ATLANTIC OCEAN - SEPTEMBER 2: In this NOAA GOES-East satellite handout image, Hurricane Dorian, now a Cat. 4 storm, moves slowly past Grand Bahama Island on September 2, 2019 in the Atlantic Ocean. Do ...
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International

Während Hurrikan "Dorian" vor den USA wütet, geht Trump golfen – und fängt sich Kritik

03.09.2019, 09:21

Mindestens fünf Menschen hat der Hurrikan "Dorian" auf den Bahamas das Leben gekostet. Der Wirbelsturm hatte die Inselgruppe am Sonntag erreicht und bewegte sich nur sehr langsam am Montag.

"Dorian" war am Sonntag auf die höchste Kategorie 5 gestuft worden. Mittlerweile hat er wieder Stufe 3. Der Hurrikan könnte bald die USA erreichen, nach den letzten Prognosen womöglich am Dienstagabend. Gerade hat sich der Sturm über den Bahamas verlangsamt. Meteorologen rechnen weiterhin mit zerstörerischen Winden, Sturmfluten und Überschwemmungen an der US-Küste.

Und US-Präsident Donald Trump? Bereitet er sich auf eine mögliche Hurrikan-Katastrophe vor? Nö, der Präsident geht erstmal golfen. Trump verbrachte Samstag und Montag mehrere Stunden auf dem Grün in seinem Resort im US-Bundesstaat Virginia, wie US-Medien berichteten.

Kritik an Trump kommt auch aus London

Zwar hatte Trump seinen geplanten Besuch in Polen für Sonntag und Montag wegen "Dorian" abgesagt. Dass der US-Präsident aber lieber seinem Hobby nachgeht, als sich mit dem zerstörerischen Sturm vor der US-Küste zu beschäftigen, sorgt für Kritik.

Zwar erhalte Trump stündlich Updates über "Dorian", teilte das Weiße Haus mit. Christine Pelosi, Beraterin bei den US-Demokraten, jedoch kritisierte Trump auf Twitter scharf. Der US-Präsident habe seinen Vorgänger Barack Obama häufig für dessen Besuche auf Golfplätzen verurteilt. Und jetzt das:

Scharfe Kritik kam auch von Londons Bürgermeister Sadiq Khan. Der Labour-Politiker war in der Vergangenheit immer wieder mit Trump aneinandergeraten.

Im Interview mit "Politico" gab Khan nun Trump einen Seitenhieb mit und bemerkte sarkastisch: "Er ist eindeutig damit beschäftigt, sich draußen auf dem Golfplatz mit dem Hurrikan zu beschäftigen."

Die US-Demokratin Kamala Harris sagte am Montag, sie sei nicht überrascht vom Golf-Besuch des Präsidenten. Sie warf ihm vor: "Er hat einfach nicht die Fähigkeit, wirklich ein Gefühl der Empathie für Menschen zu haben, die in Not oder mit dauerhaften Schmerzen leben."

(ll)

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