Politik
International

Türkei startet neue Luftoperation gegen PKK im Nordirak

Die türkische Armee und der Verteidigungsminiter besprechen die Operation.
Die türkische Armee und der Verteidigungsminiter besprechen die Operation. Bild: AA / Arif Akdogan
International

Türkei startet neue Luftoperation gegen PKK im Nordirak

17.06.2020, 06:1717.06.2020, 06:17

Die Türkei hat im Nordirak einen neuen Einsatz gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK begonnen. Die Luftoperation "Tigerkralle" sei nach Beschuss der PKK und "anderen Terroristen" auf türkische Stellungen gestartet worden, teilte das Verteidigungsministerium in Ankara am Mittwochmorgen mit. Es handele sich daher um das legitime Recht auf Verteidigung der Türkei. Der Einsatz werde unter anderem mit dem Einsatz von Kampfdrohnen und Helikoptern durchgeführt.

Bereits am Montagmorgen hatte die Türkei schwere Angriffe im Nordirak geflogen. Dieser «Adlerkralle» genannte Einsatz hatte sich unter anderem gegen Ziele in den Kandil-Bergen nahe der iranischen Grenze und in Sindschar gerichtet. Iraks Armeeführung hatte die Angriffe als «provokatives Verhalten» verurteilt.

Die PKK hat in den nordirakischen Kandil-Bergen ihr Hauptquartier. Sie gilt in der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation.

Der türkische Staat und die PKK bekämpfen sich seit Jahrzehnten. Im Sommer 2015 war ein Waffenstillstand gescheitert. Seitdem fliegt das türkische Militär wieder regelmäßig Angriffe gegen die PKK im Nordirak und in der Südosttürkei. In den letzten Wochen hatte die Türkei ihre Militäreinsätze gegen die PKK in der Südosttürkei verschärft.

(lin/dpa)

Trump setzt Ukraine unter Druck: Selenskyj will 28-Punkte-Plan noch abwenden
Die USA setzen der Ukraine eine Frist, Trumps Friedensplan zuzustimmen. Der erfüllt aber vor allem Russlands Wünsche. Die EU ist alarmiert – und will schnell reagieren.
Die ukrainische Staatsführung will den US-Friedensplan zur Beendigung des russischen Angriffskriegs nicht einfach hinnehmen und nun selbst Vorschläge für eine Lösung des Konflikts einbringen. Präsident Wolodymyr Selenskyj begrüßte zwar die Initiative, den Krieg beenden zu wollen. Angesichts des 28-Punkte-Plans von US-Präsident Donald Trump, der der Ukraine große und Russland vergleichsweise geringe Zugeständnisse abverlangt, sieht er sein Land aber unter erheblichem Druck und vor einer sehr schweren Wahl.
Zur Story