Joe Biden bei seiner Amtseinführung als Präsident am US-Kapitol in Washington.
Joe Biden bei seiner Amtseinführung als Präsident am US-Kapitol in Washington.Bild: ap / JONATHAN ERNST
Liveticker

Biden im Weißen Haus angekommen – Neuer Präsident sendet in Rede Botschaft der Hoffnung

Die beiden Demokraten übernehmen die Macht von Donald Trump und Mike Pence. Wir begleiten den historischen Tag im Liveticker.
20.01.2021, 16:4021.01.2021, 08:52

Es ist ein historischer Tag: Am Mittwoch, 18 Uhr deutscher Zeit, hat Joe Biden die Präsidentschaft der USA übernommen. Damit ist die Präsidentschaft Donald Trumps nach vier Jahren Amtszeit zu Ende gegangen.

Zuerst legte Vizepräsidentin Kamala Harris als erste Frau in diesem Amt ihren Eid ab, dann folgte ihr Biden. In seiner Antrittsrede ging Biden auf maximale Distanz zu seinem Vorgänger Trump. Trump war der Zeremonie als erster scheidender Präsident seit über 150 Jahren ferngeblieben.

Wir begleiten den Tag live.

21.52: Schlüsselübergabe im Weißen Haus: Biden zieht mit seiner Familie ein

Joe Biden hat gerade das Weiße Haus betreten – an der Hand seiner Frau Jill und in Begleitung von Kindern und Enkelkindern.

Joe und Jill Biden auf dem Weg ins Weiße Haus.
Joe und Jill Biden auf dem Weg ins Weiße Haus. Bild: ap / Evan Vucci

Auf dem Sender CNN erwähnt Moderator Jake Tapper, dass das Weiße Haus zuvor "tiefengereinigt" worden sei – da sich die "vorherigen Bewohner" nicht an die Corona-Protokolle gehalten hätten.

21.49: Bidens Bilder hängen schon im Weißen Haus

Das Weiße Haus ist offenbar schon teilweise für den neuen Präsidenten umgestaltet worden. Auf dem TV-Sender CNN berichtete Reporterin Kaitlan Collins, an den Wänden hingen schon Bilder von Joe und Jill Biden, also des Präsidenten und seiner Ehefrau.

20.40 Uhr: Biden, Harris und Ex-Präsidenten gedenken gestorbener Soldaten

Nach ihrer Vereidigung haben der neue US-Präsident Joe Biden und seine Vize Kamala Harris den Nationalfriedhof Arlington bei Washington besucht und der in Kriegen gefallenen US-Soldaten gedacht. Am Grabmal des unbekannten Soldaten legten Biden und Harris am Mittwoch einen Kranz nieder. An der Zeremonie nahmen auch die Ex-Präsidenten Bill Clinton, George W. Bush und Barack Obama teil. Als Zeichen des Respekts vor den getöteten Soldaten salutierten Biden und Harris vor dem Kriegerdenkmal.

Musikalisch begleitet wurde die feierliche Kranzniederlegung von einem US-Militärangehörigen, der das Trompetensignal "Taps" spielte.

20.10 Uhr: Nach Amtseinführung: Biden und Harris inspizieren Truppen

Nach ihrer offiziellen Amtseinführung haben US-Präsident Joe Biden und seine Vize Kamala Harris traditionell die Einsatzbereitschaft von Soldaten inspiziert. Mehrere Einheiten marschierten am Mittwoch vor der Ostseite des Kapitols in der US-Hauptstadt Washington an Biden und Harris vorbei. Biden salutierte den Militärs. Danach sollten die beiden am Grab des unbekannten Soldaten auf dem Nationalfriedhof Arlington einen Kranz niederlegen.

19.22 Uhr: Twitter stellt offizielle Accounts auf Biden und Harris um

Twitter hat am Mittwoch die offiziellen Accounts des Präsidenten und des Vizepräsidenten der USA an Joe Biden und Kamala Harris übertragen. Anders als bei der vergangenen Machtübergabe vor vier Jahren starten sie nach Entscheidung des Dienstes ohne die Abonnenten, die sich zur Amtszeit ihrer Vorgänger Donald Trump und Mike Pence bei den Profilen angesammelt hatten. Präsident Biden kam beim Account @POTUS (President of the United States) in der ersten halben Stunde auf 1,4 Millionen Follower, Vizepräsidentin Harris bei @VP auf 5,6 Millionen.

