Bei Twitter wurde er bereits zeitweise gesperrt, nun kann der abgewählte US-Präsident auch bei Facebook keine Unwahrheiten über den Wahlausgang mehr verbreiten.
Bei Twitter wurde er bereits zeitweise gesperrt, nun kann der abgewählte US-Präsident auch bei Facebook keine Unwahrheiten über den Wahlausgang mehr verbreiten.Bild: Geisler-Fotopress / Christoph Hardt/Geisler-Fotopres

Zuckerberg: Facebook sperrt Trump bis auf Weiteres

07.01.2021, 17:1107.01.2021, 17:31

Facebook wird den scheidenden US-Präsidenten Donald Trump bis auf Weiteres sperren. Trumps Konten bei dem Online-Netzwerk und auch bei der Fotoplattform Instagram sollten für mindestens zwei Wochen beziehungsweise bis zur Machtübergabe an Nachfolger Joe Biden blockiert bleiben, wie Facebook-Chef Mark Zuckerberg am Donnerstag ankündigte. Zunächst hatte Facebook Trump nur für 24 Stunden gesperrt.

Auslöser für die Sperren waren Trumps Beiträge zum Sturm seiner Anhänger auf das Kapitol in Washington am Mittwoch. Dazu gehörte ein Video, in dem der Präsident seine Anhänger zwar zum Rückzug aus dem US-Parlamentsgebäude aufrief – aber zugleich abermals unbelegte Behauptungen über angeblichen Wahlbetrug wiederholte. Auch zeigte er Sympathie für die Angreifer: "Wir lieben Euch. Ihr seid sehr besonders."

In einem weiteren Beitrag auf den Plattformen schrieb Trump: "Das sind Dinge und Ereignisse, die passieren, wenn ein heiliger Erdrutschsieg so unvermittelt und gemein" gestohlen werde. Trumps Anhänger hatten das Parlamentsgebäude in Washington erstürmt, während dort Beratungen zur Bestätigung des Wahlsiegs von Joe Biden liefen.

Auch Twitter hat bereits reagiert

Twitter hatte Trump wegen dieser Beiträge für zunächst zwölf Stunden blockiert – und drohte mit einer dauerhaften Sperre bei weiteren Verstößen gegen die Regeln.

Zuckerberg schrieb nun: "Die schockierenden Ereignisse der vergangenen zwölf Stunden zeigten klar, dass Präsident Donald Trump seine verbleibende Amtszeit dafür nutzen will, die friedliche und legitime Machtübergabe an seinen gewählten Nachfolger Joe Biden zu untergraben." Das ändere die Situation für Facebook, da die Plattform für die Anstiftung zu gewaltsamem Aufruhr gegen eine demokratisch gewählte Regierung missbraucht werde.

(andi/dpa)

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