalb hat Patagonia die Trump-Administration verklagt, um nationale Denkmäler zu schützen. Das Geld, das das Unternehmen sich durch die von Trump durchgesetzte Steuersenkung eingespart hatte, spendete es an Umweltorganisationen.

Für eine Modemarke ist politisches Engagement in diesem Ausmaß sehr untypisch. Viele fürchten negative Reaktionen der Kunden. Doch genau diese radikale Art bringt der Marke offenbar eine große Anhängerschaft.

(vdv)

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