Ein Easyjet-Flugzeug landet auf dem Flughafen Berlin Tegel.
Ein Easyjet-Flugzeug landet auf dem Flughafen Berlin Tegel.
Bild: imago images / Jürgen Ritter

Klimaschutz: Billigflieger Easyjet verspricht CO2-neutrale Flüge

19.11.2019, 14:4628.09.2020, 13:14

Die britische Billigfluglinie Easyjet will künftig die CO2-Emissionen ihrer Flüge ausgleichen.

  • Diese Maßnahme werde das Unternehmen ab 2020 jährlich umgerechnet 29 Millionen Euro kosten, erklärte Easyjet am Dienstag.
  • Um "neutrale Flüge" zu erreichen, will die Airline demnach in grüne Projekt wie Aufforstung investieren und so die entstandenen CO2-Emissionen kompensieren. Der Flugverkehr steht für zwei Prozent der globalen CO2-Emissionen.
  • Ziel sei es sicherzustellen, dass im Gegenzug für eine Tonne durch Easyjet verursachte CO2-Emissionen die Atmosphäre an anderer Stelle um eine Tonne entlastet werde, erklärte das Unternehmen. Ob die Tickets durch die Maßnahme teurer werden, ist nicht bekannt.
  • Mit der Maßnahme will der umstrittene Billigflieger wohl auch sein Image aufbessern.

Easyjet spricht zugleich von einer "Übergangs-Maßnahme"...

Es gehe darum, kurzfristig Verbesserungen zu erzielen, während langfristig an umweltverträglichen Alternativen wie Elektro- oder Hybridflugzeugen geforscht werde.

Dazu kündigte Easyjet eine Partnerschaft mit dem europäischen Flugzeugbauer Airbus an. Ziel sei, gemeinsam die "Möglichkeiten und Herausforderungen" alternativer Flugzeuge für den Kurzstreckenverkehr in Europa zu erforschen.

Der Billigflieger veröffentlichte zugleich am Dienstag neue Geschäftszahlen: Beeinflusst durch die Unsicherheiten rund um den Brexit und ein langsameres europäisches Wirtschaftswachstum inmitten eines umkämpften Marktes fiel der Nettogewinn in den zwölf Monaten bis Ende September um 2,5 Prozent auf 349 Millionen Pfund (408 Millionen Euro). Die Umsätze kletterten hingegen um 8,3 Prozent auf 6,4 Milliarden Pfund – vor allem dank einer Rekordzahl an Passagieren. Die sogenannte "Flugscham" zeigt offenbar keine Auswirkungen bei Easyjet.

(ll/afp)

Exklusiv

Hofreiter über persönlichen Verzicht zugunsten des Klimas und die Zukunft der Mobilität: "Dann arbeitet in zehn Jahren gar niemand mehr bei BMW und VW"

Der zweite Teil unseres Interviews mit Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter – über die Frage, was der ökologische Umbau für junge Menschen bedeutet, wie die Jobs in der Autoindustrie gerettet werden können und was die Grünen jungen Nichtwählern zu bieten haben.

Während die Corona-Krise die Welt weiter Tag für Tag beschäftigt, macht die Klimakrise keine Pause. Ihre möglichen Auswirkungen bleiben sichtbar: Im Großteil von Deutschland ist der Boden weiterhin ungewöhnlich trocken, in Sibirien lässt Rekordhitze Permafrost-Böden auftauen – mit dramatischen Folgen für die Umwelt. Wie kann es klappen, die Corona-Krise zu bewältigen und gleichzeitig die Wirtschaft ökologisch umzubauen? Wir haben darüber mit Anton Hofreiter gesprochen, …

Artikel lesen
Link zum Artikel