Trump hatte seinen offiziellen Account meist nur genutzt, um Tweets von seinem persönlichen Konto @realDonaldTrump zu wiederholen. Twitter hatte ihn nach der Attacke seiner Anhänger auf das Kapitol in Washington bis auf Weiteres gesperrt. Zur Begründung hieß es, Trump habe gegen Nutzungsregeln verstoßen und man wolle mit dem Schritt eine weitere Eskalation verhindern.

18.43: Kann Joe Biden seine Versprechen erfüllen? US-Experte Jäger ist skeptisch

Die Aufgaben, die Joe Biden nach seinem Amtsantritt vor sich hat, sind gigantisch: der Kampf gegen die Corona-Pandemie, die Gefahr von weiterer rechtsradikaler Gewalt wie der, die sich beim Sturm auf das Kapitol am 6. Januar entladen hat, die Bekämpfung des Klimawandels. Kann Biden sein Versprechen einlösen, die Spaltung der USA zu überwinden? Wir haben darüber mit Thomas Jäger gesprochen. Er ist skeptisch – aber auch vorsichtig optimistisch, gerade mit Blick auf die Klimapolitik. Hier seine Analyse.

18.31: Biden nennt Trump kein einziges Mal

Joe Biden während seiner Antrittsrede.
Joe Biden während seiner Antrittsrede. Bild: dpa / Patrick Semansky

Bemerkenswert an Joe Bidens ist unter anderem auch, wer darin nicht vorkam. Kein einziges Mal nannte Biden seinen Vorgänger Donald Trump – während er sich inhaltlich sehr deutlich von ihm distanzierte und die Folgen von Trumps Präsidentschaft beklagte.

18.25: Poetin und Aktivistin Amanda Gorman trägt politisches Gedicht vor

Einen bemerkenswerten Auftritt hatte nach Bidens Antrittsrede die Poetin und Aktivistin Amanda Gorman. Die junge Schwarze Dichterin trug ein starkes Gedicht vor, in das sie packte, worum es aus ihrer Sicht bei der US-amerikanischen Demokratie geht. "History has its eyes on us”, sagte sie in ihrem Gedicht unter vielem anderen, "Die Geschichte blickt auf uns" ein Zitat aus dem Kult-Musical "Hamilton" über den US-amerikanischen Gründervater Alexander Hamilton.

Auf Twitter löste Gormans Auftritt Begeisterung aus, auch in Deutschland. Unter anderem bei Antonia Haufler, Bundesgeschäftsführerin der Jungen Union, der Jugendorganisation von CDU und CSU.

Zuvor hatte der Sänger Garth Brooks den religiösen Song "Amazing Grace" vorgetragen. Bemerkenswert daran: Brooks ist bekennender Republikaner.

18.13: "Wir werden das nächste großartige Kapitel schreiben": Biden sendet Botschaft der Hoffnung

Biden hatte auch eine Botschaft an die Welt: Die USA werde "ihre Bündnisse wiederaufbauen", um den "Herausforderungen von heute" zu begegnen. Die USA würden durch ihr Beispiel führen, nicht durch ihre Macht. Diesen Satz hatte Biden schon bei seiner Siegesrede im November gesagt.

Biden rief dann zu einer Schweigeminute für die Toten der Corona-Pandemie auf.

Schließlich nannte er noch einmal die aus einer Sicht großen Herausforderungen für die USA zu Beginn des Jahres 2021: die Demokratiefeinde, die Pandemie, den systemischen Rassismus, den Klimawandel. "Wir werden diese seltene und schwere Stunde überstehen", sagte Biden. "Wir werden das nächste großartige Kapitel der Geschichte der USA schreiben", meinte Biden daraufhin. "Ich werde die Verfassung, unsere Demokratie, die USA verteidigen", sagte Biden schließlich und rief dazu, eine "Geschichte der Hoffnung zu schreiben".

18.06: "Die Lügen besiegen": Biden grenzt sich maximal von Trump ab

Mit Blick auf den Sturm auf das Kapitol sagte Biden, es sei den gewalttätigen Protestlern nicht gelungen, den Willen des Volkes zu überwinden. "Es ist nicht passiert, es wird nie passieren, nicht heute, nicht morgen, nie", rief Biden aus. Er streckte die Hand in Richtung der Trump-Anhänger aus. "Ich werde ein Präsident für alle Amerikaner sein", sagte Biden.

