July 21, 2020, Washington, District of Columbia, USA: United States President Donald J. Trump speaks during a Coronavirus Task Force news conference in the Brady Press Briefing Room at the White House ...
US-Präsident Donald Trump versucht eine Briefwahl mit aller Macht zu verhindern.Bild: imago images / ZUMA Wire
International

Facebook versieht Eintrag von US-Präsident Donald Trump mit Hinweis

22.07.2020, 07:49

Facebook hat am Dienstag einen Eintrag von US-Präsident Donald Trump mit einem Informationshinweis versehen.

Trump über Briefwahl: "Korrupteste Wahl in der Geschichte"

Trump hatte in dem Posting mit Blick auf die US-Präsidentschaftswahlen im November geschrieben, dass eine Briefwahl "zur korruptesten Wahl in der Geschichte unserer Nation führen wird". Das Online-Netzwerk löschte den Eintrag zwar nicht, fügte seinerseits aber einen Hinweis hinzu, auf dem stand: "Holen Sie sich für ihre Stimmabgabe offizielle Informationen bei der US-Wahl 2020".

Viele Medien berichten derzeit darüber, dass Trump im November ein Wahlergebnis, das nicht zu seinen Gunsten ausfällt, möglicherweise nicht akzeptieren wird. Die Prognosen sagen, dass Trump's Chancen auf eine Wiederwahl bei einer Briefwahl deutlich geringer ausfallen.

Facebook lässt Worten Taten folgen

In dem Hinweis veröffentlichte Facebook auch einen Link zur offiziellen Regierungs-Internetseite USA.gov. Der Internetkonzern hatte nach heftiger Kritik an seinem Umgang mit Falschinformationen kürzlich angekündigt, verstärkt dagegen vorzugehen. Jeder Beitrag, der zu Gewalt führen oder die Menschen über den Wahlprozess in die Irre führen könnte, solle gelöscht oder markiert werden.

Facebook-Boss Mark Zuckerberg.
Facebook-Boss Mark Zuckerberg.bild: imago images / Björn Trotzki

Soziale Medien wollen verstärkt gegen Falschmeldungen vorgehen

In den vergangenen Jahren sind soziale Netzwerke verstärkt unter Druck geraten, gegen die Verbreitung von Falschinformationen vorzugehen. In den USA wird die Debatte derzeit wegen der Präsidentschaftswahlen im November besonders intensiv geführt. Zuletzt haben wegen der Verbreitung von Hassbotschaften auf Facebook zahlreiche Konzerne angekündigt, auf der Internet-Plattform vorerst keine Werbung mehr schalten zu wollen. Der Boykott trifft den Konzern hart.

(afp/vdv)

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