Die WM-Flitzer von "Pussy Riot" sind überraschend freigelassen worden

01.08.2018, 09:19

Mit dieser Wende in der Nacht zu Mittwoch hatten nur wenige gerechnet: Die vier festgenommenen WM-Flitzer der russischen Polit-Punk-Band Pussy Riot sind überraschend aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden.

  • Die Aktivisten seien frei, ein zweites Verfahren gegen sie sei aber noch am Laufen, teilte Pussy Riot in der Nacht auf Mittwoch in Moskau mit.
  • Ein Gericht lehnte es ihren Angaben zufolge ab, das Verfahren gegen die Flitzer noch in dieser Woche zu eröffnen.

Nachdem die vier beim Endspiel der Fußball-WM Mitte Juli in Polizeiuniformen auf das Feld gerannt waren, wurden sie wegen Regelverstoßes bei einer Veranstaltung zu 15 Tagen Arrest verurteilt. Am Montag wurden sie nach Ablaufen der Strafe sofort wieder abgeführt und verbrachten den Tag in Polizeigewahrsam.

Foto: frank Hoermann/SVEN SIMON/imago

Im zweiten Verfahren geht es nun um einen anderen Paragrafen: Organisation und Abhalten eines öffentlichen, unangemeldeten Auftritts. Ihnen drohen dabei wieder mehrtägige Arreststrafen. Pussy Riot kritisierte, dass die Aktivisten zum zweiten Mal wegen derselben Aktion verurteilt werden könnten. Pussy Riot hatte die WM-Aktion mit Forderungen nach mehr politischem Wettbewerb in Russland und der Freilassung politischer Gefangener verbunden.

(pb/dpa)

Massaker in Texas: Mindestens 19 Kinder sterben – Diskussion um Waffenpolitik flammt auf

Eine Tat in den USA, die kaum zu fassen ist: Ein 18-Jähriger stürmt mit Gewehren bewaffnet in eine Grundschule in Texas und richtet ein Blutbad an. Mindestens 19 Kinder sterben. Neben Schock und Trauer steigt erneut die Wut über die laxen US-Waffengesetze auf.

Zur Story