Er sagte, es gebe Werte, die alle US-Amerikaner vereinten. Das seien: "Chancen, Sicherheit, Freiheit, Würde, Respekt, Ehre und, ja, die Wahrheit". Er wolle "die Lügen besiegen". Es ist bemerkenswert, wie oft Biden auf dieses Thema zurückkommt, auf die Verdrehung von Fakten, die sein Vorgänger Trump etabliert hat. "Wir müssen diesen un-bürgerlichen Krieg ("uncivil war" im englischen Original) beenden", sagte Biden mit Blick auf die tiefen Gräben im Land, zwischen Stadt und Land und zwischen Republikanern und Demokraten. Die US-Amerikaner müssten wieder mehr aufeinander hören. "Wir werden einander brauchen", sagte Biden dann mit Blick auf die Corona-Pandemie. Man müsse das Virus als "eine Nation" bekämpfen. "Wir werden das zusammen überstehen", erklärte er schließlich.

18.01: Biden ruft US-Amerikaner zur Einheit auf

Biden rief die US-Amerikaner auf, zusammenzukommen. "Geschichte. Glauben und Vernunft" zeigten den Weg zur Einheit, sagte der gerade vereidigte Präsident. "Wir sind nie gescheitert, wenn wir zusammen gehandelt haben", sagte Biden in Richtung seiner Mitbürger. "Politik muss kein zerstörerisches Feuer sein", sagte Biden. "Wir müssen die Kultur ablehnen, in der die Fakten abgelehnt und manipuliert werden" – ein klarer Hinweis auf seinen Vorgänger Trump.

17.58: Biden nennt Klimawandel "Überlebensschrei" des Planeten

"Wir sind gute Leute", sagte Biden in seiner Antrittsrede. Er appellierte an die US-Amerikaner, die Spaltung im Land zu überwinden. Es gebe "viel wiederaufzubauen", meinte Biden. Er sprach über das Coronavirus, das in den USA so viele Menschen getötet habe, wie im Zweiten Weltkrieg gestorben seien. Er sprach über den Klimawandel, der ein "Überlebensschrei" des Planeten sei. Biden sprach über die Bedrohung durch Rassismus. Und er rief zur Einheit auf. "Meine ganze Seele steckt in dieser Aufgabe", sagte Biden dann zu den Herausforderungen seiner Präsidentschaft, indem er den früheren US-Präsidenten Abraham Lincoln zitierte.

17.55: Biden spricht über Sturm aufs Kapitol: "Demokratie hat gesiegt"

Joe Biden hat seine Antrittsrede begonnen. "Das ist der Tag der Demokratie, ein Tag der Geschichte und Hoffnung", sagte Biden zu Beginn. "Heute feiern wir den Triumph der Sache der Demokratie", sagte Biden. "Zu dieser Stunde, meine Freunde, hat die Demokratie gesiegt", sagte er – und bezog sich gleich darauf auf den Sturm aufs Kapitol durch Trump-Anhänger, der zwei Wochen zuvor an gleicher Stelle stattgefunden hatte.

17.49: Joe Biden ist offiziell Präsident

Joe Biden hat den Amtseid abgelegt. Er ist damit offiziell der 46. Präsident der USA. Biden tritt das Amt im Alter von 78 Jahren an. Er ist damit mit Abstand der bisher älteste Präsident der USA.

Bild: dpa / Andrew Harnik

17.46: Jennifer Lopez singt patriotische Lieder – und fordert Gerechtigkeit für alle auf Spanisch

Die US-Pop-Ikone Jennifer Lopez hat bei der Amtseinführung die patriotischen Lieder "This Land Is Your Land" und "America The Beautiful" gesungen. Lopez war dabei ganz in Weiß gekleidet. Weiß trug auch Kamala Harris im November bei ihrer und Bidens Siegesrede. Es ist die Farbe der Suffragetten, der Bewegung für das Frauenwahlrecht zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Gegen Ende ihrer Performance rief Lopez auf Spanisch aus: "¡Libertad y justicia para todos!" (Freiheit und Gerechtigkeit für alle).

Bild: ap / Andrew Harnik

17.42: Harris als erste Vizepräsidentin der Geschichte vereidigt

Kamala Harris hat ihren Amtseid abgelegt. Harris ist damit offiziell die erste Frau, die dieses Amt ausfüllt. Den Eid legte sie gegenüber der Richterin Sonia Sotomayor ab, der ersten Richterin mit lateinamerikanischer Abstimmung am US Supreme Court, dem obersten Gericht der USA.

