Am Montag hatte ein Mann in einer Straßenbahn drei Menschen erschossen und drei weitere schwer verletzt.
Am Montag hatte ein Mann in einer Straßenbahn drei Menschen erschossen und drei weitere schwer verletzt.Bild: AP

3 Tote in Utrecht: Staatsanwaltschaft wirft Täter terroristisches Motiv vor

21.03.2019, 12:0221.03.2019, 12:42

Der mutmaßliche Todesschütze von Utrecht soll sich wegen mehrfachen Mordes mit terroristischem Motiv verantworten. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag in Utrecht mit.

Er handelte nach Angaben der Ermittler vermutlich allein. "Die Ermittlungen ergaben inzwischen Hinweise, dass der Verdächtige während der Schüsse keine Hilfe von anderen Personen bekommen hat."

Der Verdächtige ist der türkisch stämmige Gökmen T., er war am Montagabend festgenommen worden. Der 37-Jährige soll am Montag in einer Straßenbahn in Utrecht drei Menschen erschossen und drei weitere schwer verletzt haben. Der Mann soll am Freitag erstmals dem Haftrichter vorgeführt werden.

Die Staatsanwaltschaft schließt aber auch weiterhin persönliche Probleme des Mannes als Motiv nicht aus, "in Kombination mit einer Radikalisierung." Ein psychiatrisches Gutachten solle erstellt werden.

Gerüchte, dass es sich um eine Beziehungstat handle, hätten bislang nicht bestätigt werden können. Bereits zuvor hatten die Ermittler mitgeteilt, dass keinerlei persönliche Beziehung zwischen dem Täter und den Opfern festgestellt werden konnte.

Unklar ist noch, welche Rolle ein anderer Mann spielte, der am Dienstag festgenommen worden war. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er erst nach der Tat dem Verdächtigen geholfen haben soll

(pb/dpa)

20 Jahre Haft für Maxwell: Ein Schlusspunkt hinter dem Missbrauchs-Fall Epstein?

Die langjährige Haftstrafe für Ghislaine Maxwell setzt einen vorläufigen Schlusspunkt hinter den Missbrauchsskandal um ihren Ex-Vertrauten und bestens vernetzten US-Multimillionär Jeffrey Epstein. Richterin Alison Nathan verurteilte die 60-Jährige am Dienstag in New York unter anderem wegen Menschenhandels mit Minderjährigen zu Missbrauchszwecken zu 20 Jahren Gefängnis.

Zur Story