Bild: dpa / Andrew Harnik

17.39: Lady Gaga singt die Nationalhymne

Die Pop-Ikone Lady Gaga hat vor der Amtseinführung Bidens tonsicher die Nationalhymne der USA vorgetragen. Sie trug dabei ein schwarzes Kleid mit einem rotem weiten Rock und einer großen, goldenen Friedenstaube.

Bild: ap / Andrew Harnik

17.35: Vor der Amtseinführung: Katholisicher Priester betet

Vor Harris' und Bidens Amtseinführung trägt Father Leo O’ Donovan, ein katholischer Priester, ein Gebet vor. O'Donovan ist ein langjähriger Freund Bidens. Biden schrieb sogar das Vorwort von O'Donovans Buch. Der irischstämmige Biden ist nach John F. Kennedy (1961-1963) erst der zweite katholische Präsident der USA. Biden ist tiefgläubig und hat das immer wieder betont.

17.32: Trump ist in Florida angekommen

Der scheidende US-Präsident Donald Trump ist kurz vor der Amtseinführung seines Nachfolgers Joe Biden an seinem Wohnort in Florida angekommen. Trump, der als erster Präsident seit 1869 der Zeremonie zur Machtübergabe fernbleibt, hatte das Weiße Haus am Morgen verlassen. Die Präsidentenmaschine landete in Palm Beach, wo Trumps Club-Resort Mar-a-Lago liegt, knapp eine Stunde vor Ablauf seiner Amtszeit. Auf dem Weg zum Auto reagierte er nicht auf Fragen von Reportern. Vor dem Abflug hatte Trump in einer kurzen Ansprache von Erfolgen seiner Präsidentschaft gesprochen. Er hat sich wochenlang geweigert, die Niederlage gegen Biden einzuräumen.

17.25: Senatorin Amy Klobuchar leitet die Amtseinführung ein

Die demokratische Senatorin Amy Klobuchar, eine der sechs Kongressabgeordneten, die mit der Amtseinführung betraut sind, hat die erste Rede der Amtseinführung Joe Bidens und Kamala Harris' gehalten. Sie nahm darin Bezug auf den Sturm auf das Kapitol am 6. Januar. "Er hat uns aufgeweckt", sagte sie über den Angriff mit emotionsgeladener Stimme. Klobuchar war bis Anfang 2020 eine der demokratischen Konkurentinnen Bidens um die Präsidentschaftskandidatur.

17.20: Lady Gaga und Jennifer Lopez treten bei Bidens und Harris' Amtseinführung ein

Popdiva Lady Gaga, die sich im Wahlkampf für Biden eingesetzt hatte, wird bei der Zeremonie die US-Nationalhymne singen. Geplant ist auch ein Auftritt von Latino-Pop-Star Jennifer Lopez. Der Rechtspopulist Trump hatte seinerzeit vergeblich versucht, für seinen Amtsantritt 2017 musikalische Topstars für Auftritte zu gewinnen.

Lady Gaga schrieb auf Twitter, es sei ihr eine Ehre und bedeute ihr viel, bei der Zeremonie die Hymne zu singen.

17.15: Trump hinterlässt Biden Notiz im Weißen Haus

US-Präsident Donald Trump hat Medienberichten zufolge eine Notiz für seinen Amtsnachfolger Joe Biden im Oval Office des Weißen Hauses hinterlassen. Das berichteten die Sender Fox News und CBS sowie die "Washington Post" am Mittwoch unter Berufung auf den Vizesprecher des Weißen Hauses, Judd Deere. Deere machte demnach keine Angaben zum Inhalt der Notiz.

US-Präsident Ronald Reagan hatte 1989 die Tradition begründet, dem Amtsnachfolger ein Schreiben im Oval Office zu hinterlassen. Unklar war in den vergangenen Tagen, ob Trump auch mit dieser Tradition brechen würde. Der scheidende Präsident verließ Washington am Mittwochmorgen in Richtung Florida. An Bidens Vereidigung am Mittag vor dem Kapitol nimmt er nicht teil.

16.56: Ex-Präsidenten Obama, Bush, Clinton treffen ein

Michelle und Barack Obama vor Joe Bidens Amtseinführung.
Michelle und Barack Obama vor Joe Bidens Amtseinführung.Bild: dpa / Melina Mara

Am Kapitol, dem Sitz des US-Kongresses, treffen gerade die lebenden früheren US-Präsidenten ein: Bill Clinton (Präsident von 1993 bis 2001) und seine Frau Hillary sind da. Hillary unterlag 2016 gegen Donald Trump in der Präsidentschaftswahl. Danach trifft George W. Bush mit seiner Frau Laura ein. Bush war von 2001 bis 2009 US-Präsident. Schließlich gehen Barack Obama und seine Frau Michelle die Stufen des Kapitols herunter. Der Applaus für Obama klingt schon fast euphorisch.

16.50: "Jetzt ist Deine Zeit": Obama wünscht Biden Glück

Der künftige US-Präsident Joe Biden hat kurz vor seiner Vereidigung noch aufmunternde Worte von seinem einstigen Chef Barack Obama erhalten. "Glückwünsche an meinen Freund, Präsident Joe Biden. Jetzt ist deine Zeit", schrieb der Ex-Präsident am Mittwoch bei Twitter. Biden war acht Jahre lang Vizepräsident während Obamas Amtszeit.

Biden selbst schrieb bei Twitter: "Es bricht ein neuer Tag an in Amerika."

16.35: Amtseid und Antrittsrede – Was heute passiert

So wird der Tag der Amtseinführung ablaufen: Joe Biden wird gegen 12.00 Uhr (Ortszeit; 18.00 Uhr MEZ) auf den Stufen des Kapitols in Washington seinen Amtseid ablegen. Die Vereidigung findet zwei Wochen nach der Erstürmung des Kongresssitzes durch radikale Trump-Anhänger unter drakonischen Sicherheitsvorkehrungen statt.

Danach wird Biden in seiner Antrittsrede voraussichtlich zur Versöhnung der gespaltenen Nation aufrufen.

Vor Biden legt seine Stellvertreterin Kamala Harris ihren Amtseid ab. Sie wird als erste Frau und erste Afroamerikanerin US-Vizepräsidentin. Biden übernimmt das mächtigste Amt der Welt in beispiellosen Krisenzeiten. Die USA sind mit mehr als 400.000 Corona-Toten das Land mit der höchsten Opferzahl weltweit und befinden sich in einer verheerenden Wirtschaftskrise. Die Erstürmung des Kapitols versetzte der Nation vor zwei Wochen einen Schock und überschattet auch Bidens Amtseinführung.

15.02: "Habt ein gutes Leben" Trump hält Abschiedsrede

Der scheidende US-Präsident Donald Trump hat zum Abschied aus dem Amt klargemacht, dass er nicht von der Bildfläche verschwinden will. "Wir werden in irgendeiner Form zurückkehren", sagte Trump am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Abschiedszeremonie auf dem Militärflugplatz Andrews im Bundesstaat Maryland nahe Washington. Konkreter wurde er nicht. Trump hat sich bislang nicht zu seinen Zukunftsplänen geäußert. "Ich werde immer für euch kämpfen", sagte er an die Adresse seiner Anhänger.

Trump verabschiedet sich.
Trump verabschiedet sich.Bild: dpa / Luis M. Alvarez

Er werde zuschauen und hinhören, was weiter passiere. Seine Amtszeit lobte Trump zum Abschied in den höchsten Tönen. "Was wir getan haben, ist in jeder Hinsicht erstaunlich", sagte er. "Das waren unglaubliche vier Jahre." Seine Administration habe die Grundlage dafür gelegt, dass die künftige Regierung "etwas Spektakuläres" leisten könne. Er wünsche der neuen Regierung dabei viel Glück und Erfolg. Seinen Amtsnachfolger Joe Biden erwähnte Trump namentlich nicht. Trump schloss mit den Worten: "Habt ein gutes Leben. Wir sehen uns bald."

Trump hatte das Weiße Haus am Morgen wenige Stunden vor der Vereidigung des künftigen US-Präsidenten Biden verlassen. Trump ist der erste US-Präsident seit 1869, der der feierlichen Amtseinführung seines Nachfolgers vor dem Kapitol in Washington fernbleibt. Vom Militärflugplatz Andrews aus brachen Trump und seine Ehefrau Melania Trump mit der Regierungsmaschine Air Force One auf Richtung Palm Beach im Bundesstaat Florida auf, wo sein Club-Resort Mar-a-Lago liegt.

(se/dpa/afp)

"Riesige Tragödie": 46 Tote bei Busunglück in Bulgarien

Bei einem schweren Busunglück in Bulgarien sind in der Nacht zum Dienstag Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Die amtliche Nachrichtenagentur BTA berichtete unter Berufung auf das Innenministerium, es gebe mindestens 46 Tote, darunter mehrere Kinder. Einige Verletzte seien in ein Krankenhaus nach Sofia gebracht worden, keiner davon schwebe in Lebensgefahr.

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